Unterwegs – von Party zu Party …

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Ihre Namen sind bares Geld an den Kinokassen: Til Schweiger und seine Kollegin Nora Tschirner.

So eine Berlinale ist für VIPs wie die Reise nach Jerusalem: Bestückt mit einem Packen Einladungen zieht man von Empfang zu Empfang, von Premierenparty zu Premierenparty.

Meistens, ohne die jeweiligen Filme dazu gesehen zu haben. Das ginge sich gar nicht aus. Geschäfte gehen vor.

Wie bei Max Wiedemann und Quirin Berg, den Produzenten des Oscar-prämierten Werks Das Leben der Anderen und zuletzt von Simon Verhoevens Komödie Männerherzen. Wegen Männerherzen müssen sich Wiedemann und Berg am Samstagabend erst einmal beim Empfang des Medienboard Berlin-Brandenburg sehen lassen: Die Filmförderanstalt hatte den Film mit 450 000 Euro gefördert, das Geld kam über die Kinokasse wieder rein, deshalb geben Wiedemann und Berg zusammen mit Simon Verhoeven das Geld beim Empfang im Ritz Carlton wieder zurück. Als Scheck.

Til Schweiger tut das auch: 900 000 Euro für Zweiohrküken. Es wird gesprochen, es wird gefeiert, Nora Tschirner ist da, Kostja Ullmann und Janine Reinhardt, die zusammen „immer noch langweilig glücklich sind“, Wim Wenders, dem das Eis auf den Keks geht – nebst Reporterfragen; und Oskar Roehler, der weiche Knie vor seiner Berlinale-Premiere mit Jud Süß hat. Währenddessen läuft längst die Premiere von Scorseses Shutter Island 200 Meter weiter im Berlinale Palast. Auf der Party danach – um 22 Uhr – sind auch wieder Wiedemann und Berg.

Sie sagen: „In Deutschland gibt es keinen Star, der einen Financing-Value hat, außer Til Schweiger, bedingt auch Bully Herbig.“ Heißt: Es gibt keinen Star, bei dem die Millionen für den Film allein schon wegen des Namens fließen – wie bei DiCaprio. Eine bittere Erkenntnis. Die nächste Premierenfeier stellt Sibel Kekili in den Mittelpunkt – sie spielt Die Fremde – und die Party läuft im Cookies. Während Regine Ziegler Henri 4 in der Inszenierung von Jo Baier im Quatsch Comedy Club feiert – die Premierenparty beginnt erst kurz vor Mitternacht.

Die Partykarawane zieht weiter. Und wer von der Reise nach Jerusalem noch übrig bleibt, der landet schließlich im Kult- Restaurant Borchardts. Mit Til und all den anderen.

U. Schmidt

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