Sabine Christiansen: Talkshow vor der Wahl

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Stefan AustundSabine Christiansen.

Berlin - Sabine Christiansen kehrt mit einer eigenen Talkshow in das deutsche Fernsehen zurück - allerdings nur an fünf Sonntagen vor der Bundestagswahl.

Zusammen mit dem früheren “Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust tritt Christiansen mit der Gesprächsrunde “Ihre Wahl! Die Sat.1-Arena“ - vom 23. August an jeweils sonntags um 22.15 Uhr gegen die ARD und “Anne Will“ an. “Ich habe nicht die Absicht, eine neue Talkschiene zu beginnen“, betonte Christiansen, die sich im Juni 2007 von ihrem Talk in der ARD verabschiedet hatte. “Wöchentliche Sendungen möchte ich nicht mehr machen.“

Mit Unterstützung des Publikums will das Moderatoren-Duo Spitzenpolitiker der Bundestagsparteien ins “Kreuzverhör“ nehmen. Zuschauer sollen über SMS , Telefon und Webcam-Beiträge selber zur Wort kommen und die Kandidaten befragen. Mit diesem Konzept wollen die beiden Talker deutlich machen, dass der Bürger die Wahlentscheidung selber in der Hand habe. Produziert wird die Sendung von Christiansens Firma TV21. Im amerikanischen Wirtschaftskanal CNBC moderiert Christiansen die Runde “Global Players“.

Publikum soll eingebunden werden

Nach dem Vorbild US-amerikanischer Runden will das Moderatoren-Duo nach eigenen Angaben das Publikum stärker als bisher im deutschen Fernsehen zu Wort kommen lassen. Das Format der “Townhall Meetings“, wie es bereits die Konkurrenz von RTL mit Kanzlerin Angela Merkel praktiziert und bei dem die Fragen vorher abgestimmt werden, habe “längst“ jeder Sender. “Wir wollen, dass der Zuschauer auf die Äußerungen der Politiker reagiert“, sagte Christiansen. “Der Überraschungsmoment muss sein“, ergänzte Aust, der Erfahrung als Moderator unter anderem beim “Talk im Turm“ auf Sat.1 sowie bei “Spiegel TV“ sammelte.

“Wir können den Polit-Talk nicht neu erfinden, aber ein bisschen weitergehen, als es die anderen geschafft haben“, sagte Aust. “Wir lassen uns da von Politikern nichts so schnell vormachen“. Wer als Gesprächspartner in das Studio in Berlin -Adlershof kommen soll, sei noch offen. “Wir gehen davon aus, dass wir alle Spitzenpolitiker bekommen“. Die Diskussionsthemen sollen je nach Aktualität kurzfristig festgelegt werden.

dpa

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