Prinz Ernst August von Hannover wieder vor Gericht

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Ernst August Prinz von Hannover (m) steht mit seinen Anwälten Hans Wolfgang Euler (r) und Saleen Ghalia (l) im Verhandlungssaal des Landgerichts in Hildesheim.

Hildesheim - Die Neuauflage des Körperverletzungs-Prozesses gegen Prinz Ernst August von Hannover hat am Montag vor dem Landgericht Hildesheim begonnen.

Wegen eines Angriffs auf einen Hotelier war der Chef des Welfenhauses vom Landgericht Hannover 2004 zu einer Geldstrafe von 445.000 Euro verurteilt worden. Im Wiederaufnahmeverfahren hatte er aber die Aufhebung des Urteils und einen erneuten Prozess vor dem Landgericht Hildesheim erreicht. Ernst August hatte sich im Januar des Jahres 2000 auf der kenianischen Ferieninsel Lamu über den Lärm aus einer Diskothek geärgert und den Hotelier Josef Brunlehner nach eigenen Angaben zwei Mal geohrfeigt. Das Opfer sagte jedoch aus, der Prinz habe ihn mit einem harten Gegenstand geschlagen.

Das Landgericht Hannover hatte Ernst August im November 2004 wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 445.000 Euro verurteilt. Die Strafkammer ging davon aus, dass er einen gefährlichen Gegenstand bei der Attacke benutzte. Der 55-jährige Prinz setzte jedoch im November 2008 vor dem Landgericht Hildesheim die Aufhebung des bereits rechtskräftigen Urteils und ein Wiederaufnahmeverfahren durch. Neue Zeugen sowie die Ehefrau, Prinzessin Caroline, hatten seine Aussage bestätigt, wonach er kein Schlagwerkzeug hatte.

Urteil wegen einfacher Körperverletzung angestrebt

Prinz Ernst August erschien in Hildesheim erstmals persönlich als Angeklagter vor Gericht. Der Adelige hatte nie bestritten, den Hotelier bei der Auseinandersetzung geohrfeigt zu haben. In dem erneuten Prozess will er aber ein milderes Urteil wegen einfacher Körperverletzung erreichen. Der Prozess findet vor derselben Strafkammer statt, die das Urteil aufgehoben hat. Sie hatte dazu erklärt, es sei “hinreichend wahrscheinlich“, dass ein neuer Prozess nur zu einer Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung führen werde.

ap

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