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Wie geht es mit den Impfungen weiter?

Virologe Kekulé: Omikron-Welle ist kurz vor ihrem Höhepunkt - „Es wäre nicht sinnvoll zu lockern“

Corona-Maßnahmen
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Kekulé sprach sich gegen eine Lockerung von Maßnahmen wie 2G aus.

Der Virologe Alexander Kekulé geht davon aus, dass jeden Herbst/Winter Corona-Wellen folgen, ohne den „nationalen Notstand“ allerdings. Warum er dagegen ist, jetzt zu lockern.

München - Soll Deutschland die Corona-Maßnahmen schon lockern - oder noch abwarten? In der Politik herrscht kein Konsens. Während Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Lockerungen vor Ostern für möglich hält, ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder heute vorgeprescht. Für den Virologen Alexander Kekulé kommen entscheidende Lockerungen aktuell zu früh. Obwohl er positiv in die Zukunft blickt, hat er auch mahnende Worte.

Sein Kollege, der Virologe Klaus Stöhr, hat nicht nur die Impfpflicht in Deutschland mit harten Worten auseinandergenommen - Stöhr spricht sich auch für eine Aufhebung von bestimmten Regeln aus.

Virologe Kekulé: Omikron-Welle kurz vor dem Höhepunkt - Lockerungen zu früh

„Nach meiner Prognose ist es so, dass wir in den nächsten sieben Tagen das Maximum dieser Infektionswelle erreichen werden. Und es wird so sein, dass es dann relativ schnell abfällt“, sagte Alexander Kekulé im Interview mit n-tv. Doch er warnt: „Dann muss man entscheiden, an welcher Stelle man tatsächlich lockert. Es wäre sicherlich nicht sinnvoll, zu lockern, solange es noch nach oben geht, dadurch würde man die Welle verlängern.“

Mit Abnahme der Omikron-Welle rechnet Kekulé damit, dass die „Pandemie als nationaler Notfall“ dann vorbei sein wird. Für ihn ist aber auch klar: „Wir werden im Herbst, wahrscheinlich jeden Herbst neue Corona-Wellen mit neuen Varianten haben. Das wird aber nicht mehr so sein, dass wir deshalb so eine Art Ausnahmezustand im Land haben müssen.“ Ob der neue Zustand schon an Ostern beginne, sei aktuell schwer vorherzusehen.

Omikron-Impfstoff: Wie kann es mit den Impfungen weitergehen?

Wenn sich jeden Herbst neue Corona-Wellen aufbauen - wie kann es dann mit den Booster-Impfungen weitergehen? Wird es immer wieder angepasste Impfstoffe geben, die bestimmte Bevölkerungsgruppen brauchen? „Der Omikron-Impfstoff kommt zu spät, muss man leider sagen. Es ist so, dass wir dringend einen an Delta angepassten Impfstoff gebraucht hätten. Das war ja eine Variante*, die wirklich viele Todesopfer gefordert hat“, sagt Kekulé.

Weil Omikron als Variante immunologisch gesehen anders aussehe als bisherige Antworten, fielen zwar die Krankheiten nicht so schwer aus, sagt Kekulé. „Aber das ist auch ein Nachteil, weil dadurch eine Impfung gegen Omikron oder auch eine Infektion mit Omikron nicht so gut vor neuen Varianten schützt, die dann vielleicht ganz anders aussehen.“

Mit Aussagen in Bezug auf weitere Impfungen müsse man abwarten: „Wir werden dann im August oder so relativ gut sehen, was im Herbst auf uns zukommt. Und dann müsste man eigentlich eine darauf angepasste spezielle Variante des Impfstoffs haben, um uns im Herbst vor den neuen Varianten zu schützen“, so Kekulé. (kat) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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