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Beliebtester Showmaster Deutschlands wird 65: Pocher und Gottschalk huldigen Jauch

Die Kombo zeigt den Moderator Günther Jauch im Studio von „Stern TV“ - am 19.09.2007 (l) und im Dezember 1991. Deutschlands beliebtester Quizmaster feiert am 13.07.2021 seinen 65. Geburtstag.
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Die Kombo zeigt den Moderator Günther Jauch im Studio von „Stern TV“ - am 19.09.2007 (l) und im Dezember 1991. Deutschlands beliebtester Quizmaster feiert am 13.07.2021 seinen 65. Geburtstag.

Deutschlands beliebtester Quizmaster wird am 13. Juli 2021 65 Jahre alt. Bis heute umgibt den quotenstarken Fernsehmann eine Aura zwischen jugendlichem Aussehen und Abgeklärtheit eines Menschen, der viel gesehen hat. Günther Jauch gehört zu Deutschland wie die Bundesliga oder das Oktoberfest.

Potsdam - Von Sport („das aktuelle sportstudio“) über Information („stern TV“) und Unterhaltung („5 gegen Jauch“) bis zur politischen Talkshow („Günther Jauch“): Seit den 80er Jahren war Jauch in einer Vielzahl öffentlich-rechtlicher und privater Sendungen Moderator.

Aber am stärksten verbinden ihn die meisten Zuschauer wohl mit dem Quiz-Klassiker „Wer wird Millionär?“ Wie lange er das noch weitermachen will? Für seine Fans hatte Jauch kürzlich in einem RTL-Interview eine ziemlich schwammige Antwort: „Solange es den Zuschauern, aber auch mir selbst noch Freude macht.

Auszeit wegen Corona

Viele Menschen haben sich um Günther Jauch in diesem Jahr große Sorgen gemacht. Wegen einer Corona-Infektion fiel er über Wochen aus. Ein Millionenpublikum erlebte ihn in der RTL-Liveshow „Denn sie wissen nicht, was passiert“ sichtlich angeschlagen, blass, matt in einer Videoschalte von seinem Zuhause ins Fernsehstudio: „Die Sache ist ganz einfach. Ich bin - wie zweieinhalb Millionen andere Deutsche auch - an Covid-19 erkrankt und hab auf einmal gemerkt: Ich kriege Kopfschmerzen, ich hab Gliederschmerzen, mir geht es irgendwie nicht so gut.“ Am nächsten Tag sei es ihm dann aber noch schlechter gegangen. Ein PCR-Test habe dann gezeigt, dass er infiziert sei.

„Für mich war die Auszeit schon sehr ungewohnt“, sagte Jauch der Deutschen Presse-Agentur im Mai. In den vergangenen 45 Jahren sei bei ihm nie eine Sendung wegen Krankheit ausgefallen - nun seien es gleich drei gewesen. „Da war ich schon erleichtert, als ich wieder in den Normalmodus schalten konnte“, sagte Jauch über sein Comeback.

Es gebe allerdings härtere Schicksale, als mal drei Wochen zu Hause nicht gerade viel zu tun zu haben. „Ich habe viel gelesen, aufgeräumt und tatsächlich auch deutlich mehr ferngesehen als sonst“, sagte Jauch. „Außerdem hört man mehr in seinen Körper hinein, um nicht doch von ernsteren Corona-Nebenwirkungen überrascht zu werden.“

Privatleben größtenteils „privat“

So populär und leutselig der gebürtige Münsteraner auch immer wirken mag: Jauch, der die meisten Kollegen bis auf den alten Weggefährten Thomas Gottschalk siezt, lässt nur wenige an sich heran. Immer wieder hat sich der Showmaster gegen die Veröffentlichung von Details aus seinem Privatleben zur Wehr gesetzt. Gewiss eine Daueraufgabe, gehört er doch zu den größten Lieblingen der Regenbogenpresse.

Der Bild-Zeitung erklärte Jauchs Mentor, Thomas Gottschalk, dass sein langjähriger Freund immer unterhaltsamer gewesen sei, als er dieser selbst dachte. Besonders stolz sei Gottschalk darauf, Jauch überredet zu haben, eine Beförderung zum „Bonn-Korrespondenten“ abzulehnen und stattdessen mit ihm eine tägliche „Radioshow“ zu moderieren.

„Blitzgescheit und witzig, hochgebildet“

„Entweder Unterhaltung oder blutiger Ernst. Dazwischen gab es nichts, aber Günther war das „Dazwischen“ in Person. Blitzgescheit und witzig, hochgebildet, mit der Lizenz zum Blödeln. Es ist eine der größeren Leistungen meines Lebens, dies nicht nur erkannt, sondern ihm auch eingeredet zu haben“, so Gottschalk.

Die Moderatoren Günther Jauch (l) und Thomas Gottschalk (r) stehen am 19.12.2013 in Hürth bei Köln (Nordrhein-Westfalen) bei der Aufzeichnung der RTL-Fernsehshow _30 Jahre RTL - Die große Jubiläumsshow_ auf der Bühne.

Neben Gottschalk gratulierte bereits auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Was auch Ihr Erfolgsgeheimnis ist: Sie überzeugen die Menschen“, schrieb der SPD-Politiker über Günther Jauch. Vor Jahrzehnten hatte sich der Showmaster in Potsdam niedergelassen und Millionen für den Wiederaufbau der Stadtschlosses gespendet.

Pocher mit humoristischer Spitze

Oliver Pocher, mit dem Jauch schon einige Male zusammen vor der Kamera stand, ließ es sich ebenfalls nicht nehmen und sendete Glückwünsche. „Du bist einer der größten Moderatoren (immerhin über 1,90 Meter!) im deutschen Fernsehen – und das mit Recht. Niemand ist beliebter als du, und das im besten Sinne“, schrieb der Komiker der Bild-Zeitung.

Eine kleine humoristische Spitze konnte sich Pocher dann doch nicht verkneifen. „Gefühlt 90 Prozent der Deutschen könnten sich dich in der Politik vorstellen. Du solltest drüber nachdenken, denn es würde in deiner Vergangenheit keine dunklen Geheimnisse geben und deine Biografie ist vollständig ohne Ghostwriter und mit Quellenangaben bekannt. Zumindest Bundespräsident sollte doch drin sein!“, lautet Pochers Fazit.  „Das Schöne ist, dass Du Dir auch in diesem gesegneten Alter nicht die Spielfreude verderben lässt und immer gewinnen möchtest. Das und noch so vieles mehr schätze ich an Dir.“

Jauch wuchs in West-Berlin auf. In einem „Spiegel Online“-Interview berichtete er einmal, dass er es zu einem „ruhmlosen 3,1-Abitur“ gebracht habe und die ersten 20 Jahre seines Lebens faul gewesen sei. Und wenn es mit dem Beruf des Journalisten (er wurde an der Münchner Journalistenschule angenommen) nicht geklappt hätte, dann wäre er alternativ zur Kriminalpolizei gegangen oder Banker geworden. Jauch, wie er hinter der Theke einer Sparkasse steht? Kaum auszumalen.

mz/dpa

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