Eltern in Belgien verurteilt 

Quinoa statt Milch: Baby bekommt nur "Superfood" und verhungert 

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Belgien - In Belgien ist ein sieben Monate altes Baby verhungert, weil ihm seine Eltern nur sogenanntes "Superfood" zum Essen gaben. Nun ist das Urteil gegen die beiden gefallen: 

Als Lucas starb, war er sieben Monate alt. Im Juni 2014 ist er verhungert und dehydriert. Seine Eltern Peter S. und Sandrina V., sollen bei Lucas selbst eine Laktose- und Glutenintoleranz diagnostiziert haben. Deswegen haben Sie die Ernährung des Säuglings drastisch umgestellt - mit tödlichen Folgen. 

"Meine Klienten haben nicht mit Absicht gehandelt" 

Am Mittwoch mussten sich die Eltern von Lucas vor Gericht verantworten. "Das Kind muss Hunger gelitten haben, weil es an krankhafter und chronischer Unterernährung in Kombination mit Dehydrierung gestorben ist", stellte das Gericht fest. "Die Angeklagten haben ihre Überzeugungen zu Ernährung und Versorgung über seine Gesundheit gestellt - mit allen Folgen."

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga zufolge, hätten die Eltern nicht verstanden, dass der Zustand des Jungen alarmierend schlecht war, erklärte Verteidigerin Karine Van Meirvenne, die Freispruch gefordert hatte. "Meine Klienten haben nicht mit Absicht gehandelt."

Urteil des Gerichts 

Statt Milch erhielt das Baby nur noch einen Milchersatz aus Hafer, Buchweizen, Quinoa und Reis. Erst als das Kind aus Beveren immer kränker und dünner wurde, suchten die Eltern einen Homöopathen auf, welcher sie sofort in ein Krankenhaus schickte. Doch dort angekommen war es bereits zu spät - das nur 4,3 Kilogramm schwere Kind war bereits tot

Die Staatsanwaltschaft in Dendermonde forderte erst eine Haftstrafe von je 18 Monaten für die Eltern, am Ende wurde das Elternpaar zu jeweils sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. "Die Beklagten selbst sind schon hart gestraft dadurch, dass sie mit dem Wissen leben müssen, dass sie verantwortlich sind für den Tod ihres Söhnchens, das sie aufrichtig liebten", sagte Richterin Butstraen.

jg/dpa

Rubriklistenbild: © Collage (dpa)

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