Peter Fonda wird „GQ Mann des Jahres 2011“

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München - Der Schauspieler Peter Fonda wird einer der Preisträger der diesjährigen Verleihung der „GQ Männer des Jahres“-Awards sein.

Wie der Condé Nast Verlag heute vorab bekanntgegeben hat, wird der 71-jährige US-Schauspieler bei der Gala am kommenden Freitag, dem 28. Oktober, in der Komischen Oper Berlin die Auszeichnung in der Kategorie „Legende“ entgegennehmen. Die Laudatio wird Schauspielerkollege Moritz Bleibtreu halten.

Die Hollywood-Ikone Fonda erhält einen der begehrten Awards des Männer-Stil-Magazins GQ Gentlemen’s Quarterly, weil er mit seinen Filmen, insbesondere mit seinem 60er-Jahre-Kult-Roadmovie „Easy Rider“, weltweit das Lebensgefühl einer ganzen Generation geprägt hat – auch politisch.

„Peter Fonda hat nie einen Oscar oder einen Golden Globe gewonnen, sich mit seinen Werken aber dennoch in die Riege der ‚Unsterblichen’ katapultiert. Er ist ein Weltstar, der sich politisch engagiert und seine Popularität immer und ohne Unterlass auch für offene, bekennende, manchmal auch unpopuläre Statements einsetzt und dabei immer menschlich geblieben ist“, begründet GQ-Chefredakteur José Redondo-Vega die Entscheidung.

Fonda im Interview: „Die Konservativen zerstören gerade meine Heimat.“

Das Interview, das er GQ anlässlich der Auszeichnung gegeben hat (ET: 3.11.11), nutzt Fonda für einen politischen Appell und kommentiert besorgt die politische Lage in den USA: „Die Konservativen zerstören gerade meine Heimat. Die rechten, christlichen Parteien gewinnen an Einfluss. Religion darf einem Land nicht die Politik diktieren. Und auch nicht die Banken. Thomas Jefferson hatte recht, als er sagte, man dürfe nicht ‚In God We Trust’ auf Geldscheine und Münzen drucken. Das ist eine teuflische Kombination. Geld und Religion als Regenten.“

Seinen Landsleuten, die aktuell gegen den Kapitalismus demonstrieren, rät der Schauspieler: „Wenn ihr wirklich Eindruck machen wollt, dann tragt keine Plakate, brüllt nicht und singt keine Protestlieder. Geht einfach hin, schweigt und schaut irre wütend drein. Das wirkt unkontrollierbar. Gefährlich. Der Staat wird sich fürchten.“ Er selbst wolle sich jedoch nicht unter die Demonstranten mischen: „Nein, das wäre bescheuert. Nichts als Publicity. Ich schreibe lieber auf Twitter, was ich denke“, so Fonda. Auch von Kollegen, die in Krisengebiete fahren, um dort nach dem Rechten zu sehen, hält er wenig: „Das finde ich nicht gut. Der amerikanische Schauspieler gehört vor die Kamera. Der Aufruf zur Anarchie muss von der Leinwand kommen.“

Zu Vater Henry: „Er hat mich lange als Familienmitglied kaum akzeptiert.“

Das Verhältnis zu seinem Vater Henry, der als einer der größten Schauspieler aller Zeiten gilt, sei lange Zeit schwierig gewesen, so Peter Fonda in GQ: „Mein Vater hat mich lang als Familienmitglied kaum akzeptiert. Er war schlicht enttäuscht von mir. Ich war zu dünn, kein Bulle von Kerl, der beim Football glänzte.“ Erst nach einem gemeinsamen Filmprojekt hätten sich die Spannungen zwischen Vater und Sohn gelegt, erinnert er sich: „Ich habe einmal mit ihm gedreht, habe sogar Regie geführt. Er schrieb mir danach einen Brief, in dem er sich über den angeklebten Bart beschwerte, den er tragen musste. Aber er schrieb auch, dass er in 41 Jahren noch keinen Regisseur erlebt hatte, der von seiner Crew so geliebt wurde. Er schrieb, er wolle ab sofort zu meiner Crew gehören. Danach war mein Leben ein anderes. Weil ich merkte, wie sehr ich ihn doch liebte.“

Die „GQ Männer des Jahres“-Gala wird 2011 erneut im festlichen Ambiente der Komischen Oper Berlin ausgerichtet. Moderiert wird die Award-Show erstmals von Steffen Hallaschka. Es werden rund 900 geladene Gäste erwartet, darunter zahlreiche Prominente wie die Schauspieler Moritz Bleibtreu, August Diehl und Natalia Avelon, Moderatorin Barbara Schöneberger, die italienische TV-Moderatorin Elisabetta Canalis, Model Eva Padberg, Musiker Marius Müller-Westernhagen, Sportlerin Magdalena Brzeska, Designer Wolfgang Joop, Windsurf-Weltmeister Philipp Köster, Boxerin Regina Halmich, Journalist und TV-Produzent Stefan Aust sowie Dionne Bromfield, Musikerin und Nichte von Amy Winehouse.

Pressemitteilung Condé Nast Verlag GmbH

Rubriklistenbild: © pa

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