Paul McCartney sieht sich immer noch als Beatle

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Die Beatles: (von links) Paul McCartney, George Harrison, John Lennon und Ringo Starr

London - Sie waren Kult und die erste „Boygroup“ der Musikgeschichte: Die Beatles. Der Sänger Paul McCartney fühlt sich immer noch mit der Gruppe verbunden.

Auch 39 Jahre nach dem Ende der Beatles sieht sich Paul McCartney immer noch als Teil der Band, die in den 60er Jahren die Popmusik revolutionierte. Wenn er bei Konzerten die alten Beatles-Songs spiele, schössen ihm immer wieder Erinnerungen an die Sessions mit John Lennon, George Harrison und Ringo Starr durch den Kopf, sagte der 67-Jährige am Mittwoch bei der Präsentation seiner Live-CD und DVD “Good Evening New York“ in London. Dieses Gefühl der Verbundenheit wolle er nicht verlieren, betonte er. McCartney räumte ein, dass das in seiner Karriere nach 1970 nicht immer so gewesen sei.

Mit den Wings sei es das erklärte Ziel gewesen, etwas Neues zu machen, seine Beatles-Vergangenheit sei da in den Hintergrund getreten. Mit dem Alter werde aber auch manches anders: Wenn er Harrisons “Something“ spiele, könne er das heute mit einer Liebeserklärung an den verstorbenen Gitarristen verbinden. “Mit 18 hätte ich mir das nicht erlaubt“, sagte McCartney.

Wollte John Lennon seine Songs singen hören

Auch dem vor 29 Jahren ermordeten Lennon erweist er in seinem Programm mit “A Day In The Life“ und “Give Peace A Chance“ seine Referenz. Für ihn wäre es interessant gewesen, Lennon seinen Song “Maybe I'm Amazed“ singen zu hören. Am kommenden Donnerstag (02. Dezember) beginnt McCartney in Hamburg seine Europatournee. Natürlich sei das ein besonderer Ort für ihn, sagte er. Er halte es aber für unwahrscheinlich, dass er dort die deutsche Version von “I Want To Hold Your Hand“ - “Komm gib mir deine Hand“ - noch einmal spielen wird, die die Beatles vor ihrer Zusammenarbeit mit George Martin in Deutschland aufgenommen hatten.

Viele Beatles-Songs auf dem Konzert in New York

 33 Lieder sind auf dem Live-Set, das McCartney mit seiner Band in New York spielte, das Gros davon Beatles-Songs. Er stelle seine Konzertliste nach den Gesichtspunkten zusammen, was die Leute von ihm hören wollten, dann, was er möge und die Beatles selten oder gar nicht live gespielt hätten, wie etwa “Day Tripper“, und an dritter Stelle Lieder, die aus vielleicht weniger bekannten Projekten wie etwa dem “Fireman“ stammten, erklärte McCartney. Für die Tournee brauche er kein besonderes Fitnessprogramm, sagte McCartney auf eine Frage zu seiner noch immer schlanken Figur. “Die Musik hält mich fit“, erklärte er. “Und das Schöne ist, du merkst gar nicht, wie die Zeit vergeht. Du spielst drei, vier Lieder und fühlst dich gut.“

AP

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