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Bayerns „First Tochter“ zwischen Influencer-Dasein und Politik

Söder-Tochter Gloria-Sophie: „Ich kriege viele Hate-Kommentare, vor allem wegen meines Vaters“

Gloria-Sophie Burkandt
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Gloria-Sophie Burkandt, Model und Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Söder.

Ihr Geld verdient sich Gloria Burkandt momentan mit Modeln. Doch die Interessen der Influencerin gehen über Mode und Kosmetik hinaus. Es ist vor allem die Politik, die sie reizt. Das liegt nicht zuletzt an ihrem prominenten Vater.

München - Als @gloriasophieee hält sie auf Instagram ihre Fans über ihre Modelkarriere auf dem Laufenden. Gloria Burkandt zeigt sich im eleganten Abendkleid ebenso wie in Jeans. Und natürlich im Dirndl, so wie unlängst auf dem Münchner Oktoberfest, wo die hübsche Fränkin mit ihrem neuen Freund auftrat. Normaler Promi-Alltag? Eher nicht. Denn der Vater der 23-Jährigen ist Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder. Seine Tochter stammt aus einer Beziehung vor seiner Hochzeit mit Karin Baumüller-Söder im Jahr 1999.

Söder-Tochter Gloria-Sophie: Job des Papa Fluch oder Segen?

Der Papa ein Politiker im Rampenlicht, der nicht unumstritten ist und auch mal polarisiert - Fluch oder Segen? Die Bekanntheit helfe schon, gibt Burkandt zu. „Es gibt so viele Models, da trittst du gar nicht mehr in Erscheinung. Die meisten Supermodels waren mit Leonardo di Caprio zusammen oder haben bekannte Eltern“, scherzt die Münchnerin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Doch es sei auch zwiespältig. „Ich muss verstehen, dass nicht jeder zufrieden damit ist. Man muss da als Familie schon zusammenstehen, egal was kommt.“

Die Schattenseiten spürt sie vor allem in den sozialen Medien. Ich kriege viele Hate-Kommentare, vor allem wegen meines Vaters.“ Aber das sei ihr egal. „Die Leute haben teilweise so viel Wut in sich und Hass, das darf man nicht auf sich projizieren.“

Söder-Tochter Gloria-Sophie hat die Liebe gefunden

Zudem ist sie es gewohnt, sich zur Wehr zu setzen. Als Kind sei sie von manchen gemobbt worden, auch wegen ihrer Größe. Doch die Zeiten sind vorbei. Inzwischen misst die schlanke, junge Frau 1,85 Meter und wirkt mit sich im Reinen. Auch die Liebe hat sie gefunden mit ihrem neuen Freund. „Wir sind beide glücklich“, gestand sie.

Derzeit sitzt die 23-Jährige, die Business Management studiert hat, an ihrer Doktorarbeit. Das Thema: Greenwashing in der Modeindustrie, also die Tricks, mit denen sich Unternehmen einen nachhaltigen Anstrich verpassen wollen. Ein brisantes Thema. Kann sie sich vorstellen, in die Politik zu gehen? „Für die Zukunft auf jeden Fall. Ich habe schon Lust und ich finde es faszinierend“, sagt Burkandt.

Söder-Tochter Gloria-Sophie: „Der Mix macht es aus“

Den richtigen Zeitpunkt sieht die Münchnerin dafür aber noch nicht gekommen: „Jetzt steht mein Vater im Mittelpunkt und das soll auch erst mal so bleiben.“ Wo sie in ein paar Jahren stehen wird, weiß sie ohnehin noch nicht. „Ich möchte alles so ein bisschen vereinen. Politik, Wirtschaft, Mode. Der Mix macht es aus.“

Als Gloria 1998 zur Welt kam, saß ihr Vater im Bayerischen Landtag für die CSU. 2007 wurde er Europaminister, dann Umwelt- und später Finanzminister. Ministerpräsident ist der 55-Jährige seit 2018, als seine Tochter schon fast 20 war.

Söder-Tochter Gloria-Sophie hatte eine tolle Kindheit

Aufgewachsen ist Burkandt dennoch weitgehend unbehelligt in Nürnberg. „Ich hatte eine tolle Kindheit. Da waren nicht die Schatten meines Vaters, das wurde einfach ignoriert“, erinnert sie sich. Auf diese Zeit führt sie ihr Interesse für Umweltthemen zurück. „Ich musste immer irgendwas draußen in der Natur machen, das hat mich geerdet“, erzählt sie. „Deswegen finde ich das einfach so wichtig, dass man genau diese Basis den Menschen nicht wegnimmt.“

Burkandt, kürzlich auf dem Cover der türkischen Modeillustrierten „Vogue“, wirkt zielstrebig und selbstbewusst. Das hat auch mit einem Friseurbesuch zu tun, bei dem sie ihre lange Mähne abschneiden ließ. „Viele denken, dass ich als Tochter eines Politikers total spießig bin.“ Die kurzen Haare sieht sie deshalb als Statement: „Ich mag diesen rockigen Style“. Schwergefallen sei ihr das Haareschneiden deshalb nicht. „Es war befreiend“, gibt sie zu. „Ich fühle mich jetzt mehr wie eine Frau, als mit langen Haaren. Haare oder Kurven sind nicht ausschlaggebend dafür.“

dpa

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