Rettung in Thailand geglückt

Ärzte zufrieden mit Gesundheit der Höhlenjungen

Die letzten vier Rettungstaucher nach dem Verlassen der Höhle. Foto: Royal Thai Navy/AP
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Die letzten vier Rettungstaucher nach dem Verlassen der Höhle. Foto: Royal Thai Navy/AP
Das Happy End grenzt für viele an ein Wunder. Auch Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team des Fußballvereins "Wildschweine" aus dem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe durch die überflutete Höhle sicher nach draußen zu bringen. Foto: Vincent Thian/AP
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Das Happy End grenzt für viele an ein Wunder. Auch Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team des Fußballvereins "Wildschweine" aus dem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe durch die überflutete Höhle sicher nach draußen zu bringen. Foto: Vincent Thian/AP
Die letzten geretteten Jungen samt ihrem Trainer werden zu einem Helikopter gebracht. Spezialtaucher haben die letzten Verbliebenen aus der gefluteten Höhle gerettet. Foto: Vincent Thian/AP
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Die letzten geretteten Jungen samt ihrem Trainer werden zu einem Helikopter gebracht. Spezialtaucher haben die letzten Verbliebenen aus der gefluteten Höhle gerettet. Foto: Vincent Thian/AP
Rettungskräfte sind auf dem Weg zur Höhle, in der sich noch Mitglieder der Jugend-Fußballmannschaft befinden. Foto: Sakchai Lalit/AP
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Rettungskräfte sind auf dem Weg zur Höhle, in der sich noch Mitglieder der Jugend-Fußballmannschaft befinden. Foto: Sakchai Lalit/AP
Jesada Chokdumrongsuk (M), stellvertretender Leiter des Gesundheitsministeriums, im Krankenhaus in Chiang Rai. Hier sind die geretteten Kinder untergebracht. Zwei haben minderschwere Lungen-Infekte. Insgesamt sind die jungen Fußballer jedoch bei guter Gesundheit. Foto: Vincent Thian/AP
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Jesada Chokdumrongsuk (M), stellvertretender Leiter des Gesundheitsministeriums, im Krankenhaus in Chiang Rai. Hier sind die geretteten Kinder untergebracht. Zwei haben minderschwere Lungen-Infekte. Insgesamt sind die jungen Fußballer jedoch bei guter Gesundheit. Foto: Vincent Thian/AP
Rettungskräfte bringen einen der geretteten Jungen aus der Höhle. Foto: Chiang Rai Public Relations Office/AP
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Rettungskräfte bringen einen der geretteten Jungen aus der Höhle. Foto: Chiang Rai Public Relations Office/AP
Ein Mitglied des thailändischen Rettungsteams geht in die teilweise überflutete Höhle hinein. Foto: Royal Thai Navy
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Ein Mitglied des thailändischen Rettungsteams geht in die teilweise überflutete Höhle hinein. Foto: Royal Thai Navy
In der Nähe der Höhle stehen Hubschrauber, um die geretteten Kinder ins Krankenhaus zu bringen. Foto: Sakchai Lalit/AP
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In der Nähe der Höhle stehen Hubschrauber, um die geretteten Kinder ins Krankenhaus zu bringen. Foto: Sakchai Lalit/AP

Das WM-Finale werden sich die thailändischen Fußballjungs nach ihrer Höhlenrettung vom Krankenhaus anschauen müssen. Aber glaubt man ihren Ärzten, werden sie schon bald wieder kicken können.

Chiang Rai (dpa) - Die aus einer Höhle im Norden Thailands geretteten jungen Fußballspieler und ihr Trainer haben die lange Zeit unter der Erde nach Aussage ihrer Ärzte gut überstanden.

Amtsarzt Thongchai Lertvilairattanapong hob bei einer Pressekonferenz am Mittwoch im Krankenhaus in Chiang Rai ihren "sehr guten mentalen Zustand" hervor: "Das ist wahrscheinlich deshalb, weil sie die ganze Zeit gemeinsam als ein Team verbrachten, wo einer dem anderen hilft", sagte er.

"Alle von ihnen sind bei guter körperlicher Gesundheit, ohne irgendein Fieber oder schwere Infektionen. Nur drei von ihnen haben leichte Lungenentzündungen", sagte Thongchai. Die ganze Gruppe - zwölf Jungen im Alter zwischen 11 und 16 und ihr 25-jähriger Trainer - würden bis zu eine Woche im Krankenhaus bleiben, um ihre weitere Behandlung sicherzustellen.

Deshalb können die Nachwuchsfußballer auch nicht zum WM-Finale am Sonntag in Moskau reisen, zu dem sie Fifa-Präsident Gianni Infantino eingeladen hatte. Die Ärzte versicherten aber, dass sie das Spiel im Fernsehen sehen könnten.

Einer der Spieler, die am Sonntag im Luschniki-Stadion um den Weltpokal kämpfen werden, übermittelte bereits Grüße von Russland nach Thailand: Mittelfeld-Star Paul Pogba twitterte, dass er den 1:0-Halbfinalsieg seiner Franzosen gegen Belgien den geretteten Jugendlichen widme: "Dieser Sieg geht an die Helden des Tages, gut gemacht Jungs, ihr seid so stark."

Das Jugend-Fußballteam war am 23. Juni bei einem Ausflug in die Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non rund 1000 Kilometer nördlich von Bangkok von Wassermassen überrascht worden. Erst nach neun Tagen, in denen es keinerlei Lebenszeichen gab, wurden die Jungen und ihr Trainer von Höhlentauchern entdeckt. Die Rettung wurde zu einem Kampf gegen Wetter und Zeit. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison mit häufigen heftigen Regenfällen.

Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team aus seinem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe durch die großenteils überflutete Höhle sicher nach draußen zu bringen. Der Weg zurück ans Licht dauerte jeweils mehrere Stunden. Keiner der Fußballer hatte Erfahrung im Tauchen, weshalb sie von Profis ins Schlepptau genommen wurden. Manche Stellen in der Höhle waren extrem eng. Das Kernteam der Retter bestand aus mindestens 19 Spezialtauchern, die meisten kamen aus dem Ausland.

Aus aller Welt treffen Glückwünsche ein. Zu den ersten Gratulanten gehörte US-Präsident Donald Trump. Er schrieb auf Twitter: "Was für ein schöner Moment - alle befreit, großartige Arbeit!" Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte, es gebe vieles zu bewundern: "der Durchhaltewille der tapferen Jungs und ihres Trainers, das Können und die Entschlossenheit der Retter".

Einer von ihnen, der australische Arzt Richard Harris, hat kurz nach der Rettung seinen Vater verloren. Täglich hatte der Anästhesist aus Adelaide zuletzt den gefährlichen unterirdischen Weg zurückgelegt, um den Gesundheitszustand der Eingeschlossenen zu untersuchen. Seine 30-jährige Erfahrung im Höhlentauchen machte das möglich. Die Behörden bezeichneten den Beitrag des Spezialisten als "unentbehrlich" für die Rettungsaktion.

Am Dienstag dann starb Harris' Vater - unmittelbar nach dem umjubelten Ende der Mission, wie der Chef des Südaustralischen Rettungsdienstes via Twitter mitteilte. Harris werde jetzt heimreisen und eine wohlverdiente Auszeit bei seiner Familie bekommen.

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