Kein Betrug, keine Masche: Geldgeschenk aus Übersee

1.200 Dollar von Trump: US-Geldregen für etliche Österreicher sorgt für Rätselraten

Geld aus den USA für Österreicher
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Geldgeschenk für Österreicher aus den USA.

Washington/Wien/Linz - Nicht schlecht gestaunt haben etliche Österreicher in den vergangenen Tagen: In Ihren Briefkästen befand sich unerwartete Post in Form eines US-Schecks im Wert von 1.200 Euro. Viele glaubten zunächst an einen Betrugsversuch. Doch der Brief ist echt.

1.200 Dollar, einfach mal so: Über ein solches Geschenk dürfen sich zur Zeit etliche Österreicher freuen. Zunächst wurde ein Fall eines Pensionisten aus Linz bekannt. Er fand einen Scheck über 1.200 US-Dollar (1.013,34 Euro) in seinem Postkasten. „Ich mache den Briefkasten auf und sehe da drinnen plötzlich United States Treasury und einen Scheck mit 1.200 US-Dollar mit der Widmung: economic impact payment, president Donald J. Trump“, erklärt er gegenüber dem „ORF“. Er macht sich umgehend auf den Weg zu seiner Bank. Die bestätigt ihm: Der Scheck ist echt. Wenige Tage später befindet sich das Geld auf seinem Konto.

Der Mann sollte nicht das einzige Empfänger des Briefs bleiben. Mittlerweile sind bereits über 100 Fälle von Österreichern bekannt, die Geld aus den USA erhielten. Der Pensionist aus Linz erklärte sich den Erhalt des Briefs damit, dass er in den 60-ern für zwei Jahre in den USA arbeitete. Doch inzwischen hat auch seine Frau einen Scheck erhalten. Und die war niemals in den USA.

Über die Herkunft der Schecks herrscht noch Rätselraten. Die wahrscheinlichste Erklärung: Die US-Administration hatte, um Menschen in der Corona-Krise vor finanziellen Nöten zu bewahren und den Konsum anzukurbeln, ab April Schecks an zahllose Menschen geschickt. US-Bürger mit einem Jahresgehalt von bis zu 75.000 Dollar erhielten Schecks von 1200 Dollar, berufstätige Paare mit einem Gehalt bis 150.000 Dollar entsprechend 2400 Dollar. Zusätzlich gab es pro Kind 500 Dollar. Doch es kam zu Datenpannen: Irrtümlich gingen auch Zahlungen an mehr als eine Million Tote.

Die Zahlungen an Österreicher dürften aller Wahrscheinlichkeit nach ebenfalls ihre Ursache in einer Datenpanne der US-Behörden haben. Wie ein Experte erklärt, könnten die USA das Geld zwar zurückfordern. Dies sei wegen des damit verbundenen Aufwands im Verhältnis zum Schaden aber eher unwahrscheinlich.

(dp)

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