Sechsstündige OP

Ärzte entfernen 915 Münzen aus Schildkröten-Magen

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Sechs Stunden lag diese 59 Kilo schwere Schildkröte auf dem OP-Tisch. Foto: Nuntarika Chansoe

Geld sollte man nicht essen. Das ist ungesund und gilt offensichtlich auch für Reptilien.

Bangkok (dpa) - Einer Schildkröte sind in Thailand fast 1000 Münzen aus dem Bauch operiert worden. Münzen in Teiche mit Schildkröten zu werfen, bringt nach der Vorstellung vieler Thais Glück und Langlebigkeit.

Wie die Universitätsklinik Chulalongkorn in der Hauptstadt Bangkok mitteilte, entfernten dort fünf Tierärzte am Montag dem 59 Kilogramm schweren Tier in einer sechsstündigen Operation 915 Münzen.

Das 25-jährige Suppenschildkrötenweibchen aus einem Teich in Sriracha, rund 120 Kilometer südöstlich von Bangkok, war in eine Schutzanlage der Marine gebracht worden und dort dadurch aufgefallen, dass es beim Schwimmen ein Bein nicht benutzte. Bei einer Röntgenuntersuchung und einer Computertomographie war im Magen von Omsin ("Sparschwein"), wie sie nun genannt wird - das Kleingeld entdeckt worden.

"Die Münzen kamen aus vielen Ländern, hauptsächlich in Asien", sagte die Ärztin Nantarika Chansue vor Reportern. "Nachdem wir die Münzen eine nach der anderen entfernt hatten, atmete die Schildkröte offensichtlich besser." Omsin soll sich zunächst erholen und dann zurück in die Natur gebracht werden.

Bilder der Schildkröte auf der Facebook-Seite einer Tierärztin (vor OP)

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