In bekannter TV-Sendung

Hartz-IV-Paar verhöhnt dreist das Amt - und will einen Whirlpool

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"Armes Deutschland": Isabella und Dennis leben seit Jahren auf Kosten des Staates - und haben nicht vor, daran etwas zu ändern.

München/Köln - In der Sendung „Armes Deutschland“ sieht man ja ohnehin einige kuriose Personen. Doch das Paar Dennis und Isabella toppt wohl alles, was man in der RTL2-Sendung so sieht.

Die beiden machen überhaupt keinen Hehl daraus, dass sie nicht vorhaben, sich in der Zukunft Arbeit zu suchen und so nicht mehr vom Amt abhängig zu sein.

Aber als wären solche Aussagen im TV nicht schon gewagt genug, zeigen die beiden offen ihren Unmut über die vom Staat zur Verfügung gestellten Wohnungen. So wird zum Beispiel ein Whirlpool schmerzlich vermisst.

"Es gibt genug Leute, die für mich das Geld verdienen" 

Seit mehr als 10 Jahren leben Dennis und Isabella von Hartz IV. Wie lange genau, das können sie nicht mehr sagen. Sie ziehen von Wohnung zu Wohnung, mit keiner sind sie wirklich zufrieden. Der 35-Jährige schimpft während der Sendung unermüdlich, wie sehr er das Job-Center und den Staat hasse.

Doch arbeiten zu gehen, um nicht mehr von seinen Erzfeinden abhängig zu sein, kommt für ihn nicht in Frage. „Zum Glück lebe ich in Deutschland. Wofür soll ich denn arbeiten? Es gibt genug Leute, die für mich das Geld verdienen“, meint Dennis und legt noch einen hinterher: „Ich bin froh, dass ich von der Steuer leben kann“.

Seine Frau Isabella steht währenddessen schüchtern neben ihm, hat aber offenbar die gleichen Ansichten. Es sei aus finanzieller Sicht ja egal, ob man arbeiten gehe oder vom Job-Center lebe. Nach dieser Feststellung unterstreicht Dennis seine Meinung nochmals und sagt: „So oder so zahlt das Amt eh alles bis an mein Lebensende. Ich werde hier keinen Finger mehr krumm machen.“ Isabella nickt und lacht.

Dennis und Isabella wollen einen Whirlpool 

Seit mehreren Jahren begleitet RTL2 das Hartz-IV-Paar. 2015 hatten die beiden noch eine Wohnung, mussten sie aber aufgrund einer Zwangsräumung verlassen. Dennis und Isabella hatten immense Mietschulden, weil sie das Geld, das sie vom Staat für die Wohnung bekommen hatten, für andere Dinge ausgaben. Auf Staatskosten musste ihre Wohnung geräumt und die Möbel in Containern untergebracht werden.

Die beiden kümmerte die Zwangsräumung offenbar wenig. Kurz danach waren sie obdachlos, bekamen jedoch wieder eine Wohnung vom Amt - mit Balkon. Doch Dennis war so gar nicht begeistert von seinem neuen Zuhause. Dafür hatte er gleich mehrere Gründe. Erstens sei ihm die Dachgeschosswohnung zu weit oben, zweitens mussten die beiden beim Einzug anscheinend viel putzen, drittens sei die Nachbarschaft „unterste Würde“. Auch das Badezimmer sei viel zu eng.

"Ein Knasti hat mehr Platz als ich"

Auf die Frage der Reporterin, wie denn die optimale Wohnung aussehen sollte, antwortete er dreist: „Eine schöne Wohnung mit Wintergarten, mit Pool, vielleicht auch einem Whirlpool, eine Haushälterin. Das müsste das Amt schon zur Verfügung stellen“.

Dennis stänkert bei „Armes Deutschland“ in einem durch. Vor allem die Wohnungen des Amtes seien das Letzte.

Mittlerweile haben Dennis und Isabella wieder kein Dach über dem Kopf, können aber in einem Obdachlosen-Hotel leben. Das Zimmer sei jedoch das „letzte Loch“ und ein „Rattenkäfig“, wie der 35-jährige Hartz-IV-Empfänger findet. „Wenn man denkt, ein Knasti hat mehr Platz als ich. Der hat wenigstens noch Essen am Tag, wo er sich nicht drum kümmern muss. Hier kriegt man nichts, nicht mal Wäsche, gar nichts!“, stänkert er weiter.

"Armes Deutschland" bei RTL2: "Irgendeine Ausrede gibt‘s immer"

Doch wie ist es überhaupt möglich, dass Dennis und seine Frau so lange Hartz IV beziehen können, ohne jemals auch nur für kurze Zeit zu arbeiten? Der 35-Jährige sagt bei RTL2, er gehe regelmäßig zu Terminen mit dem Job-Center. Die Mitarbeiter würden ihm Stellen empfehlen, deswegen sei er auch weiterhin qualifiziert für Hartz IV. Er sage ja nie, dass er nicht arbeiten möchte, nur dass er die bestimmte Arbeit nicht ausüben könne. Als er zum Beispiel als Putzmann arbeiten hätte sollen, behauptete er einfach, gegen die Reiniger allergisch zu sein. "Irgendeine Ausrede gibt´s immer. Zwingen dürfen sie mich nämlich nicht", gibt Dennis unverfroren zu.

Die Mitarbeiter im Job-Center hätten sicher nichts gegen seine Einstellung, meint er. Denn wäre er nicht seit über zehn Jahren Hartz-IV-Empfänger, hätten „die Leute beim Amt keine Arbeit“. So dokumentiert „Armes Deutschland“ Folge für Folge, wie Isabella und vor allem Dennis auf Staatskosten leben - und nicht daran denken, etwas zurückzuzahlen. Nicht einmal für die fünf Kinder des Paares, die in Pflegefamilien wohnen, wollen sie zahlen. Das Jugendamt würde nämlich „Menschenhandel“ betreiben, so etwas würden sie nicht unterstützen.

mef/tz.de

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