Preisschnalzen in Bergheim bei Salzburg

Mit viel Kraft und Geschicklichkeit: Ainring holt den Sieg nach Bayern

+
So sehen Sieger aus - Ainring VI gewinnt das 66. Rupertigaupreisschnalzen in Bergheim.

Bergheim - Zum 66. Mal fand das Rupertigaupreisschnalzen statt. Ainring VI gewinnt nach 16 Jahren erneut den Wettbewerb.

Links und rechts von Salzach und Saalach sind die Aperschnalzer im Salzburger Flachgau sowie im bayerischen Rupertiwinkel zu Hause. Im österreichischen Bergheim fand die 66. Auflage des Rupertigaupreisschnalzens an zwei Tagen statt. 

Rudi Roider, 1. Vorsitzender der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel,  konnte zusammen mit dem Schirmherrn und 1. Bürgermeister der Gemeinde Bergheim, Robert Burkovc, die Rund 2.200 Schnalzerinnen und Schnalzer bei schönstem Wetter und besten Bedingungen begrüßen. 

Es fanden auch wieder zahlreiche Ehrengäste aus der Politik den Weg nach Bergheim. Auch Festleiter Josef Feldinger jun. und Festwirt Peter Wörndl schlossen sich den Grußworten an. Titelverteidiger Siezenheim III, zuletzt dreimal Sieger in Folge, musste die Segel streichen, denn es gewann erstmals nach 16 Jahren wieder eine bayerische Pass mit Ainring VI vor Feldkirchen I. Auch der Jugendtitel ging in die Gemeinde Ainring, hier gewann die Pass von Feldkirchen I.

Um die Wette Schnalzen: 66. Preisschnalzen in Bergheim

Mehr als nur ein Stiel mit Schnur

Der Lärmbrauch zur ausgehenden Winterszeit vom Stephanitag (26. Dezember) bis einschließlich Faschingsdienstag mit einer Goaßl - ein kurzer Stiel mit einem geflochtenen Hanfseilen, an dessen Ende ein Baststück oder ein Perlonschnur, der Poschn, eingeflochten ist. Der Poschn erzeugt den Ton und wird mit Geschicklichkeit und großer Kraft mit beiden Händen so laut wie möglich in einem ganz bestimmten Rhythmus geschnalzt. 

Preisrichterobmann Peter Edfelder und seine Jury bestehend aus sieben Preisrichtern achten sowohl auf einen gleichmäßigen Takt, als auch auf die Lautstärke - wobei die höchste und die niedrigste Wertung gestrichen werden. Maximal können 200 Punkte erreicht werden. Die Punkte werden nur nach Gehör vergeben.

Bergheim fest in bayerischer Hand

Von nichts kommt nichts, so übte die Siegerpass von Ainring VI in der Besetzung mit Aufdraher Markus Dusch, sowie Xaver Wiesbacher, Michael Reischl, Florian Schwaiger, Hermann Fuchs, Christian Müller, Markus Reischl, Stefan Fuchs und Martin Seidl drei bis vier Mal in der Woche mit den Trainern Mathias Wiesbacher und Robert Dusch. 

Seit sieben Jahren ist diese Passe im Alter von 25 bis 31 Jahren zusammen. Im Jahr 2003 hieß der letzte bayerische Sieger Ainring IV und nun ging die Wandergoaßl von 1936 in einer vielbejubelten Siegerehrung nach 16 Jahren an die Passe Ainring VI mit 187,5 Punkten. 

Im vollen Bierzelt bekam die Siegerpasse zudem einen Riesenhumpen mit Zinndeckel als Preis. Viele Passen von drent und herent gratulierten und freuten sich mit den Ainringern. 

Rang zwei ging an die Passe von Feldkirchen I, die mit 179,5 die gleiche Punktzahl wie die drittplatzierten Siezenheim III hatte. Der Vize von Markus Galler und Andreas Kern gecoacht, trat mit Aufdraher Wolfgang Öllerer und Josef Galler, Michael und Stefan Mühlbauer, Martin Geigl, Michael Galler, Andreas Schuhböck, Peter Nitzinger und Philipp Krois an.

Zwei Tage Wettkampf und Vergnügen

Den Bewerb auf der Schnalzerwiese verfolgten bei bestem Wetter und angenehmen Temperaturen rund 4.500 beifallfreudige Zuschauer die Goaßlschnalzer in 141 Allgemeinpassen. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen wurde das Gauspreisschnalzen im Jahr 2017 auf zwei Tage aufgeteilt und hat sich so bewährt. 

Am ersten Tag sind die Kinder und die Jugendlichen an der Reihe. Heuer traten 76 Passen zum Vergleich an. Die bayerischen Passen konnten sich starke Platzierungen erschnalzen. Eindeutig lag Feldkirchen I voran. Diese Passe holte sich schon drei Wochen zuvor den Ainringer Gemeindemeistertitel. 

Die Burschen im Alter von 15 bis 17 Jahren trainierten im Schnitt dreimal in der Woche mit den Trainern Wolfgang Öllerer, Bernhard Winkler, Max März und Markus Galler. In der Aufstellung Florian Müller, Felix Brötzner, Leonhard Deinbeck, Bernhard Weber, Korbinian Bäßler, Julian Steinbrecher, Raphael Zelzer, Markus Pauli und Lukas Waldhutter gewannen sie das Rupertigaupreischnalzen der Jugend.

Andreas Pils

Zurück zur Übersicht: Welt-News

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT