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USA

Corona-Impfung für Kinder unter fünf Jahren: Biontech/Pfizer beschleunigt Verfahren

Eine Frau hält eine Spritze und zeigt sie einem kleinen Mädchen. Das Mädchen sieht zu und fasst die Spritze interessiert an.
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Die fünf Jahre alte Charlotte begutachtet vor ihrer Corona-Impfung eine Spritze. (Symbolbild)

Corona sorgt in den USA für steigende Inzidenzen, auch bei Kindern. Auf neue Daten von Biontech/Pfizer will die Arzneimittelzulassungsbehörde nun nicht mehr warten.

Washington D.C. – Die Zulassung des Corona-Impfstoffs* von Biontech/Pfizer* für Kinder unter 5 Jahren in den USA* sollte ursprünglich erst später beantragt werden. Das Pharmaunternehmen sammelt derzeit noch Daten zur Effektivität von drei verabreichten Dosen des Impfstoffes, anstatt der bisher untersuchten zwei Dosen.

Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde (FDA) setze nun darauf, eine Notfallzulassung für den Impfstoff mit zwei Dosen zu beschleunigen, wie die New York Times und Washington Post berichten. Im Gespräch sei eine Zulassung für Kinder ab dem sechsten Lebensmonat, die bereits Ende Februar in Kraft treten könnte.

Dr. Scott Gottlieb, Vorstandsmitglied von Biontech/Pfizer und ehemaliges Kommissionsmitglied der FDA, berichtete im Interview mit CBS News am Sonntag (30.01.2022), dass das Vakzin bereits im März für die jüngste Altersgruppe zugelassen werden könnte. Eine spätere Anpassung des Vorgehens auf drei Dosen des Impfstoffes sei bei Vorliegen der entsprechenden Daten zu erwarten. Jedoch gehe es der Behörde seiner Einschätzung nach im Moment darum, eine Grundimmunität unter den Kindern zu sichern. Es sei nun wichtig, schwere Krankheitsverläufe und Hospitalisierungen bei Kindern zu vermeiden.

Corona in den USA: Impfquote der Kinder zu niedrig – Biontech/Pfizer könnte frühzeitig zugelassen werden

Erste Daten zur Impfung mit zwei Dosen bei sechs bis 24 Monate alten Kindern hatten eine vergleichbare Wirksamkeit zu der Gruppe der 16- bis 25-Jährigen gezeigt. Allerdings war dies bei Kindern von zwei bis unter fünf Jahren nicht der Fall, weshalb nun eine dritte Dosis zur Erhöhung der Wirksamkeit getestet wird. Angesichts der hohen Inzidenzen und der Hospitalisierung* – auch von sehr jungen Kindern – ging die FDA einen eher ungewöhnlichen Schritt: Sie ermutigten Biontech/Pfizer von sich aus, schon vorzeitig eine Zulassung der Impfung mit zwei Dosen zu beantragen. 

Die Omikron-Variante* sei mit ihrer erhöhten Infektiosität wie ein „Sturm“ durch die Klassenräume der USA gefegt, so berichtet die Washington Post. Die Impfquote bei den 28 Millionen Kindern des Landes in der Altersgruppe fünf bis elf Jahre sei noch niedriger, als es Experten befürchtet hätten. Nach den Zahlen der Behörden sei eine Studie auf nur 18,8 Prozent vollständig geimpfte und 28,1 Prozent zumindest einfach geimpfte Kinder gekommen. Dabei gebe es erhebliche Unterschiede unter den einzelnen Bundesstaaten: In Vermont liege die Quote der vollständig Geimpften bei 52 Prozent, in Mississippi dagegen bei 6 Prozent, so der Bericht der Washington Post. (na) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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