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Diskriminierungs-Vorwürfe

„Kevin – Allein in New York“: Rassismus-Skandal um Film – jetzt zieht Netflix Konsequenzen

Netflix zog nun die Konsequenzen aus dem Rassismus-Skandal rund um „Kevin – Allein in New York“. Der Film muss neu vertont werden.

Deutschland – Kaum jemand kommt in der Weihnachtszeit um den beliebten Klassiker „Kevin - Allein in New York“* herum. Die Komödie aus dem Jahr 1992 schauen in der besinnlichen Zeit und darüber hinaus Millionen an. Doch nun gab es Rassismus-Vorwürfe, die den Streaminganbieter Netflix zur Entscheidung gezwungen haben, berichtet RUHR24.de*.

„Kevin – Allein in New York“: Rassismus-Skandal um beliebten Weihnachtsfilm

Durch die Kevin-Reihe ist vor allem Schauspieler Macaulay Culkin (40) berühmt geworden. Während normalerweise Culkin derjenige ist, der für schlechte Schlagzeilen sorgt, ist es nun sogar der Film selbst, der Probleme macht. In der deutschen Synchronisation des Filmes taucht nicht nur das Wort I-Wort auf, welches für ein indigenes Volk steht, sondern auch das deutlich rassistische N-Wort.

Das Unfassbare: In der amerikanischen Originalfassung sind diese Wörter gar nicht zu hören, sie sind also lediglich bei der deutschen Synchronisation entstanden. Das ist der Schauspielerin Thelma Buabeng (39) aufgefallen, die sich in der Weihnachtszeit „Kevin – Allein in New York“ angeschaut hat und es nicht fassen konnte, dass in der deutschen Synchronisation solche Worte gewählt wurden.

Schauspielerin Thelma Buabeng macht Rassismus-Skandal bei „Kevin – Allein in New York“ öffentlich

Auf Instagram zeigte sich die Schauspielerin empört: „Ich war wirklich fassungslos. Wie kann es sein, dass sich ein deutsches Synchronstudio völlig unnötige rassistische Übersetzungen zu einem Kinder- beziehungsweise Familienfilm ausdenkt? Tatsächlich ausgedacht, denn im englischen Original ist weder die Sprache von dem I-Wort noch vom N-Wort. Das ist an Ignoranz und Respektlosigkeit gegenüber indigenen und schwarzen Menschen gar nicht zu übertreffen.“

Tausende Follower sahen das ähnlich wie Thelma Buabeng und unterstützen die heftigen Vorwürfe der Schauspielerin. Sie forderten anschließend die Neuvertonung des Originals. Und tatsächlich: Netflix, wo bald auch Podcasts starten sollen*, soll sich bei ihr gemeldet und versichert haben, dass sie die betreffenden Passagen ändern und neu synchronisieren werden.

Netflix ändern „Kevin – Allein in New York“ ab: Neuvertonung nach rassistischen Wörtern

Außerdem entschuldigte sich der Streamingdienst bei der Schauspielerin für die rassistischen Äußerungen. Damit scheint sich Thelma Buabeng zufriedenzugeben, sie lobt öffentlich das Vorgehen des Unternehmens. Allerdings: Die Schauspielerin bekam nicht nur viele Lobeshymnen, sondern vor allem auch ordentlich Anfeindungen.

Schauspielerin Thelma Buabeng steht seit 2003 auf der Bühne. So ist sie nicht nur als Theaterschauspielerin erfolgreich, sondern war auch in dem Kinofilm „Es lebe der Punk“ und dem TV-Film „Das Adlon“ (ZDF) zu sehen.

Doch dazu hat die 39-Jährige eine klare Meinung: „Ich bin nicht die Synchron-Polizei. Ich wollte lediglich auf Rassismus in einem Familienfilm hinweisen. Natürlich bin ich grundsätzlich nicht für Zensur. Aber bei Kinderfilmen wie Pippi Langstrumpf, oder in ausgedachter Form wie bei Kevin, muss das N-Wort wirklich nicht vorkommen.“

Sorgte für Neusynchronisation von „Kevin – Allein in New York“: Thelma Buabeng spricht sich gegen Rassismus aus

Und weiter: „Wir leben alle in rassistischen Strukturen, man muss kein Rassist sein, um rassistische Dinge zu sagen. Ich lerne auch immer noch dazu. Das ist oft mühsam und anstrengend. Ich möchte auch nicht immer über Rassismus sprechen, aber die Realität holt mich ein, wenn ich an Weihnachten vorm Fernseher sitze und dieses Wort höre“, erklärt sie gegenüber RTL. *RUHR24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Aufgrund von Rassismus und Diskriminierung, unter anderem durch das N- und das I-Wort für bestimmte Bevölkerungsgruppen, hat sich die Autorin dazu entschieden, die beiden Wörter in diesem Artikel nicht auszuschreiben.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Disney+

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