Eurovision Song Contest: Ralph Siegel im Halbfinale raus

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Der Schützling von Ralph Siegel, Andrea Demirovic, konnte mit ihrem Auftritt nicht überzeugen.

Moskau - Beim Eurovision Song Contest (ESC) in Moskau haben haben sich die ersten zehn Länder für den Einzug ins Finale am Samstag qualifiziert.

Die Türkei, Schweden, Israel, Portugal, Malta, Finnland, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Armenien und Island setzten sich in der russischen Hauptstadt in der Nacht zum Mittwoch unter den insgesamt 18 Kandidaten durch. Der Grand-Prix-Veteran Ralph Siegel scheiterte mit dem Titel “Just Get Out Of My Life“ der Sängerin Andrea Demirovic für Montenegro.

Bilder vom Halbfinale in Moskau

Eurovision Song Contest: Halbfinale in Moskau

Mit der spektakulären Bauchtanz- und Akrobatik-Nummer “Düm tek tek“ zog die für die Türkei antretende Popsängerin Hadise als Erste ins große Finale ein. “Ich danke allen, die an unser Land glauben“, sagte die Favoritin für das große Finale. Überglücklich strahlte das jüdisch-arabische Duo Noa & Mira Awad, das mit dem ruhigem Song “There Must Be Another Way“ für eine Versöhnung im Nahen Osten wirbt. “Wir stehen für diejenigen, denen Dialog wichtiger ist als Gewalt“, sagte Mira Awad.

Elena setzte sich im Halbfinale in Moskau neben neun anderen Ländern für Rumänien durch.

Für Opernstimmung beim Grand Prix wird an diesem Samstag die schwedische Sopranistin Malena Ernman mit der Klassik-Rock-Nummer “La voix“ sorgen. Aus der Kaukasusrepublik Armenien überzeugte das in blauen Prunkkleidern singende Duo Inga & Anush mit dem Popsong “Jan Jan“. Die junge Isländerin Yohanna (“Is It True?“) und die Powerstimme von Chiara aus Malta (“What If We“) begeisterten das Publikum mit gefühlvollen Balladen.

Aus Finnland kommen in diesem Jahr die Waldo's People (“Lose Control“) mit wildem Stampfpop und fackelschwingenden Feuertänzern, aus Portugal die Flor-de-Lis mit einem blumigen Sommerlied und aus Rumänien die Sängerin Elena mit ihrer Tanznummer “The Balkan Girls“.

Das nächste Halbfinale mit 19 Teilnehmern steigt an diesem Donnerstag. Das deutsche Popduo Alex Swings Oscar Sings mit dem Titel “Miss Kiss Kiss Bang“ steht bereits fest für das große Finale mit 25 Teilnehmern. Alex Christensen und Oscar Loya erwarten eine Platzierung im ersten Drittel, nachdem die No Angels im vergangenen Jahr für Deutschland auf dem letzten Platz landeten.

Auch die Interpreten Spaniens, Frankreichs, Großbritanniens und des Gastgebers Russland müssen sich laut den ESC-Spielregeln nicht mehr qualifizieren. Frankreich wartet mit dem Star Patricia Kaas auf, Großbritannien mit dem Musicalkönig Andrew Lloyd Webber als Klavierbegleitung für die junge Sängerin Jade Ewen.

Das russische Staatsfernsehen hatte die Olympiahalle in Moskau am Dienstagabend in ein fantastisches Märchenland verwandelt und die Show live übertragen. Für Befremden sorgte beim westlichen Publikum ein Auftritt des Alexandrow-Chors der Roten Armee, der zum Ende ein Medley aus sowjetischen Liedern, darunter auch der Militärschlager “Katjuscha“, vortrug. Zusammen mit den Uniformierten traten in dem Kontrastprogramm auch das russische Skandal-Duo Tatu sowie mehrere Hip-Hop-Tänzer und kaukasische Säbeltänzer auf.

Neben Montenegro mussten Teilnehmer aus weiteren sieben Ländern am Mittwoch ihre Koffer packen: die Tschechen mit ihrer Klamauknummer von der Band Gipsy.cz und die Schweizer mit der Indie-Band Lovebugs. Auch Belgiens Elvis-Presley-Verschnitt Copycat und die Weißrussen mit dem Glamrocker Pjotr Elfimow scheiterten an der Zuschauergunst. Bulgarien brach mit der Stelzennummer “Illusion“ von Krassimir Avramov ein. Susanne Georgi aus Andorra verpasste mit ihrem Gute- Laune-Lied ebenso den Einzug wie Mazedoniens Band Next Time.

Insgesamt nehmen diesmal 42 Nationen an dem größten Musikwettbewerb der Welt teil. Georgien musste wegen des gegen Russlands Regierungschef Wladimir Putin gerichteten Liedes “We Don't Wanna Put In“ vom ESC zurücktreten.

Russland hatte angekündigt, für rund 30 Millionen Euro den aufwendigsten Grand Prix der mehr als 50-jährigen Geschichte des Musikwettbewerbs zu inszenieren. Das Publikum wählte die Sieger am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) über Televoting. Zum Finale kommen dann neben der Publikumsabstimmung erstmals wieder flächendeckend Länder-Jurys zum Einsatz, deren Urteil zu 50 Prozent in die Gesamtwertung einfließt.

dpa

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