Unvergessene Schlagerlegende 

Schlager-Legende Rex Gildo: Sein Lügengebilde bricht endgültig zusammen

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Schlagerlegende Rex Gildo ist über 20 Jahre tot. Das Lügengebilde, das Ludwig Franz Hirtreiter zeitlebens aufbaute, ist nun endgültig zusammengebrochen.

  • Rex Gildo hat fast 40 Millionen Platten verkauft
  • Der Schlagerstar baute sein Leben auf zahlreichen Unwahrheiten auf
  • 20 Jahre nach seinem Tod bricht das Lügengebilde endgültig zusammen

München - Mehr als 20 Jahre ist Rex Gildo (†63) schon tot. Der beliebte Schlagersänger und Schauspieler stürzte am 23. Oktober 1999 aus dem Badezimmer-Fenster seiner Münchener Wohnung in der Ottostraße. Inzwischen ist das Lügengebilde, das Ludwig Franz Hirtreiter über Jahrzehnte aufgebaut hat, endgültig zusammengebrochen. extratipp.com* berichtet darüber.

Schlagerstar Rex Gildo spielte in über 30 Filmen mit

Über die Kindheit von Rex Gildo ist nicht sonderlich viel bekannt. Klar ist, dass der spätere Schlagerstar am 2. Juli 1936 in Straubing zur Welt kam. Gemeinsam mit drei älteren Geschwistern wuchs er in Bayern auf, Schauspielerei und Gesang faszinierten den Jungen mit den großen Augen. Im Alter von 18 Jahren spielte der Frauenschwarm an der Seite des damaligen Mega-Stars Conny Froboess (76). Rex Gildo überzeugte und wurde unter Vertrag genommen. In den 60ern mauserte sich der gelernte Dekorateur sich zu einem beliebten Multitalent, sang etwa mit Gitte Haenning (73) und wirkte insgesamt in mehr als 30 Filmen mit. 

Rund ein Jahr vor seinem Tod: Schlagersänger Rex Gildo.

Seinen bis heute bekanntesten Schlager (Die größten deutschen Schlagersänger aller Zeiten*) hatte Rex Gildo 1972: „Fiesta Mexicana“. Kurioserweise kletterte der Hit seinerzeit nur bis auf Platz fünf der deutschen Charts. Rex Gildo hatte jedoch mit „Speedy Gonzales“ (1962) und „Vom Stadtpark die Laternen“ (1963) auch zwei Nummer-eins-Titel. Ab Mitte der 70er ging es musikalisch merklich bergab. Bei seiner letzten Single-Veröffentlichung „Andrea“ aus dem Jahr 1991 reichte es bloß noch für Platz 74. Derweil schockt diese Nachricht die Schlagerbranche: Wachkoma-Drama bei den Amigos - extratipp.com* berichtet darüber.

Zum Schluss trug Schlagerlegende Rex Gildo nur noch Perücke

Am 23. Oktober 1999 - Rex Gildo hatte gerade vor etwa 3000 Besucher in einem Möbelhaus gespielt - stürzte der Schlagerbarde (Diese Schlagersänger fanden auf tragische Weise den Tod*) aus dem Fenster im zweiten Stock. Drei Tage später erlag er den schweren Verletzungen. Bis heute ist nicht endgültig geklärt, ob es Selbstmord war.

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#rexgildo #gitte

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Rex Gildos Leben war ein Lügengebilde. Das begann mit den pechschwarzen Haaren, die die letzten Jahre nur noch eine Perücke waren. Der Elvis-Fan behauptete zeitlebens, er sei der Sohn einer Opernsängerin und als Kind bei den berühmten Regensburger Domspatzen gewesen. Das stimmt beides nicht. Ebenfalls fake: Seine Ehe mit Marion Ohlsen. Sie war die Cousine der Schlagerlegende und stimmte der Hochzeit zu, um ein pikantes Geheimnis zu hüten: Rex Gildo war homosexuell. Das bestätigte etwa Weggefährte Costa Cordalis (†75). Derweil gehen die Fans der Schlagergruppe Amigos auf die Barrikaden - warum, verraten die Bandmitglieder in einem Interview, wie extratipp.com* berichtet.

So behalten seine Fans Rex Gildo in Erinnerung.

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Schlager: Das Lügengebilde von Rex Gildo bricht zusammen

Die wahre Liebe von Rex Gildo war Fred Miekley, sein Entdecker, Förderer und Manager. Dieser wurde von der Schlagerlegende (Die Künstlernamen der Schlagerstars und ihre echten Namen*) oftmals als sein leiblicher Onkel vorgestellt - auch da war natürlich nichts dran. Später liebte er seinen Chauffeur, den 37 Jahre jüngeren Dave Klingeberg. Auch nach dem Tod von Rex Gildo blieb es mysteriös. Bestattet ist Ludwig Franz Hirtreiter auf dem Münchener Ostfriedhof. Der Grabstein schlicht, lediglich zwei Namen zieren den Marmor: Es sind sein leiblicher Name und der seiner großen Liebe Fred Miekley. Von Fans niedergelegte Blumen sollen ganz schnell wieder verschwinden.

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Rubriklistenbild: © Katja Lenz, dpa

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