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Promi-Eklat im TV

Karnevals-Panne: Neuer Rassismus-Skandal beim WDR löst heftigen Shitstorm aus

Bei einer WDR-Sendung zum Karneval 2021 hat es einen weiteren Rassimus-Eklat gegeben (Symbolbild).
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Bei einer WDR-Sendung zum Karneval 2021 hat es einen weiteren Rassimus-Eklat gegeben (Symbolbild).

Bei einer Karnevalssendung im WDR hat es einen erneuten Rassismus-Vorfall gegeben. Auf Twitter reagiert der TV-Sender auf die Panne.

NRW - Die Übertragung einer Karnevalssendung sollte die Zuschauer Zuhause vor dem Bildschirm eigentlich in Feierlaune bringen. Doch stattdessen unterläuft dem WDR eine weitere Rassismus-Panne, wie RUHR24.de* berichtet.

FernsehnetzwerkWestdeutscher Rundfunk (WDR)
CEOTom Buhrow (1. Juli 2013–)
FernsehenWDR Fernsehen
HauptsitzKöln
IntendantTom Buhrow

Karneval im WDR: Bemalte Männer sorgen für erneuten Rassismus-Skandal

Der Karneval 2021 musste wegen der Corona-Pandemie in NRW und den anderen Bundesländern Deutschlands ins Wasser fallen (alle Infos zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker bei RUHR24). „Alaaf“ und Kamelle konnten die Jecken daher nur im Fernsehen anschauen. Doch bei dem Programm des WDR lief es nach einem missglückten Karnevals-Sketch* wieder anders als geplant.

Aufgrund der Situation um Covid-19 sahen die Zuschauer passend zum Karneval ein Best-Of der Sendung „Jet zo fiere! Das Beste aus der Verleihung des Ordens ‚Wider den tierischen Ernst“. Doch die feierliche Stimmung vor dem TV kippte schnell. Grund dafür waren zwei verkleidete Personen.

In einem kurzen Video sah das Publikum, wie Promi-Dame Désirée Nick (64) als Pharaonin zu Karneval verkleidet* an einem passend gestalteten Rednerpult stand. Neben ihr: nicht nur eine Frau, die ihr mit einem Palmwedel Luft zu fächert, sondern auch zwei Männer in knappem Kostüm als Ägypter. Das Problem: Die Beiden waren von Kopf bis Fuß mit schwarzer Farbe angemalt. „Blackfacing“ nennt sich diese Art von Rassismus und ist sowohl für das Publikum als auch für den WDR ein No-Go.

Viele WDR-Zuschauer wütend - nicht der erste Rassismus-Eklat

Für viele Zuschauer steht direkt fest: Diese Szene zu zeigen, ist nicht akzeptabel. Zu der Fake-Hautfarbe kommt, dass die Männer der hellhäutigen Pharaonin in deren Rolle unterwürfig sind.

Auf Twitter ist daher die Aufregung groß. So schreibt eine Nutzerin zu einem Foto der Szene: „Hey @WDR ihr wollt halt auch einfach nichts lernen, oder? Rassistische Sprache diskutieren und jetzt Blackfacing ausstrahlen? Und jetzt kommt mir nicht mit Wiederholung und Entschuldigungen!“

In der WDR-Talkshow „Die letzte Instanz“ haben Kunze, Hallaschka, Beisenherz, Milski und Gottschalk über Rassismus gesprochen.

Mit dem Kommentar zur rassistischen Sprache bezieht sich die Twitter-Nutzerin auf einen vorherigen Eklat des TV-Senders, den es Ende Januar gab. Dabei gab es heftige Kritik für eine Ausgabe der Sendung „Die letzte Instanz“. Dort hatten sich prominente Gäste über Themen wie die Namensänderung der Zigeunersauce und andere Gesprächsthemen mit Rassismus-Bezug unterhalten. Allerdings war unter den Teilnehmern der Diskussion, wozu beispielsweise TV-Legende Thomas Gottschalk (70) und Moderator Micky Beisenherz (43) gehörten, keine direkt betroffene Person.

Nach wütenden Zuschauern - WDR reagiert auf Twitter

Der WDR entschuldigte sich kurz darauf für den Eklat bei „Die letzte Instanz“. Auch beim erneuten Skandal hat der öffentlich-rechtliche Sender kurz darauf ein Statement auf Twitter veröffentlicht, um die Karnevals-Panne zu erklären.

In der Stellungnahme heißt es: „Diese Szene aus 2010 hätte nicht in den Zusammenschnitt aufgenommen werden dürfen. ‚Blackfacing‘ ist rassistisch.“ Zudem hat der TV-Sender kurzerhand auch Taten folgen lassen und erklärt weiter: „Wir haben die entsprechenden Bilder in der Mediathek durch eine Texttafel ersetzt, mit der wir auf die Problematik hinweisen.“

Der WDR hat zum Karneval einen erneuten Skandal entfacht.

Neben dem Geständnis gelobt der WDR künftig Besserung mit den Worten „So etwas darf uns nicht passieren - erst recht nicht nach den Diskussionen der vergangenen Wochen. Und es zeigt: Wir haben hier noch viel zu tun“.

Reaktion des WDR zu wenig? Viele Zuschauer fordern drastischen Schritt

Doch den Twitter-Mitgliedern scheint das nicht zu reichen. So kommentiert eine Person: „Das ist einfach viel zu wenig. Die Messlatte liegt eh schon verdammt niedrig und selbst das schafft ihr nicht.“ Jemand anderes pflichtet dem Nutzer bei und kommentiert „langsam wird es peinlich“ in Richtung des WDR.

Andere fordern nun den Rücktritt von WDR-Intendant Tom Buhrow (62) und können einen erneuten derartigen Patzer nicht akzeptieren. Es bleibt also abzuwarten, ob dies die letzte derartige Panne des TV- und Radiosenders bleibt. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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