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Corona-Medikament

„Zeigt keine Wirkung bei Omikron“ – WHO rudert bei Antikörper-Cocktail zurück

Covid-19: Corona Intensivstation
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Die Behandlung von Covid-19-Patienten auf Corona-Intensivstation fordert Mediziner und Pflegekräfte heraus.

Corona-Medikamente gelten als Hoffnungsträger im Kampf gegen die Pandemie. Gegen die Omikron-Variante erwies sich eine Antikörper-Therapie jetzt als wirkungslos.

Genf - Es gibt inzwischen Mittel gegen Covid-19. Antikörper-Therapien für Corona-Infizierte galten als besonders vielversprechend. Omikron stellt jedoch einiges auf den Kopf. Ein von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang empfohlener Antikörper-Cocktail hilft nach neuen Studien nicht bei Corona-Patienten, die mit der Omikron-Variante infiziert sind. Es handelt sich dabei um das Medikament des Pharmaunternehmens Regeneron mit den beiden Antikörpern Casirivimab und Imdevimab - ein sogenannter Antikörper-Cocktail.

Antikörper-Cocktail bei Omikron wirkungslos

„Es sieht danach aus, dass dieser Antikörper-Cocktail mangelnde Wirksamkeit gegen Omikron zeigt“, sagte Janet Diaz, WHO-Expertin für die Behandlung von Covid-19, am Freitag in Genf. Die Richtlinien der WHO über den Einsatz würden im Laufe des Februars entsprechend angepasst.

In Deutschland bewertet eine Fachgruppe am Robert-Koch-Institut (RKI) laufend die medikamentösen Therapien. Expertenwissen soll einen praktischen Überblick über mögliche Therapeutika („von Kliniker für Kliniker“) geben, wie in einer Bewertung zu lesen ist. Experten aus verschiedenen Fachrichtungen sind vertreten. In einer Auswertung vom 6. Januar 2022 stuft die Fachgruppe den Antikörper-Cocktail bei Omikron als „nicht wirksam“ ein.

Die WHO hatte die Präparate Casirivimab und Imdevimab für zwei Patienten-Kategorien empfohlen: Solche, die infiziert und noch nicht schwer krank sind, aber ein hohes Risiko haben, ins Krankenhaus zu müssen - etwa Ältere, Vorerkrankte und Ungeimpfte. Ebenfalls empfohlen wurden die Präparate für schwer kranke Covid-19-Patienten, die keine Antikörper gegen das Coronavirus entwickelt haben.

Wirksame Covid-19-Medikamente laut WHO: Baricitinib und Sotrovimab

Zwei andere Mittel, die die WHO erst im Januar für die Behandlung von Covid-19-Patienten empfohlen hatte, seien nach bisherigen Erkenntnissen weiter wirksam, sagte Diaz. Dabei handelt es sich um den Wirkstoff Baricitinib, der ursprünglich zur Behandlung von rheumatoider Arthritis entwickelt worden war, und Sotrovimab. Sotrovimab - Handelsnamen Xevudy - ist ein monoklonaler Antikörper, der gut gegen Omikron wirkt. Die Nachfrage ist deswegen hoch. Die Bundesregierung hat über 50.000 Dosen beim Hersteller GlaxoSmithKline bestellt.

  • Wirkstoff Baricitinib - ursprünglich zur Behandlung von rheumatoider Arthritis
  • Sotrovimab - monoklonale Antikörper  GlaxoSmithKline

Von Einsatz zweier anderer Mittel, Ruxolitinib and Tofacitinib, riet die WHO schon vorher ab. Kleine Studien hätten bislang keinen Nutzen gezeigt, und bei Tofacitinib könnten sich womöglich schwere Nebenwirkungen entwickeln, hieß es von der WHO im Januar.

Pille gegen Corona - Antivirales Medikament Paxlovid

Hoffnungen ruhen auch auf den neuen antiviralen Arzneimitteln wie Paxlovid* und Molnupiravir* - die ersten Pillen gegen Corona. (ml/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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