Verbot durch Gericht

Missbrauchsopfer (14) darf nicht abtreiben

Ahmedabad - Ein 14-jähriges Mädchen wurde von einem Arzt vergewaltigt - und daraufhin schwanger. Nun stellte der Vater des Mädchens einen Antrag auf Spätabtreibung, ohne Erfolg:

Ein indischer Arzt vergewaltigte ein 14-jähriges Mädchen. Dieses wurde daraufhin schwanger - der Vater der Jugendlichen stellte daraufhin einen Antrag auf eine Spätabtreibung.

Doch das Oberste Gericht im Bundesstaat Gujarat verbot der 14-jährigen den Schwangerschaftsabbruch, wie auf spiegel.de zu lesen ist. Der Grund: Das indische Recht verbietet eine Abtreibung ab der 20. Schwangerschaftswoche. Leicht soll sich die zuständige Richterin die Entscheidung aber nicht gemacht haben: Sie sei sich des Schicksals des Vergewaltigungsopfers durchaus bewusst gewesen, doch das ungeborene Kind kann nichts für die Umstände seiner Zeugung.

Wie das Ungeborene aufwachsen wird, ist unklar- der Vater habe nicht genug Geld, das Kind zu ernähren. Die Mutter werde jedoch weiter zur Schule gehen und der Vater soll in Erwägung ziehen, sich an eine nächsthöhere gerichtliche Instant zu wenden.

bp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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