Bankräuber hatte sich hoffnungslos verirrt

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Die Überwachungskamera zeichnete die Tat des 70-jährigen Deutschen auf.

St. Georgen - Zum Banküberfall am Mittwoch liegen nun neue Erkenntnisse über den Ablauf der Tat vor. Demnach soll sich der 70-Jährige auf seiner Flucht hoffnungslos verirrt haben.

Der Täter, ein 70-jähriger Deutscher, ging am Mittwochmittag in die Bank in St. Georgen. Auf den Tresen des Bankschalters legte er ein DinA4-Blatt, worin er 50.000 Euro forderte. Er drohte den Angestellten damit, dass er bewaffnet sei und auch ein Bombe dabei habe. Die erwähnte Bombe stellte sich später als Plastikschachtel mit Eieruhr heraus. Eine Pistole wurde nicht gefunden, eventuell hat der Täter nur vorgetäuscht, bewaffnet zu sein. 

Banküberfall in St. Georgen

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Nach kurzer Zeit der Flucht bemerkte der 70-Jährige, dass er verfolgt wurde. Offenbar hatte er ursprünglich vor, über Tittmoning zurück nach Deutschland zu fahren, was jedoch durch die polizeiliche Verfolgung verhindert wurde. Er flüchtete weiter durch den Bezirk Braunau, kam dabei aber schnell an seine Grenzen: Als Ortsunkundiger irrte er durch Seitenstraßen und über Feldwege und wollte nicht recht vorankommen. Dass sich der Mann hier offensichtlich hoffnungslos verirrte, nutzte wiederum die Polizei: Mit einer Art Zermürbungstaktik wurden durch die koordinierte Alarmfahndung laufend die Positionen des Flüchtigen durchgegeben, der 70-Jährige saß fest und hielt nach vier Stunden Flucht durch den Bezirk Braunau schließlich an. Er wurde festgenommen.

Dem 70-Jährigen konnte inzwischen auch ein Raubüberfall vom 16. Dezember auf die Sparkasse Walchsee in Tirol nachgewiesen werden.

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