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Cold Case in Aschaffenburg

Cold Case in Aschaffenburg: Heiße Spur nach Jahrzehnten

Der Frühstückstempel im Schlosspark. 40 Jahre lang reichten die Beweise nicht aus - jetzt glauben die Ermittler das entscheidende Indiz gefunden zu haben.
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Der Frühstückstempel im Schlosspark. 40 Jahre lang reichten die Beweise nicht aus - jetzt glauben die Ermittler das entscheidende Indiz gefunden zu haben.

40 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen in Aschaffenburg steht nun ein Mann vor Gericht, der schon 1979 als Beschuldigter galt.

Es ist ein Cold Case, der dieser Tage in Aschaffenburg aufgerollt wird. Vor 40 Jahren wird ein 15 Jahre altes Mädchen vergewaltigt und getötet. Die Leiche der 15 Jahre alten Bürohelferin Christiane J. liegt am Main; eine Bluejeans, einen Slip und eine Handtasche findet ein Parkwächter am weißen Pavillon im Aschaffenburger Schlossgarten. Doch schnell nach der Tat im Dezember 1979 sind die Spuren kalt und die Ermittler ratlos. Die Suche nach dem Täter bleibt zunächst erfolglos. 

Cold Case in Aschaffenburg: Ermittler finden neue Hinweise

Seit 2016 durchleuchten ein Ermittlerteam unaufgeklärte Fälle, sogenannte Cold Cases – als Nebenaufgabe für ruhige Zeiten. Bereits zwei Mal waren sie erfolgreich. Eine große Hilfe ist die modernere Technik: Spuren, die einst unbrauchbar waren, führen nun immer öfter zu den Tätern. Das ist auch das, was die Ermittler um Kriminaloberrat Markus Schlemmer antreibt: Ihnen geht es darum, die Wahrheit herauszufinden. 

Nachdem sie andere kalte Fälle aufgeklärt hatten, nahmen die Ermittler auch den Fall von Christiane J. wieder auf: Und sie fanden neue Hinweise in den alten Protokollen. Nach erneuter Auswertung einer Bissspur an der Leiche des Mädchens rückte Norbert B. in den Fokus der Ermittler. Er lebte damals in der Nachbarschaft des Mädchens und gab zu, ihr - wie viele Jungen aus der Nachbarschaft - Liebesbotschaften geschrieben zu haben, mehr aber nicht. 

Cold Case in Aschaffenburg: Ermittler präsentieren ihre Ergebnisse vor Gericht

Schon kurz nach der Tat war er nach Angaben eines Ermittlers als „Beschuldigter Nummer eins“ geführt worden, aber dann verlor sich die Spur: Ein Polizist meinte, den jungen Norbert B. zehn Minuten vom Schlosspark entfernt gesehen zu haben – zu weit, um als Verdächtiger in Frage zu kommen. 

40 Jahre nach der Tat präsentieren die Ermittler nun ihre Ergebnisse vor Gericht*. Acht Verhandlungstage sind noch angesetzt. Der mutmaßliche Täter bestreitet die Tat. Ein Urteil könnte am 6. Februar fallen. (red)

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redkationsnetzwerks.

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