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Alpin-Drama in Kärnten

Suche nach vermisstem Schaf endet für Mann (43) tödlich - Bruder (38) muss hilflos zusehen

Sheep driven down from the mountains to the valleys
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Eingefangenes Schaf (Symbolbild).

Zu einem tödlichen Bergunfall bei der Suche nach einem vermissten Schaf ist es am Dienstag (18. Oktober) in Kärnten gekommen. Für einen 43-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Kärnten – Am Dienstag (18. Oktober) hielt sich seit den frühen Morgenstunden ein Brüderpaar aus dem Bezirk Spittal/Drau in der Reisseckgruppe in den dort befindlichen „Fleischwänden“ auf, um dort nach vermissten Schafen ihrer Herde Ausschau zu halten, bzw. diese zu suchen.

Gegen 12 Uhr konnten sie im Bereich einer steilen, nur schwer zugänglichen Felsrinne ein noch vermisstes Schaf ausfindig machen. Um zum Schaf zu gelangen, errichteten sie in einer Seehöhe von ca. 2540 Metern einen provisorischen Abseilstand, um sich damit ca. 50 Meter weit in die Steilrinne abzuseilen.

Gleichgewicht verloren, gestolpert und abgestürzt

Der 38-jährige Bruder seilte sich ab und hängte sich anschließend aus dem Abseilkarabiner wieder aus. Der 43-jährige Bruder verblieb in der Zwischenzeit am Standplatz. Nachdem der 38-Jährige das Schaf erreicht hatte, lief dieses plötzlich bergwärts in Richtung des 43-Jährigen. Als das Schaf in die Nähe des 43-Jährigen kam, versuchte dieser es einzufangen.

Aus bisher unbekannten Gründen verlor er dabei plötzlich das Gleichgewicht, bzw. stolperte und stürzte über eine ca. 45 Meter hohe, nahezu senkrechte Felswand in die Tiefe. Am Boden stürzte er weitere 30 Meter, sich mehrmals überschlagend talwärts.

Notärztin kann nur noch Tod feststellen

Um die Rettungskette in Gang setzen zu können, musste der Bruder wieder seilfrei und ungesichert zum Standplatz aufsteigen.
Nach dem Eintreffen der Notärztin konnte nur noch der Tod des 43-jährigen Mannes festgestellt werden. Der Verunglückte wurde vom Hubschrauber Libelle geborgen und in das Tal geflogen.

Der Bruder wurde anschließend von einer Hütte von der Bergrettung ins Tal begleitet. Im Einsatz standen ein Beamter der alpinen Einsatzgruppe Spittal/Drau, fünf Mann der Bergrettung Lieser-Maltatal sowie der Notarzthubschrauber RK1.

mh

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