Urgestein kündigt TV-Abschied an

Frank Elstner hört auf: "Was am Ende das Rennen macht, das Alter oder Parkinson..."

Moderator Frank Elstner
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Moderator Frank Elstner steht beim RTL Jahresrückblick "2019! Menschen, Bilder, Emotionen" im Studio. TV-Urgestein Frank Elstner will sich zurückziehen und seine letzte Show beim Streamingdienst Netflix zeigen.

Berlin - TV-Urgestein Frank Elstner (78), welcher seit 2014 an Parkinson leidet, will sich aus dem Showbusiness  zurückziehen und zeigt seine letzte Show beim Streamingdienst Netflix. 

Frank Elstner gilt als einer der wichtigsten Showentwickler im deutschsprachigen Raum. Er gilt als Erfinder von "Wetten, dass...?" und moderierte lange Zeit Zuschauermagneten wie "Verstehen Sie Spaß", "Die Montagsmaler" oder "Spiel ohne Grenzen". Der 78-Jährige zählt zu den absoluten Vorreitern der deutschen Fernsehbranche und hat mit seiner emphatischen und sympathischen Art TV-Geschichte geschrieben.

Nun soll endgültig Schluss sein. Mit der zweiten Staffel der

Talkshow "Wetten, das war's..?"

will Elstner für immer abschließen. Während die ersten Folgen dieses Formats auf der Plattform Youtube veröffentlicht wurden, ist die

neue Staffel ab 12. Juni 2020 auf Netflix

abrufbar. 

Joko Winterscheid, Lena Meyer-Landrut und Daniel Brühl zu Gast 

Das Konzept: Als Gastgeber sitzt Elstner auf der Bühne des Kölner Senftöpfchen Theaters immer einem prominenten Gast gegenüber, der sich mit ihm unterhält.

"Ein Gespräch ist kein Boxkampf. Es geht nicht ums Gewinnen. Vielmehr ist es ein Geschenk. Und diese Sendung ist mein letztes an Sie", sagte Elstner der Bild-Zeitung. Die Gäste der letzten Folgen sind Klaas Heufer-Umlauf, Joko Winterscheidt, Lena Meyer-Landrut, Charlotte Roche und Daniel Brühl.

Optimist Elstner über Parkinson-Erkrankung: "Ich habe Glück"

Seine Parkinson-Erkrankung, welche 2014 diagnostiziert wurde, sei nicht der Grund für seinen Abschied. Der Fernsehmoderator Frank Elstner bleibt trotz seiner Parkinson-Erkrankung immer optimistisch. "Ich habe Glück. Meine Hände zittern, aber sonst habe ich nur Nacken- und Rückenschmerzen", sagte der 78-Jährige erst vor Kurzem der Zeitschrift Bunte. Zwar sei die Krankheit im Moment nicht heilbar. Doch es gebe immer neue Möglichkeiten. "Optimist, der ich bin, glaube ich, dass ich das wieder loswerde.

Elstner hatte die Erkrankung im April 2019 öffentlich gemacht und unterstützt seitdem z.B. die "Parkinson Stiftung". "Wir wollen informieren, Mut machen und Geld für Forschung sammeln, die zu besseren Behandlungsmethoden führt. Vor allem wollen wir Betroffene motivieren, sich über die Erkrankung zu informieren und aktiv die Forschung zu unterstützen"

Im Zuge seines Rücktritts sagte Frank Elstner zum Abschluss im Gespräch mit der Bild-Zeitung. "Parkinson schränkt mein Leben im Moment Gott sei Dank nicht ein. Was am Ende das Rennen macht, das Alter oder Parkinson, bleibt hoffentlich noch ganz lange spannend!"

mz/dpa

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