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„Stille Stunde“ in der Schweiz

Einkaufen ohne Musik: Aldi verrät die Hintergründe

Ist Ihnen das schon einmal aufgefallen: in einigen Einkaufsläden läuft Hintergrundmusik, in anderen nicht. Doch warum ist das so? Aldi erklärt nun seine Beweggründe.

München - Wer beim Shoppen durch die Innenstädte flaniert, kennt es: in den meisten Einkaufsläden wird Hintergrundmusik abgespielt. Mal ruhigere, mal schnellere Lieder, zwischendrin aktuelle Hits. Was für manche eine angenehme Atmosphäre schafft, ist für andere eine Beeinträchtigung. Besonders für Autisten, auf die Musik, Licht und Durchsagen anders wirken. In der Schweiz hat die Supermarktkette SPAR zuletzt eine sogenannte „stille Stunde“ eingeführt. Zweimal die Woche heißt es dort in ausgewählten Filialen für eine bestimmte Zeit: keine Musik, keine Lautsprecherdurchsagen und gedimmte Lichter.

Einkaufen ohne Musik: Aldi verrät die Hintergründe

Auch in Deutschland gibt es Einrichtungen, die komplett auf Hintergrundmusik verzichten. So auch der Discounter Aldi*. Das Unternehmen antwortete via Twitter auf einen Post des Aktivisten Raul Krauthausen, der sich für Inklusion und Barrierefreiheit einsetzt, in dem er auf die „stille Stunde“ in der Schweiz hinwies.

„Uns ist ein angenehmes und einfaches Einkaufen bei #ALDI Nord wichtig“, kommentierte der Account von Aldi Nord. „Wir setzen grundsätzlich keine Hintergrundmusik oder Werbedurchsagen in unseren Märkten ein. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommunizieren zudem über Headsets und nicht über Durchsagen miteinander“, stellte der Discounter klar.

Discounter spielen seltener Musik: Rationaler und bewusster Einkauf

Weitere Discounter wie Lidl* und Netto* verzichten ebenfalls auf Hintergrundmusik. Jens Lönneker, Diplom-Psychologe und Geschäftsführer des Kölner Meinungsforschungsinstituts „Rheingold Salon“ erklärte bei t-online, dass das mit dem Kaufverhalten der Kunden zusammenhängt. Kunden in Supermärkten, wie beispielsweise Rewe* und Kaufland*, wollen sich eher vom ausgiebigen Angebot inspirieren lassen und durch die Gänge flanieren Dabei hilft die eingesetzte Musik.

In Discountern hingegen gehe der Einkauf rationaler und bewusster vonstatten, so Lönneker. Durch das Weglassen der Musik werden Besucher demnach gar nicht erst dazu animiert, länger durch den Laden zu schlendern und sich am Ende möglicherweise noch gegen ein Produkt zu entscheiden. Das Ziel sei vielmehr, dass die Kunden „einfach die benötigten Produkte kaufen und gegebenenfalls noch ein paar Schnäppchen machen“. Neben dem Kaufverhalten gibt es allerdings auch noch weitere pikante Gründe*, warum manche Läden auf Musik verzichten und andere sie bewusst einsetzen. (ph) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer via www.imago-images.de

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