Nach „Vogelhochzeit-Drama“

Darum bekommt Kandidat Niklas (31) bei „Wer wird Millionär“ eine zweite Chance

Der Psychologe Niklas „Eynck“ Bayer aus Dortmund pokerte bei der 125.000-Euro-Frage hoch... und fiel tief
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Der Psychologe Niklas „Eynck“ Bayer aus Dortmund pokerte bei der 125.000-Euro-Frage hoch... und fiel tief

Niklas Bayer genannt Eynck tritt am Freitag (5.2) zum zweiten Mal beim „Wer wird Millionär“-Zockerspecial an. Nachdem er zuvor bei einer Kinderlied-Frage scheiterte, ist das seine zweite Chance. 

Köln - Rund drei Wochen ist es her, dass der Dortmunder Niklas Bayer genannt Eynck beim Zockerspecial von „Wer wird Millionär“ auf RTL an einer Kinderlied-Frage scheiterte. Jetzt darf er noch mal auf den heißen Stuhl. Die Antwort „Amsel“ auf die 125.000-Euro-Frage war in der Sendung falsch. Anschließend stellte sich aber heraus, dass es verschiedene Versionen des Liedes gibt. 

Laut RTL lag der Frage die allgemein bekannte Textfassung zugrunde, die Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Ernst Richter 1842 in ihrer Sammlung „Schlesische Volkslieder mit Melodien“ veröffentlichten: „Es wollt‘ ein Vogel Hochzeit machen, in dem grünen Walde. Didirallala, didiralla, rallala. Die Drossel war der Bräutigam, die Amsel war die Braute.“

Verschiedene Versionen des Kinderliedes

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als das Lied durch die Wandervogelbewegung deutschlandweit bekannt wurde, setzte sich diese Textversion gegen eine „konkurrierende“ Fassung durch, in der das Brautpaar aus Gimpel und Amsel besteht. In den folgenden Jahrzehnten wurde die „Vogelhochzeit“ zu einem der beliebtesten Volks- und Kinderlieder – mit der Drossel als Bräutigam und der Amsel als Braut.

Allerdings existierten schon mehr als 200 Jahre bevor sich Heinrich Hoffmann von Fallersleben mit Volksliedern beschäftigte mehrere gereimte Texte, die von Vogelhochzeiten handelten, so z.B. ein Lied namens „Der Stigelitz“, in dem die Rollen des Brautpaares vertauscht sind: „Die Amsel war der Bräutigam, die Trossel war die Braute, die war gar schön gezieret, trug ob ein Kranz von Raute.“

RTL gibt Psychologen zweite Chance

Aufgrund der Existenz dieser älteren Version und der Tatsache, dass es auf die Frage keine eindeutige Antwort gibt, hat RTL entschieden, dem unglücklich ausgeschiedenen Niklas Bayer-Eynck eine zweite Chance zu geben. Der Zocker kann sein Glück kaum fassen: „Ich freue mich riesig, dass ich eine zweite Chance bekommen habe und danke RTL herzlich dafür. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich noch einmal bei Günther Jauch von Anfang an spielen darf“, schwärmt Niklas Bayer-Eynck. Dass er jetzt wieder bei Null starten muss, stört ihn nicht - im Gegenteil. „Wer weiß, wozu das gut sein sollte“, sagt er optimistisch.

Die Folge von „Wer wird Millionär“ läuft am Freitagabend (5. Februar) um 20.15 Uhr auf RTL. Beim Zockerspecial können die Kandidaten bis zu zwei Millionen Euro gewinnen. Der 31-jährige Psychologe hofft, es diesmal über die 125.000-Euro-Frage hinaus zu schaffen.

mh

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