Anklage gegen Zoodirektor wegen Tigertötung

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Bei einer Verurteilung drohen dem Zoodirektor eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Magdeburg - Wegen des Einschläferns von drei Tigerbabys hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Magdeburgs Zoodirektor Kai Perret erhoben.

Ihm wird der Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen, teilte das Amtsgericht Magdeburg am Freitag mit. Ob und wann es zur Verhandlung komme, werde das Gericht in den kommenden Wochen entscheiden.

Die drei Tigerbabys waren im Mai 2008 getötet worden, weil sie aus Sicht des Zoos für die Zucht ungeeignet waren. Vater “Taskan“ war entgegen ursprünglicher Annahmen kein reinrassiger Sibirischer Tiger. Die drei Jungen - zwei Männchen und ein Weibchen - waren kurz nach der Geburt eingeschläfert worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen im Januar zunächst mit der Begründung eingestellt, das Verfahren gegen Perret habe keine Hinweise auf strafbares Verhalten gebracht. Daraufhin hatten Tierschutzverbände bei der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg erfolgreich Beschwerde eingelegt. Nach neuen Ermittlungen erhob die Staatsanwaltschaft Magdeburg nun Anklage wegen des Verdachts der Tötung von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund, wie ein Sprecher des Amtsgerichtes mitteilte.

Bei einer Verurteilung drohten eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Vom Zoo Magdeburg war am Freitag keine Stellungnahme zu erhalten.

dpa

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