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Onkel fleht um Hilfe: Bitte helft uns, sie nach Hause zu bringen!

Ägypten-Urlaub wird zum Alptraum: Junge (6) stirbt an Lebensmittelvergiftung - Vater und schwangere Mutter in Klinik

Strand eines Luxushotels im Urlaubsort Sharm el Sheikh.
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Strand eines Luxushotels im Urlaubsort Sharm el Sheikh.

Die Ferien einer Familie aus Italien endeten in einem Albtraum: Ein kleiner Bub starb in Sharm el Sheikh an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung. Auch seine Eltern erkrankten schwer.

Die Unglücksserie von tragischen Unfällen in Ägypten geht weiter: Nachdem Anfang Woche bekannt wurde, dass zwei Frauen in Hurghada bei einem Hai-Angriff getötet worden sind, folgt die nächste Touristen-Tragödie. Statt erholsamen Sommerferien wurde die Reise nach Sharm el Sheikh für die Familie Mirabile zum Albtraum. Im beliebten Badeort starb der sechsjährige Andrea an einer Lebensmittelvergiftung, sein Vater Antonie befindet sich in kritischem Zustand.

Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Die Familie aus Sizilien plante eigentlich einen zweiwöchigen Urlaub am Roten Meer, als der kleine Andrea am vergangenen Freitag (1. Juli) plötzlich erkrankte. Innerhalb kürzester Zeit ging es dem Sechsjährigen sehr schlecht, woraufhin seine Eltern eine Arztpraxis aufsuchten. Dort habe man ihm eine Kochsalzlösung und drei Tabletten zur Behandlung von Lebensmittelvergiftungen gegeben.

Geholfen hat das offenbar nicht: „Meine Familienmitglieder kamen zurück ins Zimmer und erbrachen sich weiterhin, und das Gleiche am Samstagmorgen. Die Symptome sind nicht verschwunden. Also kontaktierten sie erneut den Arzt, der ihnen sagte, sie sollten am Nachmittag wiederkommen“.

Onkel fleht um Hilfe: Bitte helft uns, sie nach Hause zu bringen!

Das Paar rief daraufhin einen Krankenwagen und fuhr ins Krankenhaus. Trotz einstündiger Wiederbelebungsversuche konnte man für den sechsjährigen Andrea nichts mehr tun. Vater Antonio Mirabile kam bewusstlos ins Krankenhaus, mit Symptomen eines beginnenden Nierenversagens, mit einer vergrößerten Niere und Atemproblemen, berichtet sein Schwager.

Roberto Manosperti versucht darum nun alles, um seine schwangere Schwester und seinen Schwager so schnell wie möglich nach Italien bringen zu lassen. „Wir sehen keinen Ausweg aus diesem Albtraum, wir wollen unseren Schmerz zu Hause in Italien aushalten, aber wir wissen nicht, wie wir das anstellen sollen.“

Derzeit habe er keine gesicherten Informationen über den Zustand seines Schwagers, erklärt Manosperti bei „Giornale di Sicilia“ „Sie hatten eine Versicherung abgeschlossen und um einen Privatflug gebeten, aber sie brauchen die medizinischen Berichte des Krankenhauses, die nicht geliefert werden.“

Autopsie angeordnet

Das italienische Außenministerium, das italienische Konsulat sowie die italienische Botschaft in Ägypten sind über den Fall informiert. Sie sollen alle versichert haben, dass die Familie auf Staatskosten nach Palermo überführt wird, sobald sich die Situation verbessert hat und das Krankenhaus grünes Licht gibt.

Die ägyptische Justiz hat nun eine Untersuchung zum Tod des kleinen Andrea eingeleitet und eine Autopsie der Leiche des Kindes angeordnet. „Aber man hat uns gesagt, dass es Monate dauern wird, bis die Ergebnisse vorliegen“, sagt Manosperti. 

mh

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