Zocker-Spezial bei „Wer wird Millionär?“

Psychologiestudent verzockt 749.000 Euro - selbst Jauch hat das „noch nicht erlebt“

Der Kölner Student Janos Pigerl schaffte es bis zur 750.000-Euro-Frage...
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Der Kölner Student Janos Pigerl schaffte es bis zur 750.000-Euro-Frage...

Bei „Wer wird Millionär – Das große Zocker-Special“ am Montagabend (11. Januar) haben zwei Kandidaten schon fast den Hauptgewinn – zwei Millionen Euro – gewittert. Doch dann kam der heftige Absturz.

Köln - Wenn bei „Wer wird Millionär?“ gezockt wird, geht es meistens heiß her. Aber das, was die beiden Kandidaten Janos Pigerl und Niklas Bayer, genannt Eynck, da abgeliefert haben, das übertrifft sogar alles, was Moderator Günther Jauch bislang bei „Wer wird Millionär?“ erlebt hat. Sie wussten so viel, riskierten alles, hatten einen sechsstelligen Gewinnbereich schon sicher und dann kam der Absturz.

Janos Pigerl war nur noch zwei Fragen von zwei Millionen Euro entfernt

Das ganz große Geld, für den Studenten aus Köln war es wirklich zum Greifen nah. Und zumindest für die 750.000-Euro-Frage hätten die Voraussetzungen kaum besser sein können. Noch zwei Joker im Gepäck und mit einer Sportfrage genau sein Steckenpferd erwischt. Doch dann lief irgendwie alles im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Ruder.

...doch eine Sportfrage wurde für ihn zum Stolperstein.

„In welcher Sportart konnten deutsche Athleten bei Olympischen Spielen bisher am häufigsten Gold für ihr Land gewinnen?“ lautete die Frage. Zur Antwort standen A: Pferdesport, B: Schwimmen, C: Leichtathletik oder D: Rudern. Nachdem Pigerl den 50:50-Joker wählte blieben C und D stehen und der Student entschied sich für D. Er war sich sicher, es zu wissen, wollte nicht absichern – ließ einloggen.

Pigerl entschied sich für D, bevor Jauch zur Auflösung ansetzte. In einer Sportart seien es 72, in der anderen 64 Gold-Medaillen. Da ging dem Kandidaten schon sichtbar die Pumpe. Vielleicht ahnte er da bereits, was Jauch dann aussprechen sollte: „Die richtige Antwort ist Leichtathletik“. „Scheiße“, kommt es da leise von Pigerl, der dementsprechend auf 1000 Euro runterrasselt. „Ja, so ein bisschen auf dem falschen Fuß erwischt. Falsch getippt – so läuft‘s halt manchmal“, reflektiert er im Nachhinein. Vielleicht tröstete ihn ja Günther Jauchs Kompliment: „Sie waren einer der besten, überlegtesten und souveränsten Kandidaten, die wir je hatten!“

Ein Kinderlied brachte Niklas Bayer, genannt Eynck, zu Fall

Gleich im Anschluss kam Niklas Bayer, genannt Eynck, auf den Ratestuhl, Psychologe aus Dortmund, leidenschaftlicher Pokerspieler und ebenfalls ein echtes Zockernaturell, wie sich schnell rausstellte. Mit Köpfchen und einer gewissen Methodik wollte er sich den zwei Millionen nähern. Schließlich hatte er im Vorfeld den Joker-Einsatz bei „Wer wird Millionär?“ und dessen Effektivität genau analysiert.

Der Psychologe Niklas „Eynck“ Bayer aus Dortmund pokerte bei der 125.000-Euro-Frage hoch... und fiel tief

Doch die Wirklichkeit sah dann doch anders aus. Seinen eigenen Recherchen entgegen sparte er sich den Zusatzjoker bis zuletzt auf und besiegelte damit seinen Untergang. Als Kandidaten-Joker riet ihm die ehemalige Muttertags-Kandidatin Andrea Bringenberg nämlich leider zur falschen Antwort. Gesucht war bei der 125.000-Euro-Frage der Bräutigam im bekannten Kinderlied „Die Vogelhochzeit“ – und das ist nun mal die Drossel und nicht die Amsel, wodurch auch der zweite Kandidat mit einem mageren Gewinn von 1000 Euro nach Hause gehen musste.

Jauch blickt ungläubig zurück: „Wahnsinn“

Ein Ergebnis, das auch den routinierten Show-Master ungläubig zurückblicken lässt: „Also wir haben ja schon viele Sendungen erlebt, aber das ist ne besondere, die einem im Gedächtnis bleibt. Superclevere Kandidaten, die sich auch super durchzocken. (...) Und dann sind die ganz weit oben und donnern beide auf 1000 Euro runter, bei Fragen, die zumindest banal klingen“, erklärt Jauch im Nachhinein. „Wahnsinn, habe ich so in der Ballung noch nicht erlebt“, kommentiert Jauch die Folge.

mh

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