Startgebot von drei Millionen Dollar

Ebay: Einsteins Gottesbrief wird versteigert

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Albert Einstein

New York  - Ein aufsehenerregender Brief Albert Einsteins mit Gedanken zu Religion und Judentum soll jetzt in den USA versteigert werden - für mindestens drei Millionen Dollar.

Fast 7000 Dollar pro Wort: Ein aufsehenerregender Brief Albert Einsteins mit Gedanken zu Religion und Judentum soll jetzt in den USA versteigert werden - für mindestens drei Millionen Dollar. Die 2,3 Millionen Euro sind das Startgebot einer Auktion, die noch am Montag beim Internetauktionshaus ebay beginnen und zehn Tage dauern sollte. Einstein hatte den sogenannten Gottesbrief im Januar 1954, gut ein Jahr vor seinem Tode, auf Deutsch geschrieben.

„Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger aber doch reichlich primitiver Legenden“, schreibt Einstein in dem Brief an den Philosophen Erich Gutkind, der Einstein sein Buch „Entscheide Dich für das Leben“ geschickt hatte. „Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie alle anderen Religionen eine Incarnation des primitiven Aberglaubens.“

Acht Fakten rund um den Nobelpreis

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Mit der Stiftung der Nobelpreise wollte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833-1896) einen Konflikt lösen, der sein Leben bestimmte: Der Dynamit-Erfinder konnte nicht verwinden, dass seine Entdeckung für den Krieg genutzt wurde. © dpa
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Als “Wiedergutmachung“ vermachte er sein Vermögen einer Stiftung, aus deren Zinsen Preise für jene finanziert werden sollten, die “im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Nobel selbst hatte mehr als 350 Patente angemeldet. © dpa
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Die Preise werden seit 1901 vergeben. Die Dotierung stieg von anfangs 150 800 auf heute 10 Millionen Schwedische Kronen (1,1 Million Euro). Bis zu drei Menschen können sich einen wissenschaftlichen Preis teilen. © dpa
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Der Friedensnobelpreis wird auch an Organisationen verliehen. Höhepunkt ist stets die feierliche Verleihung der Auszeichnungen am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Nobel. © dpa
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Die Preisträger für Physik und Chemie werden von der Königlich- Schwedischen Akademie der Wissenschaften ausgewählt. © dpa
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Der Nobelpreis für Medizin wird vom Karolinska-Institut in Stockholm und die Literaturpreisträger von der Königlich-Schwedischen Akademie der Künste auserwählt. Die Friedenspreisträger bestimmt ein Ausschuss des norwegischen Parlaments in Oslo © dpa
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Neben den eigentlichen Nobelpreisen wird seit 1969 eine Ehrung für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel verliehen. Sie wurde 1968 von der Schwedischen Reichsbank gestiftet © dpa
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Seit 1980 vergibt die schwedische “Stiftung zur Auszeichnung richtiger Lebensführung“ (Right Livelihood Award Foundation) die Right Livelihood Awards, die oft als Alternative Nobelpreise bezeichnet werden. © dpa

Einstein entstammt einer jüdischen Familie, hatte sich aber als Jugendlicher von der Religion losgesagt. Fast 60 Jahre später schrieb er: „Und das jüdische Volk, zu dem ich gerne gehöre und mit dessen Mentalität ich tief verwachsen bin, hat für mich doch keine andersartige Originalität als alle anderen Völker. Soweit meine Erfahrung reicht ist es auch um nichts besser als andere menschliche Gruppen, wenn es auch durch Mangel an Macht gegen die schlimmsten Auswüchse gesichert ist. Somit kann ich nichts "Auserwähltes" an ihm wahrnehmen.“ Dass Gutkind als Mensch und als Jude eine privilegierte Stellung beanspruche, sei „schmerzlich“.

Der kurze Brief, er umfasst 435 Wörter, war erst vor vier Jahren bekanntgeworden und hatte die Sicht auf Einstein erheblich verändert. Widersprüchliche Äußerungen des Physikers zu Gott und Religion hatten immer wieder zu Fragen geführt, doch der Brief von 1954 machte vieles klarer. Er wird nun von einem anonymen Sammler angeboten. Zuletzt waren vor sechs Jahren ein Manuskript und ein Brief des jugendlichen Einstein versteigert worden, für zusammen 512.000 Euro. Der 1879 in Ulm geborene Nobelpreisträger war 1955 in Princeton, gut eine Autostunde südwestlich von New York, gestorben.

dpa

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