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Blutiger Bombenterror in Bagdad - dutzende Tote

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Drei Sprengsätze detonierten in der Nähe des Innenministeriums, des Arbeitsministeriums, vor einem Kunstinstitut und unweit eines Gerichtsgebäudes.

Bagdad - Bei der blutigsten Anschlagsserie in Bagdad seit mehr als einem Monat sind mindestens 100 Menschen in den Tod gerissen worden.

Das berichteten Augenzeugen und lokale Medien, nachdem an verschiedenen Stellen in der irakischen Hauptstadt kurz hintereinender vier Bomben explodiert waren. Der Nachrichtensender Al-Arabija sprach von 112 Todesopfern. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Al-Yaqen, die am auch einen Angriff mit Katjuscha-Raketen auf die scharf bewachte “Grüne Zone“ von Bagdad meldete, wurden durch den Terror insgesamt 197 Menschen verletzt.

Die schlimmsten Terroranschläge seit 9/11

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Drei Sprengsätze detonierten in der Nähe des Innenministeriums, des Arbeitsministeriums, vor einem Kunstinstitut und unweit eines Gerichtsgebäudes. Im Kinderkulturhaus von Bagdad, das neben dem Kunstinstitut liegt, wurden zahlreiche Kinder von Glassplittern getroffen. In dem südlichen Vorort Al-Dura riss ein Selbstmordattentäter mehrere Polizisten mit in den Tod.

Ungeachtet des Bombenterrors traf sich Vizepräsident Tarik al- Haschimi mit Vertretern der unabhängigen Wahlkommission, um Vorbereitungen für die Parlamentswahlen zu treffen. Die ursprünglich für Januar geplante Wahl war verschoben worden, weil Al-Haschimi gegen die ersten zwei Versionen des Gesetzes, das den Urnengang regeln soll, sein Veto eingelegt hatte. Erst in der Nacht zum Montag wurde schließlich eine Kompromisslösung, die alle Parteien mehr oder weniger zufriedenstellt. Als neuer Wahltermin ist jetzt der 27. Februar im Gespräch.

Im August waren durch eine Bombenserie im Regierungsviertel von Bagdad rund 100 Menschen ums Leben gekommen. Im Oktober starben 153 Iraker, als kurz hintereinander neben dem Justizministerium und dem Gebäude des Provinzrates Bomben explodierten. Al-Yaqen berichtete, in der nördlichen Stadt Kirkuk seien zwei Angehörige einer Bürgerwehr vergiftet worden. Sie seien am Dienstag gestorben, nachdem sie eine Speise gegessen hätten, die ihnen von Fremden gebracht worden sei.

dpa

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