Krupp-Manager Heine war an Bord

Thyssen-Krupp-Manager Erich Heine

Stuttgart - Unter den 26 deutschen Passagieren des vermissten Air-France-Flugzeugs befindet sich auch der 41 Jahre alte Thyssen-Krupp-Manager Erich Heine. ++ Mit Video ++

Unternehmenssprecherin Katja Embden bestätigte in Sao Paolo, dass der 41-jährige Heine unter den Fluggästen des Airbus A330-200 sei. Das meldet die Bild-Zeitung . Der mögliche Absturzort des verschwundenen Flugzeugs mit 228 Menschen an Bord befindet sich vermutlich auf halbem Weg zwischen der brasilianischen und der afrikanischen Küste. Das gab Air France am Abend bekannt.

Der dreifache Familienvater Heine wurde am am 1. Februar 2006 zum Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Steel AG ernannt. In dieser Funktion ist er für die Business Unit Steelmaking von ThyssenKrupp Steel verantwortlich. Erich Walter Heine wurde am 1. August 1967 in Südafrika geboren, wo er auch studierte und seine Karriere begann.

Für acht Angehörige, die am Montag am Stuttgarter Flughafen warteten, war die Nachricht vom Verschwinden des Flugzeugs besonders tragisch. Elf Menschen, die am frühen Nachmittag in Stuttgart eintreffen sollten, waren an Bord des Flugzeugs und sind bei dem Unglück vermutlich ums Leben gekommen, sagte der Kreisbereitschaftsleiter des DRK in Esslingen, Rolf Wieder, der dpa. Weder der Flughafen noch die Fluggesellschaft bestätigten diese Zahl.

Nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) war auch eine fünfköpfige Familie aus Stuttgart und dem nahe gelegenen Fellbach an Bord der Maschine. Es handele sich um eine Frau, ihre Eltern, die Schwester sowie deren zweijährige Tochter, schrieb der SWR auf seiner Internetseite. Die Familie habe sich zu einem rund einwöchigen Urlaub in Rio aufgehalten.

Als sein Team aus Psychologen und Pfarrern am Montagmittag zum Stuttgarter Flughafen gerufen wurde, hätten manche der Angehörigen noch gar nichts von dem Unglück gewusst, sagte Wieder. Andere hätten es im Radio gehört und seien völlig verzweifelt gewesen. "Man muss ihnen das Gefühl geben, dass sie in dieser Situation nicht allein sind", sagte der Helfer.

Unter den Wartenden seien zwei Brüder gewesen, die ihre Schwester in Empfang nehmen wollten. Ein Ehepaar habe auf seine Tochter und den Schwiegersohn geerwartet. Alle Angehörigen seien am Nachmittag schließlich nach Hause gegangen. Bei Bedarf könnten Sie sich jederzeit an einen Psychologen wenden.

Weil von der Maschine jede Spur fehlte, konnte niemand mit letzter Sicherheit sagen, ob die Passagiere wirklich tot sind. Für die Angehörigen in Stuttgart habe diese Ungewissheit alles noch viel schlimmer gemacht, sagte Wieder. "Je weniger Informationen man hat, umso mehr Fragen wirft es bei den Angehörigen auf." Und auch die Helfer wüssten oft nicht recht, was sie sagen sollen. "Wir wollen den Menschen Mut machen - aber falsche Hoffnungen zu wecken, das wäre völlig falsch", sagte der DRK-Kreisbereitschaftsleiter.

Das Flugzeug war auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris. Die Maschine mit der Flugnummer AF 447 verschwand in schwerem Tropengewitter über dem Atlantik vom Radar.

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