Bis zu einer Million Klone pro Jahr!

Nach Rindern: China will Haustiere klonen

China - In der Hafenstadt Tianjin wird an der größten Klonfabrik der Welt gebaut. In China ist die kommerzielle Nutzung der Klon-Technologie auf dem Vormarsch.

In China entsteht derzeit die größte Tier-Klonfabrik der Welt. In der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin sollen in Zukunft Rinder und Rennpferde genauso wie Hunde als Haustiere und für den Einsatz bei Polizei und Grenzschutz geklont werden. 

Wie die International Business Times berichtet wird die Fabrik vom chinesischen Unternehmen Boyalife in Kooperation mit der südkoreanischen Firma Sooam Biotech gebaut. Die 200 Millionen Yuan (29,4 Millionen Euro) Anlage wird außer Klon-Laboren auch eine Gen-Datenbank und ein Museum beherbergen.

Bis zu einer Million Klone

Laut Xu Xiaochun, dem Vorsitzenden von Boyalife, wird die Fabrik ab Anfang nächsten Jahres 100.000 Rinder-Embyonen produzieren. Diese Zahl soll aber weiter auf bis zu eine Million gesteigert werden. Laut Xiaochun haben die chinesischen Bauern zur Zeit Schwierigkeiten ausreichend Rinder zu züchten, um der Nachfrage nach Fleisch gerecht zu werden.

Erste kommerziele Klon-Fabrik 2014 eröffnet

Seit den 2000er Jahren wurden in China Schafe, Rinder und auch Schweine geklont. In letzter Zeit geht der Trend weg von der Forschung hin zur wirtschaftlichen Nutzung der Technologie. Bereits im letzten Jahr wurde in der südchinesischen Shandong Provinz die erste kommerzielle Klonfabrik in Betrieb genommen. Wie die International Business Times schreibt waren die ersten dort geklonten Tieren drei Tibetdoggen. Eine in China als modische geltende Hunderasse.

Schon 2009 wurden die ersten Klon-Spürhunde bei den südkoreanischen Behörden in Dienst gestellt. Damals wurde ein besonders effektiver kanadischer Drogen-Spürhund von Wissenschaftlern der Seoul National University für den Zoll geklont.

ln

Rubriklistenbild: © dpa

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