Mit Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzdruckmassage

Besoffener will Schlauchboot reanimieren

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Vannes (Frankreich) - Ein Franzose hat sich mit einer eigentlich heldenhaften Tat zur absoluten Lachnummer gemacht. Der leblose Körper, den er nach einer Partynacht wiederbeleben wollte, war ein Schlauchboot.

Als die Polizei in den frühen Sonntagmorgenstunden in der nordwestfranzösischen Stadt Vannes zu einem Einsatz gerufen wurde, dachten die Beamten noch, es ginge wahrlich um Leben und Tod. Ein Mann hatte den Notruf abgesetzt mit der Meldung: Im Hafenviertel liege eine leblose Person, so die französische „Libération“.

Als die Beamten dann am Einsatzort eintrafen, fanden sie den 22-jährigen Anrufer - nicht aber die leblose Person. Auf seinem Heimweg von einer feucht fröhlichen Party war der Franzose nicht über einen leblosen Körper, sondern über ein Schlauchboot gestolpert. Doch wegen seiner "vernebelten" Wahrnehmung dachte der 22-Jährige, eine Person sei in Not und müsse gerettet werden. Der Franzose handelte dann völlig instinktiv und für ihn auch heldenhaft: Er setzte den Notruf ab, beatmete das Schlauchboot Mund-zu-Mund und führte auch eine Herzdruckmassage durch. Über seine vergeblichen Reanimationsversuche informierte er die eintreffenden Beamten.

Die herbeigerufenen Polizisten benachrichtigten dann erstmal die ebenfalls alarmierte Feuerwehr darüber, dass sie keine weitere Hilfe bräuchten. Anschließend überzeugten sie den vermeintlichen Lebensretter davon, von Schlauchboot abzulassen. Wie nicht anders zu erwarten: Der 22-Jährige verbrachte die restliche Nacht in einer Ausnüchterungszelle.

mh

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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