Versuchter Einbruch in Kaufhaus in Colorado

Dumm gelaufen! Dieb steckt tagelang in Wand fest

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Paul F. wird von den Rettungskräften aus der Wand befreit.
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Colorado - Dieser Einbruch ging komplett schief: Beim Einsteigen über das Dach fiel der Mann in einen Spalt. Erst nach Tagen wurde er aus seiner hoffnungslosen Lage befreit.

Wie ist dieser Mann da nur reingekommen? Diese Frage haben sich wohl nicht nur die Rettungskräfte gestellt, die den 35-jährigen Paul F. aus der Wand eines Kaufhauses in Longmont im US-Bundesstaat Colorado befreien. "Solche Dinge kann man nicht einmal erfinden", betonte der zuständige Polizeibeamte Cage gegenüber der Lokalzeitung "Times Call". Ganze drei Tage soll er zwischen der Innen- und Außenwand festgehangen sein. Angestellte hatten schließlich seine Hilferufe gehört und die Polizei verständigt. Diese informierte die Feuerwehr.

Feuerwehr befreit den Mann

Leider konnten die Angestellten des Kaufhause nicht genau sagen, wo genau sich der Mann in der Wand aufhält. So musste die Feuerwehr erst suchen, nach etwa einer halben Stunde wurde die entsprechende Stelle gefunden. Mit Säge und Brecheisen bearbeiteten zwei Feuerwehrleute die Wand, 30 Minuten später war der Weg frei für Paul F. Die Rettungskräfte zogen den 35-Jährigen heraus. Er war unterkühlt und an den Beinen verletzt.

So befreiten die Feuerwehrleute den Mann aus der Wand:

Zettel erreichen Außenwelt nicht

Doch wie war er denn nun zwischen die Wände geraten? Das wollte Paul F. partout nicht verraten. Womöglich hatte er auch etwas zu verheimlichen. Ermittler vermuten, dass der 35-Jährige über den Luftschacht auf dem Dach in das Kaufhaus einbrechen wollte. Dabei fiel er allerdings sechs Meter tief in einen Spalt und wusste nicht mehr weiter.

Als seine Hilferufe zunächst nicht erhört wurden, schrieb er einen kleinen Zettel. Diesen fanden die Ermittler im Nachhinein und konnten so anhand des darauf notierten Datums seinen dreitätigen Aufenthalt zwischen den Wänden feststellen. "Die Zettel waren schwierig zu entziffern, aber darauf stand definitiv: 'Hilfe'", so Cage. Dummerweise konnte Paul F. diese Notizen nicht nach draußen durchschieben, erst nach drei Tagen wurden seine Hilferufe erhört. In einem Animationsvideo wird sogar dargestellt, wie Paul F. in die Wand gelangt sein soll.

Doppelt bitter: Neben den Verletzungen muss Paul F. womöglich mit einer Anklage wegen Einbruchs und unerlaubten Betretens eines Grundstücks rechnen. Der 35-Jährige ist bereits wegen Raubs, Diebstahls und Körperverletzung vorbestraft.

hy/redro24

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