Unbezahlt und unterschätzt

Gleichberechtigung - so viel müsste eine Hausfrau und Mutter jährlich gezahlt bekommen

Eine Frau mit Kind auf dem Arm, während sie kocht
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Gleichberechtigung - so viel müsste eine Hausfrau und Mutter jährlich gezahlt bekommen (Symbolbild)

Von wegen Gleichberechtigung - Der Hausfrauen-Job bleibt unbezahlt und unterschätzt. Ein amerikanischer Blogger zeigt, wie viel Hausfrauen eigentlich verdienen müssten.

Texas - Kochen, putzen, einkaufen, waschen, Kinderbetreuung und vieles mehr gehören zu den alltäglichen Aufgaben einer Hausfrau. Das bisschen Haushalt macht sich eben doch nicht von allein, wie Johanna von Koczian 1977 sang. Auch über vierzig Jahre später bleibt die Arbeit einer Hausfrau unbezahlt und unterschätzt. Das findet auch Steven Nelms, ein amerikanischer Blogger. Dieser enthüllt sogar, wie viel Hausfrauen eigentlich verdienen sollten. Extratipp.com* berichtet.

Hausfrauen: unbezahlt und unterschätzt - Sie müssten mehr als 62.866,- verdienen

Während Steven Helms monatlich Gehalt kassiert, bleibt seine Frau Glory Zuhause bei den Kindern - natürlich ohne jeglichen Gehaltscheck. Keine Überraschung, schließlich gilt seine Frau zumindest gesellschaftlich als arbeitslos. Doch würden ihre Leistungen als professionell gelten, würde es ganz schön teuer für Steven Helms werden:

  • Fulltime-Nanny: € 31.161,-
    Reinigungskraft: € 4.420,-
    Private Einkäuferin: € 11.492,-
    Private Köchin: € 10.608,-
    Finanzmanager: €3.315,-
    PR-Manager (für Business-Essen): € 765,-
    Wäsche-Reinigung: € 1.105,-

Seine Frau würde demnach 62.866,- verdienen müssen. Mindestens - denn bei seiner Rechnung handelt es sich gerade einmal um die Durchschnittswerte. Und dieser Wert trifft wohl mehr oder weniger auf viele Hausfrauen, und natürlich auch Hausmänner zu. Unglaublich, was also ein:e professionelle:r Hausfrau/Hausmann kosten würde. Und mal ganz ehrlich, sind nicht alle Hausfrauen und -männer mehr als professionell? Steven Nelms teilte nach dieser Rechnung eine rührende Anerkennung an seine Frau auf seinem Blog:

„Ich könnte mir meine Frau als professionelle Arbeitskraft also gar nicht leisten. Und ich habe total versagt, ihr die Anerkennung zu geben, die sie verdient. […] Das ist also meine schräge Art ihr zu zeigen, wie sehr ich sie schätze: als meine Frau, die Mutter unseres Kindes und die Person, die mir immer den Rücken stärkt. Du bist wertvoller als jeder Rubin. Und ich kann mir dich eigentlich gar nicht leisten.“

Und damit ist Steven Nelms sicherlich nicht alleine. Wer könnte sich eine Hausfrau oder einen Hausmann schon leisten?

*extratipp.com ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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