Sänger muss Geldstrafe zahlen

Hotel-Zoff mit Freundin: Nino de Angelo verurteilt

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Nino de Angelo ist vom Gericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.400 Euro verurteilt worden

Hamburg - Vor 30 Jahren hatte Nino de Angelo mit „Jenseits von Eden“ seinen größten Hit. Inzwischen hat er weiße Haare und trägt eine Brille. Jetzt stand er in Hamburg vor Gericht.

Der Schlagersänger Nino de Angelo („Jenseits von Eden“) muss nach einem heftigen Streit mit seiner Ex-Verlobten in einem Hamburger Hotel eine Geldstrafe zahlen. Das Amtsgericht Hamburg-St. Georg verurteilte den 50-Jährigen am Dienstag wegen versuchter Nötigung zu 20 Tagessätzen von je 70 Euro, insgesamt also 1400 Euro. Der Angeklagte - er erschien mit Sonnenbrille, weißer Hose und dunklem Jackett mit Einstecktuch vor Gericht - hatte nach Feststellung des Richters seine damalige Lebensgefährtin im Februar 2013 am Arm gepackt und versucht, sie aus dem gemeinsamen Zimmer zu werfen. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ging dazwischen.

„Wir sind beide temperamentvoll, aber wir haben uns beide nie wirklich wehgetan - körperlich“, sagte der Sänger in seinem „letzten Wort“ vor Gericht. Es sei eine „sehr emotionale Beziehung“ gewesen: „Wir haben uns sehr, sehr geliebt.“ Es habe allerdings viele Situationen gegeben, „die einfach nicht so doll gelaufen sind“, erklärte der 50-Jährige. Er habe seine damalige Partnerin jedoch weder verletzt noch verletzen wollen.

Streit mit seiner Ex-Freundin

Sie habe Nino in dem Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofs gebeten, Zigaretten zu holen, sagte die 30-jährige Ex-Freundin als Zeugin. Er sei aufgebracht zurückgekehrt: „Er hatte kein Geld fürs Taxi gehabt“. Das Hotel wollte ihm die zehn Euro zunächst nicht auslegen, und auch sie habe ihm ihre Geldkarte nicht gegeben. „Er war ziemlich wütend.“

Ihr sei die Situation so unbehaglich gewesen, dass sie an der Rezeption nach einem anderen Zimmer gefragt habe, sagte die 30-Jährige. Zwei Mitarbeiter hätten sie begleitet, um ihre Sachen zu holen - „weil ich Angst hatte“. Im Zimmer habe Nino sie dann so heftig am Arm gepackt, dass ein großer blauer Fleck zurückblieb. „Es war ja für mich auch eine ziemlich schreckliche Situation.“ Als es vor Gericht um Details der Beziehung ging, wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, Journalisten und Zuhörer mussten den Saal verlassen.

Richter: de Angelo ging es nicht schnell genug

Der Richter sagte in seiner Urteilsbegründung, das Packen sei dem Angeklagten nicht schnell genug gegangen, daher habe er seiner damaligen Verlobten an den Arm gegriffen. Bereits vorher habe er ihren Koffer - der noch nicht fertig gepackt war - hinausgeworfen. Ob der blaue Fleck allerdings tatsächlich von dem festen Griff des Angeklagten herrührte, lasse sich nicht eindeutig klären.

Die Staatsanwaltschaft hatte 40 Tagessätze zu je 80 Euro wegen Nötigung und Körperverletzung verlangt. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch und kritisierte den „Verfolgungseifer“ der Anklagebehörde. Der 50-Jährige kann das Urteil anfechten.

Nino de Angelo - mit bürgerlichem Namen heißt er Domenico Gerhard Gorgoglione - hatte seinen großen Hit „Jenseits von Eden“ vor 30 Jahren.

dpa

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