RTL ändert das Lied

Fan-Ärger über neuen GZSZ-Titelsong

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Das Duo von "Glasperlenspiel", Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg, soll ab 1. Juli jeden Abend im Vorspann von GZSZ zu hören sein.

München - Nach sieben Jahren will RTL den beliebten Titelsong zur Serie "Gute Zeiten - Schlechte Zeiten" ändern. Doch die Fans sind davon so gar nicht begeistert.

"Ich seh in dein Herz, sehen gute Zeiten, schlechte Zeiten", für Millionen Fans fängt seit 1992 mit diesen Lied-Zeilen der Feierabend an. Jeden Abend von Montag bis Freitag läuft die Soap "Gute Zeiten - Schlechte Zeiten" seit unglaublichen 22 Jahren im Vorabendprogramm von RTL. Mit Spannung verfolgen die Fans der Serie die Höhen und Tiefen im Leben ihrer Lieblingsdarsteller.

Nun wollen die Macher von GZSZ nach sieben Jahren (damals wurde der altbekannte Song zuletzt neu vertont) eine kleine Veränderung wagen und haben sich dafür professionelle Hilfe gesucht: Das neue Titellied "Ich seh in dein Herz" soll ab dem 1. Juli von dem bekannten Duo "Glasperlenspiel" gesungen werden. Auf der Homepage zur Serie gibt es nun die Möglichkeit sich das neue Lied vorab in zwei Versionen anzuhören.

Ärger über Neu-Vertonung

Der Text des Refrains bleibt gleich, die Strophen sind allerdings verändert. Das Problem: Der Titelsong klingt so ganz anders als der vorherige, der von Sabine Grunert eingesungen wurde. Und genau das finden viele GZSZ-Fans so gar nicht gut. Bei Facebook laufen sie deshalb Sturm gegen die Neu-Vertonung und fordern den altbewährten Song zurück.

Von höflichen Kommentaren wie "Um Gottes Willen bitte lasst das alte Lied" bis "Klingt ganz schön scheiße!" reicht das Spektrum der Reaktionen. Mache User sind enttäuscht von der Umsetzung: "Schade, habe mehr erwartet. Singen ja immer das selbe, da kann sich ja jeder hinstellen, da fehlt der Pepp!", schreibt eine Userin.

Ziemlich schlimm könnte es für RTL werden, wenn auch andere so reagieren würden, wie dieser User: "Bloß nicht. Ich habe auch mal reingehört, nach der ersten halben Minute genervt abgeschaltet. Also ich finde den Song einfach Sch.....!".

Neuer Song aber alter Vorspann?

Ein weiterer Kritikpunkt für viele Fans ist die Tatsache, dass der Titelsong nun geändert wird, nicht aber der längst veraltete Vorspann: "Passt absolut nicht, definitiv Vorspann mal aktualisieren, total viele neue Schauspieler, keine Anni, Nele, kein Mesut und Bommel zu sehen und was machen Patrick oder Clemens und Elisabeth noch da oder Dascha?", zählt eine Userin die vielen Fehler im Vorspann auf.

Besonders bitter dürfte die Kritik für das Elektro-Pop-Duo "Glasperlenspiel", bestehend aus Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg, sein. Über den Auftrag hätten sich die beiden riesig gefreut, erzählt das Duo. "Besonders ich als GZSZ-Fan", ergänzt Carolin. Früher habe sie jede Folge gesehen und auch jetzt versuche sie noch am Ball zu bleiben. "Dass wir jetzt wirklich den Vorspann-Song singen, macht uns mächtig stolz", verriet Niemczyk. Zum Re-Release von "Grenzenlos in diesem Moment“ soll auch der neue GZSZ-Song auf ihrem Album zu hören sein.

vf

 

So wirkt Musik auf unseren Körper

Musikwirkung auf den Körper
Elektropop (z.B. Lady Gaga, Alejandro):  Bei einem Tempo über 72 bmp haben Musikstücke insbesondere auf Frauen aufputschende Wirkung. Frequenz: 80 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Rock/Pop (z. B. U2 – Beautiful Day): Gut für Männer, da sie häufig zu höheren Blutdruck als Frauen neigen. Ihre Leistung wird durch hohe motorische Erregung beeinträchtigt. Aus diesem Grund führen bei Männern tendenziell ruhigere, fließende Klänge zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit. Frequenz: unter 72 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Akustik/Folk/Blues (z. B. Jack Johnson – Wasting Time): Ruft stärkste Reaktion des Körpers hervor, da das Tempo einem verlangsamten Herzrhythmus ähnlich dem Schlafzustand entspricht. Dabei kommt es beim Zuhörer zur größten Entspannung, zur Beruhigung der Atmung und zur Entkrampfung der Muskulatur. Frequenz: 60 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Klassik (z. B. Wolfgang Amadeus Mozart – „Lacrimosa“ aus dem Requiem):  Die klassischen Klänge im langsamen Tempo helfen bei Schlafstörungen und lösen körperliche Verspannungen. Daher wird heute häufig in Zahnarztpraxen oder OP-Sälen klassische Musik zur präoperativen Angstreduktion der Patienten abgespielt. Frequenz: 65 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Oper (z. B. Guiseppe Verdi – „Triumphmarsch“ aus der Aida): Kann die Konzentrationsfähigkeit fördern und sich positiv auf den Blutdruck auswirken. So führte Verdis emotional mitreißende Opernmusik aus Aida in wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer Blutdrucksenkung um durchschnittlich 5 mmHg bei den Zuhörern. Frequenz: 100 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Heavy Metal (z. B. Metallica – Enter Sandman): Das Lied beschleunigt die Herz-Kreislauf-Aktivität, da das Tempo dem Herzschlag während höherer Belastungen entspricht. Daher kommt es zu einer aufputschenden Wirkung. Frequenz: über 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Hard Rock (z. B. AC/DC – Highway To Hell): Hard Rock-Musik im schnellen Tempo wie dieser Klassiker kann zum Abbau von Aggressionen beitragen und helfen, Ängste und Frustrationen zu überwinden. Frequenz: im Mittel bei ca. 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Latino-Pop (z. B. Shakira – Waka Waka): Der beschwingte, lateinamerikanische Rhythmus im schnellen Tempo bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und kann helfen, melancholische Augenblicke zu überbrücken. Frequenz: ca. 125 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Chanson (z. B. Beispiel: Udo Jürgens – Aber bitte mit Sahne): Hat einen anregenden Effekt, hilft gegen Müdigkeit. Hat eine Stimmung-aufhellende Wirkung und verbessert die Leistungsfähigkeit. Frequenz: 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Schlager (z. B. Jürgen Drews – Ein Bett im Kornfeld): Das mittlere Tempo erzeugt Ausgeglichenheit und hilft gegen Stress-Symptome. Kann darüber auch motivationssteigernd wirken. Frequenz: 110 Hz. © dpa

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