Schüsse auf Polizisten

Boizenburg: Mann soll Nachbarn getötet haben

+
Bei einem Polizeieinsatz in Boizenburg an der Elbe ist ein Polizist angeschossen worden. Der Schützee steht im Verdacht, vorher einen Nachbarn getötet zu haben. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

In Boizenburg an der Elbe endet ein Polizeieinsatz mit Schüssen. Ein Beamter wird verletzt. Dann finden die Polizisten eine Leiche in einer Wohnung.

Boizenburg/Schwerin (dpa) - Ein Mann soll in Boizenburg in Mecklenburg-Vorpommern einen Nachbarn getötet und auf Polizisten geschossen haben. Das Amtsgericht Schwerin erließ am Freitag nach der Tat vom Vorabend Haftbefehl.


Dem 42 Jahre alten Mann werde Totschlag und versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zur Last gelegt, teilte die Schweriner Staatsanwaltschaft mit.

Der Deutsche sei dringend verdächtig, am Donnerstagabend mehrfach mit einem Messer auf einen 41 Jahre alten Nachbarn eingestochen und ihn getötet zu haben. Das Motiv für die Tat sei unklar. Weder gegenüber der Polizei noch vor dem Haftrichter habe sich der Verdächtige zu den Ereignissen geäußert.


Den Angaben der Ermittlungsbehörden zufolge hatte der Mann selbst die Polizei angerufen und einen Suizid angekündigt. Als die Beamten eingetroffen seien, habe er die Wohnungstür nicht geöffnet, woraufhin die Polizisten gewaltsam in die Wohnung in dem Mehrfamilienhaus eingedrungen seien. Der Mann habe dann mehrere Schüsse auf die Beamten abgegeben.

Dabei wurde nach Polizeiangaben ein 35 Jahre alter Beamter am linken Unterarm getroffen. Der Polizist sei operiert worden. Lebensgefahr bestand nicht, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Laut Staatsanwaltschaft hatte der Schütze die Waffe der Marke "Walther" später niedergelegt und sich festnehmen lassen. Er sei unverletzt geblieben. Woher der Mann die Schusswaffe hatte und ob er einen Waffenschein besitzt, sei Gegenstand weiterer Ermittlungen. Dem Vernehmen nach stand der Mann bei der Tat unter Alkoholeinfluss. Boizenburg liegt an der Elbe - rund 60 Kilometer südöstlich von Hamburg.

Kommentare