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Rege Nachfrage

Coronavirus-Impfung in Apotheken startet heute

Sandra Fundel, Apothekerin in der Apotheke am Bahnhof Zoo, steht mit Impfutensilien vor dem Schaufenster. In Berlin bieten ab kommendem Dienstag erste Apotheken Corona-Impfungen an.
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Sandra Fundel, Apothekerin in der Apotheke am Bahnhof Zoo, steht mit Impfutensilien vor dem Schaufenster. In Berlin bieten ab kommendem Dienstag erste Apotheken Corona-Impfungen an.

Ab dieser Woche können auch Apotheken gegen das Coronavirus impfen. Ist das zu spät? Und was müssen Verbraucher:innen wissen?

Berlin - Besonders viele Apotheken sind noch nicht dabei: 500 der rund 18 500 Apotheken in Deutschland impfen offiziell ab Dienstag (8. Februar) gegen Covid-19. Die Zahl werde aber sukzessive anwachsen, wie die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände laut dpa und afp mitteile.

Die Apotheken seien aktuell „durch Sonderaufgaben wie der Ausstellung des Impfpasses und Corona-Tests sehr eingespannt“, erklärte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Gabriele Regina Overwiening dem „Handelsblatt“. Zudem gebe es aufgrund der Omikron-Variante* Ausfälle wegen Krankheit und Quarantäne.

Der Verband hatte Ende Januar erklärt, die Impfungen* seien „ein zusätzliches, freiwilliges Angebot“, über das jeweils die Leitung einer Apotheke entscheide. Rund 25 000 Dosen seien für die Apotheken geordert.

Bestellte Impfdosen für Apotheken25 000
Qualifizierte Apotheker:innen6000
Bereits beteiligte Apotheken500

Wer sich für einen Imfptermin in einer Apotheke interessiert, kann sich ab Dienstag auf dem Online-Portal www.mein-apothekenmanager.de informieren können, wer in der Umgebung an der Kampagne teilnimmt. Auch Terminbuchungen werden dort möglich sein. Neben Booster- sind auch Erst- und Zweit-Impfungen möglich.

Coronavirus-Impfung in Apotheken erfordert Schulung

Im Dezember hatte der Bundestag den Weg für Corona*-Impfungen durch Apotheker:innen, Zahnärzt:innen und Tierärzt:innen geebnet, um die vierte Corona-Welle zu brechen. Voraussetzung ist, dass sich die Räumlichkeiten der Apotheke eignen. Alternativ ist die Einbindung in mobile Impfteams möglich. Zudem ist eine Schulung zur Impfung nötig.

Nach Angaben der ABDA hätten inzwischen gut 6000 Apothekerinnen und Apotheker die notwendige Schulung absolviert. Gut die Hälfte habe sich neu qualifiziert, die anderen Einrichtungen hätten bereits im Jahr 2020 an einem Modellprojekt zur Grippeschutzimpfung in Apotheken teilgenommen. Die in diesem Zusammenhang erworbene Impferlaubnis gilt nun auch für Corona-Impfungen.

Bei den Zahnärzten sieht es nach einem Impfstart vor Ostern in den ersten Praxen aus. "Wir rechnen damit, dass es zwischen Karneval und Ostern in den Praxen losgehen wird", sagte ein Sprecher der Zahnärztekammer Nordrhein. Bei Tierärzten hingegen werden Forderungen laut, die rechtlichen Rahmenbedingungen müssten nachgebessert werden. Dabei gehe es etwa um die Frage, ob Veterinäre auch bei Impfungen in den eigenen Praxen haftungsrechtlich abgesichert sind, sagte ein Sprecher.

Auch die Übermittlung der Information, wie viele Impfungen durchgeführt wurden, stellt die Ärzt:innen vor organisatorische Herausforderungen. Die Apotheken geben die Daten nun täglich an das RKI weiter.

Kommt die Coronavirus-Impfung in Apotheken zu spät?

Ursprünglich war die Impfung in Apotheken eine Maßnahme, um die vierte Corona-Welle zu brechen. Dafür ist es nun zu spät – die Inzidenzen explodieren bereits. Trotzdem startet die Kampagne am Dienstag. "Auf jeden Fall ist es sinnvoll, dass die Apotheken mal damit anfangen", zitiert RTL Virologe Prof. Alexander Kekulé. Deutschland habe "ja relativ viele in“ gehabt, so Prof. Kekulé. Inzwischen sei die Nachfrage nach Impfungen nicht mehr so hoch beziehungsweise bereits erfüllt.

Dass die Apotheken „schon einmal üben“ sei dennoch wichtig, da es im Herbst zu neue Varianten und Viruswellen kommen kann.

In Nordrhein-Westfalen wurde die schon einen Tag vor dem bundesweiten Stichdatum gestartete Impfkampagne in Apotheken nur teilweise positiv aufgefasst. Die Hausärzteverbände in Nordrhein-Westfalen hatten die Impfungen durch Apotheker:innen kritisiert, weil es aktuell auch freie Kapazitäten in Arztpraxen und Impfzentren gibt. Der Apothekerverband Nordrhein jedoch berichtete von einer überraschend regen Nachfrage. *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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