Metallica: Schmerzhafte Erinnerung

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Die Bandmitglieder von Metallica haben weder stundenlange Bus- noch Schifffahrten gescheut, um trotz Vulkanasche ihren Tourplan einhalten zu können.

Vilnius - Die Bandmitglieder von Metallica haben weder stundenlange Bus- noch Schifffahrten gescheut, um trotz Vulkanasche ihren Tourplan einhalten zu können. Dabei wurde eine schmerzhafte Erinnerung wach.

Die Heavy-Metal-Gruppe war insgesamt 28 Stunden von Oslo nach Riga unterwegs, wie Leadgitarrist Kirk Hammett am Mittwoch sagte. Mit dem Flugzeug, das wegen des Vulkanausbruchs auf Island am Boden bleiben musste, wäre die Band in gut zwei Stunden am Ziel gewesen. “Ich konnte mich einfach nicht entspannen und denken: 'Wow, diese Busse haben sich ganz schön verändert, seit wir zuletzt damit unterwegs waren'“, sagte Hammett vor Journalisten in der litauischen Hauptstadt Vilnius. “Sie sind so viel komfortabler. Wir haben dieses Transportmittel seit der Tragödie vor mehr als zwei Jahrzehnten nicht benutzt.“

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Hammett bezog sich damit auf ein Busunglück während einer Metallica-Europatournee 1986, bei dem Bassist Cliff Burton ums Leben gekommen war. “Als wir diese Woche wieder in den Bus gestiegen sind und über Nacht fahren mussten, habe ich gemerkt, dass die schlimmen Erinnerungen immer noch da sind“, sagte Hammett. “Ich habe die Angst vor Bussen noch nicht überwunden. Aber die Show muss weitergehen.“ Die Band war nach einem Konzert in Oslo zunächst mit dem Bus nach Stockholm gefahren und von dort aus am Freitag mit einem Kreuzfahrtschiff weiter nach Riga gereist. dapd

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