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Nach Unfall-Katastrophe mit sieben Toten in Südtirol

Jetzt spricht erstmals die Mutter von Todesfahrer Stefan L.

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Das von den Carabinieri Bozen herausgegebene Foto zeigt den Unfallwagen, der auf eine Mauer aufgefahren ist. Betrunken und vermutlich zu schnell - so fuhr ein Südtiroler am Sonntag (05.01.2020) in eine Gruppe junger deutscher Touristen. Am Tag danach starb ein siebtes Opfer im Krankenhaus.

Bozen/Bruneck - In der Nacht auf Sonntag, 5. Januar, starben bei einer Unfall-Katastrophe sieben junge Menschen aus Deutschland, als Stefan L. betrunken mit seinem Auto in eine 17-köpfige Personengruppe gerast war. Jetzt hat sich erstmals die Mutter des Todesfahrers geäußert:

"Eine Tragödie in diesem Ausmaß ist nicht in Worte zu fassen", erklärte die Mutter gegenüber der Zeitung "Dolomiten" beziehungsweise dem Portal stol.it. Die Bürde, die sie als Eltern nun zu tragen hätten, sei groß, sagte die erschütterte Frau der Zeitung und sprach auch im Namen ihres Mannes, dem Vater des Todesfahrers. 

Die Frau wandte sich auch an die Hinterbliebenen der sieben Opfer aus Deutschland: "Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass die Mütter und Väter der Verstorbenen und Verletzten aufgefangen werden, von Menschen, die ihnen Kraft geben in ihrem großen Leid und großen Schmerz." Zudem sprach die Mutter von Stefan L. von "tiefstem Mitgefühl" für die Familien und Freunde der Toten. Alle Opfer konnten inzwischen identifiziert werden.

Ihren Sohn haben Mama und Papa seit dem Unfall übrigens noch nicht getroffen, hieß es weiter. Das soll nun wohl in dieser Woche geschehen, denn eine entsprechende Besuchserlaubnis hätten sie inzwischen behalten. Stefan L., der zum Zeitpunkt der Katastrophe fast zwei Promille intus hatte, sitzt seither in Bozen in Untersuchungshaft. Zwischenzeitlich war er wegen psychischer Labilität in die Psychiatrie verlegt worden. Nach dem Unfall waren viele schreckliche Details bekannt geworden. Unter anderem hatte sich Stefan L. am Unfalltag aus Liebeskummer offenbar von Bar zu Bar getrunken.

Horror-Unfall in Luttach fordert zahlreiche Todesopfer

 © Dominik Bartl
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Todesfahrer wohl doppelt so schnell wie erlaubt

Bei dem Unfall in der Nacht auf Sonntag, 5. Januar, war Stefan L. mit einem Audi mit mutmaßlich sehr hoher Geschwindigkeit durch den kleinen Urlaubsort Luttach gerast und hatte dort eine Personengruppe erfasst, die gerade aus einem Bus ausgestiegen war. Erlaubt sind im Bereich der Unfallstelle 50 km/h. Zeugen sagten hinterher, dass der Todesfahrer mindestens doppelt so schnell unterwegs gewesen sein soll. Ein Gutachten soll nun die genaue Geschwindigkeit klären.

Sechs junge Menschen waren sofort tot, eine siebte Person starb wenig später in einem Krankenhaus in Innsbruck. Der Täter wurde wenig später festgenommen. Auch sein Anwalt, Alessandro Tonon, hat sich seither schon mehrfach öffentlich zu dem Fall geäußert.

mw

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