Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kasperltheater

Kinofilm „Split“: Prätentiöse Bedeutsamkeitshuberei

Kinostart - "Split"
+
Kinostart - "Split"

München - M. Night Shyamalan will in „Split“ von Außenseitern erzählen – und driftet ins Alberne ab.

Das wahre Markenzeichen von M. Night Shyamalan sind nicht (pseudo-)überraschende Schlusswendungen. Es ist seine prätentiöse Bedeutsamkeitshuberei. Am besten ist er, wenn das mit dem Gewicht der Geschichte in Balance ist („The Village“) oder wenn er etwas locker lässt (der unterschätzte „The Visit“). „Split“ hingegen ist der Ernstfall. Der Film kommt daher mit grämlicher Miene und schleppendem Gang einer veritablen Tragödie. Die Grundkonstellation hätte durchaus einen brauchbaren psychologischen Kammerspiel-Thriller abgeben können, wäre sie am Boden plausibler Figurenzeichnung geblieben. Drei Frauen werden von einem Mann mit multipler Persönlichkeit entführt. Aber schon schleicht sich die Absurdität ein. Die 23 Ichs im Kopf des Manns kämpfen gegen die Ankunft eines bedrohlichen 24. Selbst.

Dann geht’s dahin: Zwei Figuren werden dem Film zu bloßem Kanonenfutter; (Kindes-)Missbrauch vom Thema zum Zahnrädchen der Handlung; psychische Krankheit zum Kasperltheater. Der Film will etwas sagen über Außenseiter, doch je mehr seiner überdehnten Laufzeit verstreicht, desto mehr dreht er in albernste Genre-Exzesse ab. Freilich sind trashige B-Pictures legitim – nur nervig, wenn ihr Zweit-Ego sich für einen Oscar-Anwärter hält.

„Split“

mit James McAvoy Regie: M. Night Shyamalan Laufzeit: 117 Minuten

Erträglich

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Unbreakable“ mochten.

Kommentare