"Wer wird Millionär" 

Kandidat kontert frech Günther Jauch - Moderator: "Leider gut"

20 Jahre "Wer wird Millionär?"
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Bei seiner "Wer wird Millionär"-Sendung am Dienstag musste Günther Jauch auf seine Sticherlei eine kräftige Retourkutsche einstecken.

Faustdick hinter den Ohren hatte es am Dienstagabend (17. März) "Wer wird Millionär"-Kandidat Eric Gressel aus Paderborn. Weil Günther Jauch keinen Uni-Abschluss hat, kassierte er von Gressel einen hämischen Spruch.

Doch von Anfang an: Nachdem Musiklehrer Erik Gressel (36) die 4000-Euro-Frage souverän beantwortet hatte, fragte der Moderator den zweifachen Familienvater: „Wenn sie hier schon so einen überlegenen Eindruck machen, warum haben sie denn bis zur Beendigung ihres Studiums sage und schreibe keine acht, keine zehn, keine 15, keine 20 sondern 21 Semester benötigt?“ 

Kandidat holt zu kräftiger Retourkutsche aus

Doch offenbar war Jauch in diesem Punkt nicht umfassend informiert. Grinsend korrigierte Gressel: „Nicht zur Beendigung meines Studiums, sondern nur des Bachelors.“ Aktuell studiere er noch parallel seinen Master. Jauchs Reaktion: Ein doch etwas gehässiger Lacher, den sich Jauch eventuell lieber verkniffen hätte. 

"Wer wird Millionär"-Kandidat Eric Gressel

Hier können Sie sich die Szene im Video anschaun

Der Kandidat holt nämlich zu einer kräftigen Retourkutsche aus: „Dafür habe ich allerdings den einzigen universitären Abschluss auf diesen beiden Stühlen hier. Ist das richtig?“ Tatsächlich hat der Jauch seinerzeit ein Jura-Studium abgebrochen und ist dann auf die Journalistenschule gegangen. Offenbar war Gressel über Jauchs Biografie bestens informiert. Für seinen Spruch erntete Gressel vom Publikum sogar Applaus. Jauch selbst war einen kurzen Moment sprachlos. Schließlich musste er zugeben: „Leider gut. Punkt für sie.“

Mohamed Ali verhilft zu 32.000 Euro

Gressel beweist auf dem Weg zum Gewinn von 32.000 Euro dann eine große Portion Mut und entpuppt sich dabei als waschechter Zocker. Bei der 32.000-Euro-Frage geht es darum, wer seit November 2019 den Fraktionsvorsitz der Linken inne hat. Als nach dem Telefonjoker auch der 50:50-Joker nicht für Klarheit sorgt, grübelt Gressel und es sieht kurz danach aus als würde er aufhören. 

Plötzlich sagt er trocken: "Antwort C - Mohamed Ali". Günther Jauch, der wohl ebenfalls damit rechnete, dass sein Kandidat das Handtuch wirft - um im Boxerjargon zu bleiben, denn alle Antworten ähneln ehemaligen Boxern -, fragte verduzt: "Wirklich?" Gressel entgegnet daraufhin: "Es ist nur ein Spiel."

Das Spielglück sollte ihn belohnen: Die Antwort ist richtig. Mohamed Ali führt seit November zusammen mit Dietmar Bartsch die Fraktion der Linken. Bei der nächsten Frage verlässt er sich jedoch nicht mehr auf sein Glück und hört mit 32.000 Euro auf. Für die Erfüllung seines Wunsches, sich ein eigenes Aufnahmestudio zu ermöglichen, sollte die Summe zumindet reichen.

mh/RTL.de

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