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"MS Deutschland" wegen Brand evakuiert

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Am Schornstein des Schiffes rauchte es heftig.

Oslo - Auf dem Kreuzfahrtschiff “MS Deutschland“ ist bei einem Hafenaufenthalt in Norwegen am Sonntag ein Brand ausgebrochen.

Das Feuer entstand im Maschinenraum des 175 Meter langen Luxus- Liners, der als Fernseh-“Traumschiff“ berühmt wurde. Augenzeugen berichteten von sehr starker Rauchentwicklung am Schornstein des Schiffes. Alle Brandschutztüren hätten gehalten und die Ausbreitung des Feuers verhindert, verlautete aus der Rettungszentrale.

Insgesamt waren nach neuesten Angaben einschließlich der Besatzung 607 Menschen auf dem Schiff. Von den 364 Passagieren sind 334 Deutsche, darunter viele ältere Menschen. Von den 241 Besatzungsmitgliedern auf dem Schiff sind nach den Behördenangaben 108 Deutsche. Es waren außerdem zwei norwegische Lotsen an Bord.

“Es gibt bisher keine Meldungen über Verletzte“, sagte der Sprecher der Rettungszentrale, Per Fjeld, der Nachrichtenagentur dpa am Sonntagnachmittag. Die Evakuierten wurden in Hotels in Eidfjord gebracht. Dort sollen sie von norwegischen Krisenstäben betreut werden. Es gebe noch keine endgültige Bestätigung für den erfolgreichen Abschluss der Evakuierung. “Die Passagiere konnten aber sehr geordnet von Bord an Land gehen“, so Fjeld. 

Die Lage sei “unter Kontrolle“, das Feuer im Maschinenraum mittlerweile auch. Es bestehe keine Gefahr einer Ausbreitung mehr. 14 Feuerwehrleute seien nun mit dem endgültigen Löschen beschäftigt. 

Das Flaggschiff der schleswig-holsteinischen Reederei Deilmann sollte nach den ursprünglichen Plänen von der norwegischen Stadt im malerischen Hardangerfjord Kurs auf Hamburg nehmen. Von dort aus sollte das “schwimmende 5-Sterne-Hotel“ am 25. Mai auf Fahrt nach London und Schottland gehen.

dpa

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