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Weitere Details zu Doppelmord und Stalking im Salzburger Land

Stefan Mross‘ Cousine (50) und Tante (76) hingerichtet: „Mama und ich sind fassungslos!“

Doppelmord Salzburg Wals Siezenheim Stefan Mross Tante Cousine
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Bei einem brutalen Doppelmord im Salzburger Land wurden die Cousine und die Tante von Schlagerstar Stefan Mross getötet.

Die schreckliche Bluttat im Salzburger Land sorgt weiterhin für Fassungslosigkeit und Entsetzen. Ein Stalker hatte dort seine Ex-Freundin (50) und deren Mutter (76) regelrecht hingerichtet. Bei den Opfern handelt es sich um Cousine und Tante von Schlagerstar Stefan Mross. Inzwischen gibt es weitere Details und Reaktionen.

Wals-Siezenheim/Salzburg - „Ich bin tief erschüttert. Mama und ich sind fassungslos“, sagte Mross, ein gebürtiger Traunsteiner und derzeit in Mühldorf lebend, in einer ersten Reaktion gegenüber der Bild-Zeitung. Auch Joachim Maislinger, Bürgermeister von Wals-Siezenheim, konnte es nicht fassen, was für schreckliche Szenen sich in seiner kleinen Gemeinde in der Nacht auf Donnerstag (6. Mai) abgespielt hatten: „Die Betroffenheit spürt man an jedem Eck.“ Viele Bürger hätten die beiden getöteten Frauen (50/76) gekannt, die das Gemeindeoberhaupt als „freundlich“ und „respektvoll“ charakterisierte.

„Bin aufgeschreckt, weil ich Schüsse gehört habe“

Eine Nachbarin, die seit rund 70 Jahren in der Nähe des Tatortes wohnt, kannte die beiden Opfer gut. Sie hätten ein „inniges, familiäres Verhältnis“ gehabt. Über die Tat des 51-jährigen Salzburgers - dabei handelt es sich mutmaßlich um Kaufhausdetektiv Gottfried O. - konnte sie nur mit dem Kopf schütteln: „So etwas ist hier noch nie passiert!“ Ein anderer Anwohner musste die Tat sogar akustisch miterleben. „Ich bin gegen 23.30 Uhr aufgeschreckt, weil ich Schüsse gehört habe“, sagte dieser der Kronen-Zeitung. Weitere Zeugen schilderten einen Streit kurz vor der Tat. Eine „körperliche Auseinandersetzung“ zwischen der 76-Jährigen und dem Täter wurde inzwischen auch von der Polizei bestätigt.

Der mutmaßliche Täter, der sich in der Tatnacht gegen 4.30 Uhr in Abersee (Gemeinde St. Gilgen) am Wolfgangsee von der Spezialeinheit Cobra widerstandslos festnehmen ließ, hatte den Doppelmord auf der Fahrt dorthin durch eine Sprachnachricht an eine Bekannte gestanden. Das hat die Landespolizeidirektion Salzburg inzwischen in einer Pressemitteilung bestätigt. Anschließend meldete sich O. beim Polizei-Notruf, gab an, zwei Schusswaffen zu besitzen und kündigte an, sich das Leben nehmen zu wollen. Die Beamten ermittelten durch den Anruf den GPS-Standort des 51-Jährigen und griffen anschließend koordiniert ein.

Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021

Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud

Drei Schüsse auf die Tante, sieben auf die Ex-Freundin

Zum genauen Tathergang gibt es unterdessen noch nicht viele weiterführende Erkenntnisse. Die Polizei bestätigte in einer weiteren Pressemitteilung am Freitagvormittag (7. Mai) lediglich, dass die 76-Jährige mit drei Schüssen und die 50-jährige Ex-Freundin des mutmaßlichen Täters mit sieben Schüssen getötet worden seien. Die Schüsse seien aus „kurzer Distanz“ abgegeben worden, hieß es weiter. Die Bild-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass die beiden Frauen durch fünf Kopfschüsse regelrecht hingerichtet worden seien.

Die weiteren Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Salzburg übernommen. Neben Spurensicherung werden auch umfangreiche Zeugenbefragungen durchgeführt. Zum genauen Tatmotiv gibt es noch keine Angaben. Der mutmaßliche Täter habe gestanden, das „Warum“ jedoch nicht erklären können, so die Polizei weiter. Er soll laut Kronen-Zeitung zum Tatzeitpunkt nüchtern gewesen sein. Der 51-Jährige soll nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen am Freitag (7. Mai) in eine Justizvollzugsanstalt in Salzburg überstellt werden.

Gegenseitige Anzeigen von Opfer und Stalker

Der Bruder der getöteten 50-Jährigen hatte unterdessen direkt nach der Tat schwere Stalking-Vorwürfe gegen O. erhoben und vor Ort gegenüber Medienvertretern behauptet, dass dieser nicht der Lebensgefährte seiner Schwester gewesen sei. Es seien unzählige SMS, E-Mails und Briefe sowie Pakete und Blumen bei seiner Schwester angekommen. Mitte Januar 2021 hätten er und seine Schwester dann eine entsprechende Anzeige bei der zuständigen Polizei in Wals gemacht.

Polizeisprecher Hans Wolfgruber bestätigte diese Anzeige, „aber auch der jetzt Tatverdächtige hat damals den Bruder angezeigt“, hieß es. Dieser habe die Beziehung zu Helga B. aggressiv behindern wollen. Die Staatsanwaltschaft Salzburg war ebenfalls involviert. Sprecherin Elena Haslinger sprach von einem umfangreichen Schriftverkehr zwischen der 50-Jährigen und dem mutmaßlichen Doppelmörder. Ein Straftatbestand sei nicht erkennbar gewesen, hieß es weiter. Polizeibeamte hätten dann im Auftrag der Staatsanwaltschaft mit den beiden gesprochen. Dabei habe der jetzt Tatverdächtige versichert, sich in Zukunft von der Frau fern halten zu wollen - bis zum verhängnisvollen späten Abend des 5. Mai...

mw/hud

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