Star-Geiger David Garret gibt sich lässig

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David Garret lockt auch junge Zuhörer in die Konzertsäle.

Hamburg - Star-Geiger David Garret gibt sich lässig. Er wähle seine Kleidung nach Wohlfühlfaktor und nicht nach anderen Gesichtspunkten. Die Töne trifft er nach eigener Aussage auch in einen Sack gehüllt.

Zerlöcherte Jeans oder Designer-Anzug - für Star- Geiger David Garrett geht es nur um den Wohlfühlfaktor auf der Bühne. “Wenn ich mich wohlfühle in einem Sandsack, warum soll ich nicht in einem Sandsack spielen?“, sagte der 29-Jährige in einem Interview der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. “Meinen Sie, ich spiele eine Note anders, wenn ich einen Anzug anhabe? Keine Note!“

Der in Aachen geborene Violinist mit Wohnsitz in New York hat mit Crossover, geschicktem Marketing und lässigem Outfit viele jüngere Zuschauer in Konzertsäle gelockt, die nicht zum typischen Klassik- Publikum gehören. Es habe ihn schockiert, dass er mit 16, 17 Jahren niemanden in seinem Alter im Publikum gesehen habe, sagte Garrett über seine Motivation, Klassik mit anderen Musikstilen zu mischen.

“Ich dachte mir, was machst du eigentlich? Du machst einen Beruf für Leute, die sechzig Jahre alt sind. Das fand ich so uninteressant.“ 70 bis 80 Prozent seiner Konzerte seien immer noch rein klassisch. Doch selbst bei denen hat Garrett kein Problem damit, wenn die Zuschauer nach den einzelnen Sätzen klatschen. Es gebe doch nichts Schöneres für einen Künstler, als wenn sein Publikum spontan applaudiere. “Dieser ganze Firlefanz, von wegen man darf nicht zwischen den Sätzen applaudieren, ist eh erst Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden.“ Musik solle nicht wie Meditation aufgenommen werden, sie solle Spaß machen.

dpa

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