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Mit Verlosung: Exklusive Kinostart-Tickets für unsere Leser

„Willkommen in Siegheilkirchen“ – Marcus H. Rosenmüller und die bitterböse Geschichte eines Rotzbuben

Tickets zum Kinostart von „Willkommen in Siegheilkirchen“ zu gewinnen
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Anfang Juli kommt der Animationsfilm ins Kino; wir verlosen jeweils 3x2 Premierentickets für die Vorführungen in Bad Reichenhall und Prien.

Wer den tiefschwarzen, anarchistischen Humor im Stil von „Muttertag“ mag, wird den neuen Film von Marcus H. Rosenmüller bedingungslos feiern. Und das Beste: Wir haben exklusive VIP-Tickets für die Vorführungen in Bad Reichenhall und Prien für Euch.

Bereits im Alter von sechs Jahren machte sich Manfred Deix in seiner niederösterreichischen Heimat St. Pölten einen Namen: Durch „Verkäufe von Nackertzeichnungen an die aufgeweckteren Mitschüler“ sorgte er dabei für reges Aufsehen, wie er selbst schrieb. Mit neun malte er ein erotisches Daumenkino einer Frau, die sich auszieht. „Das Höschen hat sie anbehalten,“ erzählte er später, „weil ich nicht wusste, wie es darunter aussieht.“ Mit elf Jahren nahm der Ausnahme-Künstler an einem Zeichenwettbewerb des österreichischen Rundfunks ORF teil; und wurde prompt disqualifiziert. Die Begründung: „Wir wollen Zeichnungen von Kindern, aber nicht von Erwachsenen und Profis.“ Der Lebensgeschichte des jungen Manfred Deix widmet der bayerische Filmemacher Marcus H. Rosenmüller jetzt einen Film der etwas anderen Art: Mit „Willkommen in Siegheilkirchen“ stößt der gebürtige Tegernseer gleich in mehrfacher Hinsicht in „fremde Gefilde“ vor.

„Karikatur ohne Bissigkeit, Drastik, Schärfe ergibt für mich keinen Sinn.“ - Manfred Deix

Gleich von Beginn an spricht der Animationsfilm von Marcus H. Rosenmüller (Regie, „Wer früher stirbt, ist länger tot“) und Santiago López Jover (Animation, „Ein Hologram für den König“) eine klare Sprache: Siegheilkirchen ist die Hölle. Alles ist eng, die Herzen, die Stirnen und die Hosen. Hinterlistige Frömmler und notgeile Alt-Nazis haben das Sagen, von der Schule bis zum Stammtisch. Wir befinden uns in einer Kleinstadt im Österreich der 1960er. Der Wirt hat seit dem Krieg nur noch einen Arm und einen begabten Sohn. Ja, zeichnen kann er, der „Rotzbub“, das bemerkt auch Onkel Neidhardt, als er die raffinierten Aktzeichnungen seines Neffen in die Hände bekommt.

Die Roma mit dem klingenden Namen Mariolina verdreht dem Rotzbub ordentlich den Kopf.

Das Anrühren von Farben macht das Leben aber auch nicht bunter. Richtig facettenreich sind eigentlich nur die herausfordernden Blicke von Mariolina, die neuerdings mit Mama und Familie in sicherem Abstand jenseits der Ortstafeln
kampiert. Am Ende lässt der Herr zwar nicht Hirn regnen, aber jedenfalls etwas, das auch ganz gut nach Siegheilkirchen
passt. Dem Rotzbub, so viel wissen wir, steht eine gute Zeit bevor. Weil er wird einmal Manfred Deix.

„Poetisch, rotzfrech, derb und überraschend“

Manfred Deix hat zu Lebzeiten das Drehbuch abgenommen und durch seine Lebensgeschichte viele dramaturgische Ereignisse geliefert. Aber noch mehr als dramaturgisch hat er uns mit seinem Casting bereichert: Alle Figuren in ‚Willkommen in Siegheilkirchen‘ sind ja seinem Schaffen entnommen. Wir haben nur ganz wenige Figuren neu kreiert“, erzählt Regisseur Marcus H. Rosenmüller über den künstlerischen sowie inhaltlichen Mentor des Films. Sein erstes Animationsprojekt charakterisiert Rosenmüller dabei als völlig neue Erfahrung: „Alleine hätte ich es nie geschafft. Daher kam vor ein paar Jahren Santiago López Jover als Co-Regisseur an Bord, der ein klares Know-how und sehr viel Gefühl für die Figurenumsetzung mitgebracht hat. Die Figuren habe ich übrigens vom ersten Augenblick an behandelt wie in einem normalen Spielfilm.“

„Manfred Deix ist ein geschickter Schütze, der sein Ziel mit der Präzision eines Wilhelm Tell in seiner besten Stunde trifft.“ - Billy Wilder

Deix ist ein ganz großer Künstler. Und ich bin auch sehr stolz, dass die Produzenten auf mich zugekommen sind, um mir vorzuschlagen, dabei zu sein. Ich habe selbst sehr viel Zeit an solchen Wirtshausstammtischen, wie es in Siegheilkirchen einen gibt, verbracht und hab diese Eindrücke auch in ‚Wer früher stirbt, ist länger tot‘ eingebaut“, so Rosenmüller weiter. Die Animation habe sich somit als ideales Medium erwiesen, um dem Künstler gerecht zu werden. „Manfred hatte die Gabe, etwas Urösterreichisches in seinen verschiedensten Figuren zu manifestieren und wieder erkennbar zu machen. Es ist eine Mischung aus dem Liebenswürdigen, das in den Österreichern liegt, mit seinen ganzen Verunstaltungen und Kleinheiten und der Bösartigkeit, die im österreichischen oder im Wiener Charakter liegen,“ ergänzt Josef Aichholzer, der Produzent des Films. Und schließt mit einer Beschreibung von Billy Wilder: „Es gibt keinen größeren Psychoanalytiker der österreichischen Seele als den Manfred Deix.

3x2 VIP-Tickets für die Vorführungen in Bad Reichenhall und in Prien zu gewinnen

Für alle, die die irrwitzige und tiefschwarze Geschichte von Manfred Deix selbst erleben möchten, haben wir ein ganz besonderes Schmankerl parat: Wir verlosen in Zusammenarbeit mit Filmpresse Meuser 3x2 VIP-Tickets für den Kinostart in Bad Reichenhall und auch für die erste Vorführung in Prien am Chiemsee. Alles was Ihr dafür machen müsst ist, unseren Facebook-Post zu liken, in den Kommentaren Eure Begleitung zu markieren und zu schreiben, welche Vorstellung ihr besuchen wollt („Mike‘s“ oder „Park“). Die Auslosung findet dann spätestens am Dienstag, 5. Juli, statt.

Die Vorstellung im Park-Kino in Bad Reichenhall beginnt am 7. Juli um 18.45 Uhr; in Prien am Chiemsee geht es ebenfalls am 7. Juli um 20.15 Uhr los; in Mike‘s Kino. Marcus H. Rosenmüller ist bei beiden Vorstellungen vor Ort und steht zu seinem neuesten Werk Rede und Antwort. Die glücklichen Gewinner setzen wir mit einer Begleitperson direkt auf die Gästeliste; viel Erfolg!

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