Video zeigt Einbruch

Spektakuläre Aktion nach Juwelen-Diebstahl in Dresden: Polizei stellt Einbruch ins Grüne Gewölbe nach 

Nach dem Juwelen-Diebstahl in Dresden hat die Polizei den Einbruch in das „Grünen Gewölbe“ nachgestellt. Es gibt neue Hinweise, doch die Polizei hält sich mit weiteren Details bedeckt. 

  • Aus dem „Grünen Gewölbe“ im Dresdner Residenzschloss sind am Montagmorgen (25. November) Juwelen geraubt worden. 
  • Bei dem Einbruch haben Unbekannte Kunstschätze von unschätzbaren Wert gestohlen. 
  • Die Polizei hat ein Überwachungsvideo von dem wohl größten Kunstraub der Nachkriegsgeschichte veröffentlicht.

Juwelen-Diebstahl in Dresden - Ermittler stellen Ablauf des Einbruchs nach    

Update vom 3. Dezember 2019: Eine Woche nach dem spektakulären Juwelen-Diebstahl haben Staatsanwaltschaft und Polizei den Ablauf des Einbruchs in das Grüne Gewölbe in Dresden nachgestellt, wie die Polizei Dresden am Dienstag mitteilte:

„Zur gleichen Uhrzeit wie am Tattag überwanden Fahnder die äußere Sicherung, um bis an das Fenster zu gelangen. Gleichzeitig prüften Staatsanwaltschaft und Polizei die Abläufe in der Sicherheitszentrale sowie die technischen Abläufe innerhalb des Museums bei dem nachgestellten Einbruch.“

Bisher sind laut Polizei 516 Hinweise eingegangen. Gibt es eine heiße Spur? Genaue Informationen gibt die Polizei nicht preis: „Die Ermittlungen sind allerdings inzwischen in einem Stadium, dass die Veröffentlichung einzelner Ermittlungsmaßnahmen den Erfolg des gesamten Verfahrens gefährden könnte“, erklärten Leitender Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp und Polizeipräsident Jörg Kubiessa. Plötzliche Maßnahmen wie Durchsuchungen und Vernehmungen seien daher jederzeit möglich.

„Bares für Rares“-Star Fabian Kahl spricht über Juwelen-Diebstahl von Dresden 

Update vom 29. November 2019, 12.05 Uhr: „Bares für Rares“-Star Fabian Kahl (28) hat sich zum Juwelen-Raub aus dem Grünen Gewölbe in Dresden geäußert. Kahl ist vielen ZDF-Zuschauern aus der Show mit Horst Lichter als Schmuckkenner und Experte für Antikes bekannt. Die Sächsische Zeitung (SZ) hat den TV-Spezialisten gesprochen.

„Bares für Rares“-Star Fabian Kahl kennt sich mit Schmuck aus und hat sich zum Juwelen-Diebstahl im Grünen Gewölbe geäußert.

Fabian Kahl ist selbst Händler für Antikes, seine Expertise ist gefragt. Würde er die gestohlenen Juwelen erkennen, wenn sie ihm angeboten würden? 

„Nein, ich kenne nicht jeden einzelnen Schatz. Aber man sieht schon – gerade jetzt, wo es so frisch ist – ob es etwas königliches oder kaiserliches ist. Also, ob es extra angefertigt wurde für den Kurfürsten August den Starken oder ob es eben nicht der Fall ist. Ich glaube, diese Qualität sieht man auf jeden Fall", sagt Fabian Kahl gegenüber der SZ (hinter Bezahlschranke).

Seiner Ansicht nach, mache es keine Sinn die gestohlenen Schmuckstücke auseinander zunehmen, Diamanten und Brillianten einzeln zu verkaufen. „Jedes einzelne Stück ist ja viel mehr wert, weil es aus dem Privatbesitz August des Starken kommt und natürlich auch Teil der Ausstellung im Grünen Gewölbe war. Das macht ja eigentlich den Wert aus.“, sagt Fabian Kahl in dem SZ-Interview. Seiner Meinung nach war der Kunstraub ein Auftragsdiebstahl.

Update vom 29. November 2019, 7.34 Uhr: Vier Tage nach dem Diebstahl historischer Juwelen aus dem Dresdner Residenzschloss steht die Tatortarbeit im historischen Teil des Grünen Gewölbes vor dem Abschluss. „Es ist geplant, die Räume im Laufe des Freitagvormittags freizugeben“, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor berichtete das Onlineportal tag24

In dem Fall fehlt nach wie vor eine heiße Spur. Die Sonderkommission „Epaulette“ geht nach Angaben des Polizeisprechers inzwischen 342 Hinweisen aus der Bevölkerung nach, darunter in 49 Fällen von Bildern und Videos.

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Juwelen-Diebstahl in Dresden: Halbe Millionen Euro Belohnung ausgelobt

Update vom 28. November 2019, 16.02 Uhr: Um den Juwelen-Diebstahl und Einbruch in das historische Grüne Gewölbe aufzuklären, hat die Polizei Sachsen nun 500.000 Euro ausgelobt.  

Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar und der leitende Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp erklärten: „Mit der Auslobung von einer halben Million Euro für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, die am Montag in das Grüne Gewölbe in Dresden einbrachen, unternehmen die Ermittlungsbehörden einen weiteren wichtigen Schritt, den Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat und allen interessierten Besucherinnen und Besuchern des Grünen Gewölbes die gestohlenen Stücke des Staatsschatzes zurückzubringen und die Täter zu fassen. Wir werden nichts unversucht lassen, diesen Fall zu lösen.“

Zudem wurde die Sonderkommission "Epaulette" auf insgesamt 40 Ermittler aufgestockt. 

Update vom 28. November 2019, 14.18 Uhr:Die Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe sind Unikate mit Diamanten und Brillanten besetzt. Kunstdiebstahl-Experten Willi Korte vermutet, dass die Juwelen wohl nie wieder auftauchen. 

„Meine große Befürchtung ist, dass die Steine herausgebrochen und individuell verkauft werden“, sagt Korte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Diamanten haben schon immer als Zahlungsmittel gegolten.“ Selbst wenn die Steine nur einen Bruchteil ihres realen Marktwerts erbringen von zehn bis 20 Prozent, rentierte sich das gemessen am Aufwand immer noch. 

Dresden-Diebstahl: Ermittler finden besondere Spuren im Fluchtfahrzeug

Update vom 28. November 2019, 10.22 Uhr: Drei Tage nach dem Juwelen-Raub ermittelt die Polizei weiter unter Hochdruck nach den Schmuckdieben. Die Soko „Epaulette“ geht inzwischen von vier Tätern aus: Zwei im Schloss und zwei Komplizen davor. 

Die Juwelen-Diebe flüchteten mit einem hellen Audi A6 vom Tatort. Der Wagen brannte später in einer Tiefgarage in Dresden aus. Doch die Ermittler sind sich sicher, dass es sich um das Fluchtfahrzeug handelt. Spuren vom Tatort hätten sich in dem Auto befunden, teilte die Polizei Sachsen mit.

Wie Bild (hinter Bezahlschranke) berichtet, haben die Ermittler in dem ausgebrannten Wrack Spuren von dem Fenstergittern gefunden. Wie die Bild nach eigenen Angaben aus Sicherheitskreisen erfahren haben will, soll es sich dabei um Einbruchswerkzeuge und Teile des aufgeflexten Fenstergitters des Dresdner Schlosses handeln. 

Die Diebe hatten in das historische Fenstergitter ein Loch geflext und dann das Fenster mit dem Sicherheitsglas zum Pretiosensaal ausgehebelt. Laut Polizei flüchteten die Täter so, wie sie gekommen waren - durch das Fenster. Am Mittwoch wurde das Fenstergitter wieder zugeschweißt.  

  

Nach dem Juwelendiebstahl wird das Fenstergitter des Grünen Gewölbes wieder zugeschweißt.

Dresden: Ein Detail stellt für Ermittler ein Problem dar - Tatortarbeit „sehr aufwendig“ 

Update vom 27. November 2019, 16.13 Uhr: Der Einbruch in die Schatzkammer Grünes Gewölbe des Residenzschlosses in Dresden am frühen Montagmorgen könnte in die Nachkriegsgeschichte eingehen. Auch wenn die Beute weitaus geringer ausgefallen ist, als zunächst angenommen. Dennoch kommen die Ermittlungen nur langsam vorwärts. Die Polizei sieht sich mehreren Schwierigkeiten gegenüber. Die Diebe haben den Coup scheinbar gut geplant. Ein vorerst unscheinbar wirkendes Detail, stellt sich als ausgesprochen gewieft heraus: Die beiden Täter, die in das Grüne Gewölbe mit brachialer Gewalt eingedrungen sind, haben ihre Spuren mit einem Pulverlöscher, einem Feuerlöscher, beseitigt. 

Für die ermittelnden Beamten bedeutet das einen massiven Mehraufwand bei der Spurensicherung. „Die Tatortarbeit gestaltet sich sehr aufwendig. Dies auch aufgrund der Tatsache, dass die Einbrecher einen Pulverlöscher am Tatort entleerten, um Spuren zu verwischen“, heißt es im Polizeibericht. Drei Tage nach dem Einbruch weiß man also kaum mehr, als zu Beginn. 

Auch gab es Spekulationen darüber, warum das Sicherheitsglas nicht gehalten habe. Direktor des Grünen Gewölbes, Dirk Syndram, erklärte sich gegenüber der Sächsischen Zeitung überrascht. Die Täter konnten sowohl das Sicherheitsglas des Fensters, als auch der Vitrine mit wenigen Axtschlägen zertrümmern. Nach Angaben des Lieferanten hätte das wohl nicht möglich sein sollen, so Syndram. Uwe Reier, Geschäftsführer der Vitrinen- und Glasbau Reier GmbH im sächsischen Lauta relativierte diese Aussage aber kurz darauf. In Museen werde in der Regel Sicherheitsglas mit „Durchwurfhemmung“ verwendet. Je dicker das Glas, desto mehr Eigenfärbung hätte der Schutz. Die Ansicht der Schätze wäre dadurch stark getrübt.  

Dresden: Experte mit brisantem Verdacht - Polizei spricht plötzlich von mehr Tätern

Update vom 27. November 2019, 12.23 Uhr: „Die heiße Spur ist noch nicht dabei“, sagte Soko-Leiter Olaf Richter gegenüber der Presse. 205 Hinweise sind aus der Bevölkerung bei der Polizei schon eingegangen. Die Polizei geht inzwischen von vier Tätern aus, berichtet die Sächsische Zeitung online: Zwei sind demnach in das Grüne Gewölbe eingestiegen und zwei saßen im Auto.

In dem ausgebrannten Fluchtwagen - einem hellen Audi A6 Avant - wurden Gegenstände gefunden, die, wie die Polizei nun bestätigt, eindeutig dem Tatort zugeordnet werden können. Das Fluchtfahrzeug ist seit 2017 abgemeldet und stammt aus Sachsen-Anhalt.

Grüne Gewölbe in Dresden weiter geschlossen

Update vom 27. November 2019, 9.53 Uhr: Zwei Tage nach dem Aufsehen erregenden Einbruch ins Historische Grüne Gewölbe in Dresden öffnen die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) das Residenzschloss wieder für Besucher. 

Ab Mittwoch sind alle Museen wieder normal geöffnet - mit Ausnahme des barocken Schatzkammermuseums. „Das bleibt vorerst geschlossen“, sagte Generaldirektorin Marion Ackermann. Die Spurensicherung dort wird nach Angaben der Polizei fortgesetzt. SKD-Experten machen unterdessen eine Bestandsaufnahme der Verluste und Schäden, die die Juwelendiebe am Montagmorgen verursachten. Im Schloss befinden sich auch das Münzkabinett, die Rüstkammer und das Kupferstichkabinett.

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, sieht eine neue Bedrohung für die Sicherheit von Museen. Ermittlungsbehörden wie Bundeskriminalamt, Landeskriminalämter und Sicherheitsfachleute der Museen sollten sich zusammensetzen und beraten, wie darauf reagiert werden könne, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wir sollten eine kleine Taskforce einsetzen, die sich genau darüber Gedanken macht aufgrund dieser ganz spezifischen neuen Gefährdungslage.“

Nach dem Juwelendiebstahl ist das Grüne Gewölbe im Residenzschloss in Dresden weiter geschlossen.

Juwelen-Raub in Dresden: Darum konnten die Täter mit einer Axt die Vitrine zertrümmern

Update vom 26. November 2019, 20.20 Uhr: Überwachungskameras haben den Juwelen-Raub im „Grünen Gewölbe“ in Dresden aufgezeichnet. Das Video zeigt, wie die Diebe mit Taschenlampen in das sogenannte Juwelenzimmer stürmen und mit einer Axt auf die Vitrine einschlugen und das Glas zerstören.

Die Bild (hinter Bezahlschranke) hat einen Experten für Sicherheitsglas befragt, warum die Täter diese Vitrine überhaupt zertrümmern konnten. „Die Täter brauchten offenbar nur fünf bis sechs Axtschläge, um die Glasscheibe zu durchbrechen“, sagte Sicherheitsglas-Experte Christoph Schütte gegenüber der Bild. Das würde auf eine „durchwurfhemmende Verglasung“ schließen lassen, die vermutlich aus zwei Vier-Millimeter-Glasscheiben und dazwischen liegenden vier Folien (0,38 Millimeter Stärke) besteht. Durchwurfhemmende Scheiben gehören laut Schütte beim Sicherheitsglas zur geringsten Sicherheitskategorie, schreibt das Blatt. Je mehr Glasscheiben mit einer Folie verbunden sind, um so widerstandsfähiger ist es.

Deutlich dickeres Glas mit einer höheren Sicherheitsstufe sei nach Ansicht des Experten für ein Museum weniger gut geeignet. Die Durchsicht wäre gerade bei Schmuckstücken weniger gut. Panzerglas wäre wohl deswegen ungeeignet gewesen. 

„Das Glas hat eine außergewöhnlich starke Widerstandsklasse, aber auch das gibt nach einer gewissen Zahl von Axthieben irgendwann nach“, sagte Michael John, der Technische Leiter der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD).

Grünes Gewölbe Dresden - Schmucksaal: Das Sicherheitsglas der Vitrine hielt den Axthieben nicht stand. 

Auch im Landkreis Dachau half ein Video bei der Tätersuche. Am 3. Oktober wurde der Bahnhof in Hebertshausen mal wieder Opfer von blinder Zerstörungswut. Diesmal gab es allerdings Film-Aufnahmen des vermeintlichen Täters in traditioneller Kleidung.

Juwelen-Raub in Dresden: Sicherheitsdienst wählte den Notruft statt den Alarmknopf zu drücken

Update 16.18 Uhr: Auf einer Pressekonferenz des Museums am Dienstag, 26. November, wird das Verhalten des Sicherheitspersonals zum Tatzeitpunkt vehement verteidigt. Es gebe wohl einen Alarmknopf im Museum, der von den Wachleuten nicht betätigt worden sei - aus gutem Grund. 

„Wenn dieser Alarm getätigt wird, folgt ein Anruf der Polizei, woraufhin die Details der Alarmursache geklärt werden müssen“, erläutert Dirk Burghardt, Kaufmännischer Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Damit man nicht auf den Rückruf der Polizei habe warten müssen, hätten sich die Wachleute folgerichtig für einen Notruf per 110 bei der Polizei entschieden - um Zeit zu sparen.

Der Wachmann, der den Notruf absetzte habe sich auch zu recht dagegen entschieden, den beiden Einbrechern nicht selbst entgegenzutreten. „Er hat gesehen, mit welch brachialer Gewalt die Täter am Werk waren“, sagte Burghardt. 

Pressekonferenz zum Diebstahl im Grünen Gewölbe: Überraschung bei der Tatortbegehung

Update 16.13 Uhr: Der Museumsdirektor des Grünen Gewölbes, Dirk Syndram, konnte das Grüne Gewölbe erstmals seit dem Einbruch begehen. Seine Eindrücke aus der Schatzkammer berichtet er auf der Pressekonferenz des Museums. Einige Kunststücke, wie etwa der Hofdegen sei nicht von den Dieben entdeckt worden. „Erleichtert sehen Sie mich nicht“, sagt Syndram. 

Aber er sei bei Weitem nicht mehr so frustriert wie am Montag, als er noch dachte, die Vitrine sei leer. Gefunden werden konnten etwa die Perlen der Königin und viele weitere kleinere Teile der Diamanten der Königin. Die Schmuckstücke seien aber mit einem weißen Pulver besprüht worden, wohl um Spuren zu verwischen. „Der Zustand der Schmuckstücke muss jetzt erst einmal festgestellt werden.“ Von der Diamantrauten-Garnitur ist der Große Ordenstern gefunden worden.

Spektakulärer Diebstahl in Dresden: Polizei nennt Details zu Tätern - Experte mit brisanter These

Update 14.39 Uhr: Nach dem Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe von Dresden haben die Ermittler das Fluchtauto der mutmaßlichen Täter identifiziert. Es handelt sich um den ausgebrannten Wagen, der nach der Tat am Montag in einer Tiefgarage gefunden wurde, wie die Polizeidirektion Dresden am Dienstag mitteilte. An dem Wrack seien Spuren vom Tatort gefunden worden.

Zudem gehen die Ermittler nun davon aus, dass der Brand eines Stromverteilerkastens in der Nähe der Augustusbrücke mit dem Einbruch in Verbindung steht. Der Verteilerkasten sei vorsätzlich in Brand gesetzt worden, woraufhin die Straßenbeleuchtung in der Umgebung des Tatorts im Residenzschloss ausfiel.

Einbruch Grünes Gewölbe Dresden: Die Fahndung unter Hochdruck

Unklar blieb zunächst weiterhin, wie viele Schmuckstücke die Einbrecher tatsächlich aus den Vitrinen im Grünen Gewölbe stahlen. Die abschließende Bestandsaufnahme war wegen der Arbeit der Polizei am Tatort noch nicht möglich.

Nach den Tätern wird weiterhin mit Hochdruck gefahndet. Zwei Einbrecher waren am Montagmorgen durch ein Fenster eingedrungen und hatten binnen Minuten Juwelenschmuck von unschätzbarem Wert gestohlen.

Dresden: Milliarden-Diebstahl wirft Fragen auf - „ohne Insider-Wissen nicht möglich“?

Update 14.18 Uhr: Zwei Wachmänner sollen zum Tatzeitpunkt im Residenzschloss gewesen sein. Einer, so berichtet die Bild-Zeitung, habe gerade einen Rundgang durch das Museum gemacht. Der andere, so die Vermutung, muss den Diebstahl im Grünen Gewölbe auf der Überwachungskamera entdeckt haben. Grund dafür sei ein ausgelöster Alarm gewesen.  

Das Residenzschloss verfüge über ein „sehr komplexes“ Sicherheitssystem, sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann. „Es sind mehrere Alarme ausgelöst worden, beim Einbruch selbst, durch die Bewegungsmelder im Raum, beim Aufbrechen der Vitrine und die Polizei ist beim ersten Alarm informiert worden.“ Das Sicherheitskonzept werde nun erneut gecheckt. „Es muss sicher geprüft werden, wie die Sicherheit noch gesteigert werden kann“, räumte die Museumschefin ein. 

Spektakulärer Einbruch ins Grüne Gewölbe: Hatten die Täter in Dresden Insider-Hilfe?

Den Faktor Mensch könne man hingegen kaum ausschalten, so lautet der Tenor der Museumsleitung. Hatten die Täter etwa Hilfe? Vielleicht sogar von jemandem, der sich auskennt?

Die Tat wäre ohne Insider-Wissen nicht möglich gewesen, schließt Axel Petermann. Der 67-Jährige war selbst viele Jahre Ermittler und analysierte für die Bild den Tathergang. „Der Ablauf des Raubes spricht für eine ausgiebige Vorbereitung der Vortat, Tat und Nachtat. Die Täter sind minutiös vorgegangen, hatten technisches Know-How und sicherlich auch Insider-Wissen“, sagte Petermann dem Blatt.

Von mehr als 3000 Schätzen hätten sich die Täter zielgerichtet um die Juwelen-Garnituren bemüht. Über den gezielten Stromausfall hätten die Diebe ihre Identifizierung regelrecht unmöglich gemacht. „Auch das bedarf guter Planung und der Beteiligung mehrerer Leute – nicht nur der zwei an der Vitrine“, erklärte Petermann. 

Dresden: Milliarden-Diebstahl sorgt für Entsetzen - Museumsdirektor hat „bittere“ Nachricht für Täter

Update 12.46 Uhr: Nach dem Juwelendiebstahl aus der Dresdner Schatzkammer Grünes Gewölbe hat die Deutsche Burgenvereinigung vor einer unzureichenden Sicherung von Kunstschätzen gewarnt. In vielen Museen seien wichtige historische Artefakte nur ungenügend gesichert, teilte die Vereinigung mit Sitz auf der Marksburg in Braubach in Rheinland-Pfalz am Dienstag mit.

„Bestimmt ist in Dresden im Bewusstsein der Bedeutung der Exponate alles für deren Sicherheit getan worden. Trotzdem haben aber Verbrecher einen Weg gefunden, sämtliche Sicherheitsvorkehrungen auszuschalten beziehungsweise zu umgehen“, hieß es. Man rufe deshalb alle Verantwortlichen dazu auf, die Sicherheit wichtiger kulturhistorischer Zeugnisse zu gewährleisten.

Nach dem Einbruch in die Dresdner Schatzkammer Grünes Gewölbe: Museen im Zwiespalt

Der Museumsbund hingegen versucht sein Dilemma zu erklären. Museen in Deutschland steckten im Zwiespalt zwischen Sicherung der Objekte und Zugang für die Öffentlichkeit. „Museen sind öffentliche Institutionen, wir wollen öffentliche Häuser sein, die natürlich Besucherinnen und Besucher ansprechen möchten“, sagte der Präsident des Deutschen Museumsbundes, Eckart Köhne, in Berlin. „Wir sind eben kein Banksafe. Und das bringt ein gewisses Risiko mit sich.“

Zudem gibt es laut Köhne „eine spezielle Art von Kriminalität mittlerweile, die einem wirklich Sorgen macht.“ Es sei üblich, das Sicherungspersonal nicht selbst eingreift. „Die Täter gehen manchmal auch mit großer Brutalität vor.“ Das Gewaltpotenzial sei da sehr hoch „und die Wachleute sind ja keine ausgebildeten Einzelkämpfer“. 

Dresden: Milliarden-Diebstahl sorgt für Entsetzen - Museumsdirektor hat „bittere“ Nachricht für Täter

Update vom 26. November 2019: „Das sind alles Schliffe des 18. Jahrhunderts, man kann solche Steine nicht einfach zu Geld machen“, sagt Museumsdirektor des Grünen Gewölbes, Dirk Syndram. Die Brillant- und Diamantgarnituren in dem Schatzkammermuseum, das Sachsens Kurfürst August der Starke (1670-1733) eingerichtet hatte, sind für das Museum unersetzlich und für die Diebe unverkäuflich, meint Syndram.

Die Geschichte und der Erhalt der Schmuckstücke machten deren Wert aus, so der Museumsdirektor. Herausgebrochene Diamanten entwerteten sie. „Es wäre eine Dummheit, das zu machen.“

Die großes Brustschleife wurde bei dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden entwendet. 

Anhand von Polizeifotos konnte Syndram jedoch sehen, dass prominente Stücke der Brillant- und Diamantrosengarnitur sowie vom Brillantschmuck der Königinnen fehlen: Ein Kleinod und ein Bruststern des polnischen Weißen Adler-Ordens, die Große Brustschleife, eine Kette aus sächsischen Perlen, eine Epaulette (Schulterstück) und ein mit über 770 Diamanten besetzter Degen.

Grünes Gewölbe in Dresden: Wie konnte der Milliarden-Coup gelingen?

Mindestens zwei Männer haben am Dienstag einen unbezahlbaren Kunsthistorischen Wert aus dem Grünen Gewölbe im Dresdner Residenzschloss gestohlen. Der Diebstahl läuft Gefahr als der vielleicht größte Kunst-Diebstahl in die deutsche Nachkriegsgeschichte einzugehen. Die Täter sollen ein Trafohäuschen in Brand gesteckt haben, das unter anderem die gut gesicherte Schatzkammer im Residenzschloss mit Strom versorgte. Zwei Männer entfernten daraufhin ein Gitter an einem der Fenster des Residenzschlosses und schlugen mit einer Axt das Sicherheitsglas des Fensters sowie einer der Vitrinen ein. Zwei Sicherheitsleute konnten den Einbruch über die Überwachungskameras live mitverfolgen. 

Dass der ausgeklügelte Coup so scheinbar einfach funktioniert haben soll, sorgt für entsetzen - und wirft Fragen auf. Sind Kunstschätze in Deutschland nicht ausreichend gesichert? Haben die Wachleute einen Fehler gemacht? Wer ist Schuld daran, dass dieser unbezahlbare Schatz der Öffentlichkeit vielleicht nie wieder zur Besichtigung steht?

Diebstahl: Aus dem Grünen Gewölbe in Dresden wurden Kunstschätze von unbezahlbarem Wert gestohlen 

„Leben geht vor allem anderen“, hat die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, in der Pressekonferenz nach dem Einbruch deutlich gemacht. Die Wachleute seien weder bewaffnet gewesen, noch sei es üblich, dass sie sich in einen nächtlich laufenden Einbruch einmischten. Die Handlungsdirektive, so Ackermann, sei klar: In einem solchen Fall werde die Polizei gerufen. 

Nach dem spektakulären Diebstahl bleibt das Historische Grüne Gewölbe von Dresden vorerst geschlossen. Direktor Dirk Syndram sagte dem Sender "MDR Sachsen" am Dienstag, er rechne damit, dass die Schatzkammer längere Zeit zu bleibe. Die anderen Museen im Residenzschloss sollten demnach am Mittwoch wieder öffnen.

Grünes Gewölbe in Dresden: Ein „gut geplanter“ Milliarden-Coup 

Update vom 25. November, 21.22 Uhr: Aus dem „Grünen Gewölbe“ in Dresden sind in der Nacht Juwelen von unschätzbarem Wert entwendet worden. Der Einbruch in die berühmte Schatzkammer habe nur wenige Minuten gedauert. Die Polizei geht von einer „gut geplanten“ Tat aus.

Die Täter konnten nicht alles mitnehmen“, sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, am Montagabend im ZDF. Weil alle Objekte auch einzeln befestigt gewesen seien. „Sie waren mit Stichen vernäht mit dem Untergrund.“

Juwelen-Raub „Grünes Gewölbe“: Polizei veröffentlicht Aufnahmen aus Überwachungskamera

Update vom 25. November, 18.12: Nach dem Juwelen-Raub in Dresden hat die Polizei Dresden nach eigenen Angaben eine Sonderkommission mit dem Namen „Epaulette“ (auf Deutsch: Schulterstück einer Uniform) ins Leben gerufen. 

Noch fehlt jede Spur von den Tätern. Die Einbrecher zerstörten mit einer Axt eine Vitrine, die im sogenannten Juwelenzimmer in dem berühmten Grünen Gewölbe im Dresdner Residenzschloss stand. Eine Überwachungskamera zeichnete den Schmuck-Diebstahl auf. Auf den Aufnahmen ist jedoch nur eine Person zu sehen. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass weitere Täter beteiligt waren. 

Spektakulärer Milliarden-Diebstahl in Dresden: Polizei nennt auffälliges Detail - Auto der Täter gefunden?

Update 13.46 Uhr: Die Chronologie des Polizeieinsatzes hat der Leiter der Polizeidirektion Dresden, Jörg Kubiessa, vorgestellt. Gegen 4.59 Uhr am Montagmorgen erhielt die Polizei vom Sicherheitsdienst der Staatlichen Kunstsammlungen einen Anruf - in dem Grünen Gewölbe werde eingebrochen. Mehrere Wachleute seien vor Ort gewesen, doch in solchen Fällen gehe „Leben vor allem anderen“, erläutert Direktorin der Staatlichen Kunstsammlungen Marion Ackermann weiter. Das Verhalten der Wachleute sei einwandfrei gewesen. 

Um 5.04 Uhr soll der erste Streifenwagen eingetroffen sein. Eine Minute später ging der Hinweis auf einen Fluchtwagen ein - 16 Funkstreifenwagen der Polizei starteten daraufhin die Suche im Stadtgebiet. 

Parallel dazu wurde um 05.09 Uhr ein Stromausfall auf dem Theaterplatz in Dresden gemeldet - Grund war ein brennendes Trafohäuschen. Ob dieses Brandereignis aber im Zusammenhang mit dem Diebstahl stehe, muss noch ermittelt werden.

Um 05.22 Uhr sie die Bundespolizei einbezogen worden. Angrenzende Polizeidirektionen in Chemnitz und Görlitz und das Land Brandenburg seien informiert worden. Um 7 Uhr in etwa sei dann die Tatortgruppe des Landeskriminalamts (LKA) angefordert worden, „um die objektiven Spuren bestmöglich zu sichern“.

„Grünes Gewölbe“ in Dresden: Wenige Minuten nach den Kunstdiebstahl finden Polizisten ein brennendes Auto

Im Laufe der Morgenstunden hat die Polizei in einer Tiefgarage an der Kötzschenbrodaer Straße einen Audi gefunden. Das Fahrzeug ist nicht gemeldet und komplett ausgebrannt. Ob ein Zusammenhang bestehe, sei noch zu prüfen, hieß es auf der Pressekonferenz. Zunächst müsse der Fahrzeughalter ermittelt werden. 

Bürger und Presse sind entsetzt. Immer wieder steht die Frage im Raum: Wie konnte das geschehen? Dass die Täter auffällig klein gewesen sein sollen, kann die Polizei zu diesem Zeitpunkt nicht bestätigen. 

Dresden-Diebstahl „Grünes Gewölbe“: Polizei nennt auf Pressekonferenz weitere Details

Update 13.21 Uhr: Entwendet wurden aus einer Vitrine drei Juwelen-Garnituren. Genauer: Eine Diamant-Rauten-Garnitur und eine Brillant-Garnitur mit jeweils 37 Teilen sowie Diamantschmuck und die Perlen der Königin mit insgesamt etwa 20 Teilen, erläutert Direktorin der Staatlichen Kunstsammlungen Marion Ackermann. Der Materialwert sei nicht so hoch zu bewerten, wie die Tatsache, dass das Ensemble als Ganzes bestehe, sagt Ackermann.

Der Wert sei nicht nur auf den Materialwert zu bemessen - denn kunsthistorisch seien diese Garnituren nicht verkäuflich. „Wir sprechen hier nicht von einem finanziellen Wert“, antwortet Ackermann auf die Nachfrage, um welche Summe es sich bei dem Diebstahl denn nun handele. 

Virtueller Rundgang durch das Grüne Gewölbe während der Pressekonferenz der Polizei.

Update 13.13 Uhr: Auf den Kameraaufzeichnungen seien zwei Einbrecher zu sehen, sagt der Chef der Dresdner Kriminalpolizei Volker Lange. Die Videoaufzeichnungen müssen noch weiter ausgewertet werden und sollen im Laufe des Nachmittags zur Fahndung freigegeben werden. Die Täter sind durch ein Fenster in Richtung des Schlossplatzes eingedrungen. Im Grünen Gewölbe sind die Täter zielgerichtet auf eine Vitrine zugegangen, haben diese zertrümmert, den Gegenstand darin entwendet und sind daraufhin geflüchtet. 

Update 11.46 Uhr: Nach dem Einbruch besichtigten Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) und Museumsdirektor Dirk Syndram von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) den Tatort von außen. Für Besucher blieb das Residenzschloss am Montag geschlossen. Ein Schild am Eingang in deutscher und englischer Sprache wies darauf hin, dass das Museum aus „organisatorischen Gründen“ geschlossen bleibe. Für 13.00 Uhr war eine Pressekonferenz der Polizei und des Museums geplant.

Update 10.36 Uhr: Die Polizei hat den Kunstdiebstahl in Dresden inzwischen bestätigt.  „Die Tatortgruppe ist vor Ort, die Täter sind auf der Flucht“, berichtet Polizeisprecher Thomas Geithner gegenüber der Bild-Zeitung. Aus den staatlichen Kunstsammlungen, der Schatzkammer von August dem Starken, soll antiker Schmuck im Kunst-Wert von etwa einer Milliarde Euro gestohlen worden sein heißt es

Polizeieinsatz nach dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden. 

Doch bei dem spektakulären Diebstahl könnte den Tätern ein entscheidender Fehler unterlaufen sein: Die Räume des Museums sind streng gesichert. Mit dem Stromausfall konnten sich die Diebe wahrscheinlich Zutritt verschaffen - die Überwachungskameras zeichneten den Raub aber auf. Die Aufzeichnungen sollen mehrere auffällig kleine Täter zeigen. Das zumindest berichtet Bild.de. Ihr Fluchtwagen soll eine Limousine gewesen sein. 

Einbruch in Grünes Gewölbe in Dresden: Ministerpräsident Kretschmer spricht von Verlust für ganz Sachsen

Update von 9.58 Uhr: Ministerpräsident Michael Kretschmer (44/CDU) eilte am Vormittag an den Tatort in Dresden und sagte: „Nicht nur die Staatlichen Kunstsammlungen wurden bestohlen, sondern wir Sachsen! Wir haben mit 600 Handwerkern erst gemeinsam gefeiert, dass der größte Teil des Residenzschlosses wiederhergestellt ist. Die Werte, die im Grünen Gewölbe und im Residenzschloss zu finden sind, sind von den Menschen im Freistaat Sachsen über viele Jahrhunderte hart erarbeitet wurden. Man kann die Geschichte unseres Landes, unseres Freistaates nicht verstehen, ohne das Grüne Gewölbe und die Staatlichen Kunstsammlungen Sachsens.“

Einbruch in das Grüne Gewölbe im Dresdner Residenzschloss.

Dresden: Einbruch in das „Grüne Gewölbe“ im Residenzschloss

Die unbekannten Täter sollen laut Bild durch ein Eckfenster in die Kunstsammlungen im Residenzschloss eingestiegen sein, in der sich große Teile des Wettinerschatzes befinden. Die Einbrecher sollen historischen Schmuck, Diamanten und Edelsteine im Wert von etwa einer Milliarde Euro gestohlen haben.

Die Räume des historischen Grünen Gewölbes, das seinen Namen durch die teils malachitgrüne Bemalung erhielt, entstanden bereits im 16. Jahrhundert. Ab 1723 baute sie der sächsische Kurfürst und polnische König August der Starke zur Schatzkammer aus. Im Zweiten Weltkrieg wurden das Residenzschloss und mit ihm Teile des berühmten Grünen Gewölbes weitgehend zerstört.

Eines der wertvollsten Stücke des Grünen Gewölbes wird derzeit im Metropolitan Museum of Art in New York ausstellt - der Grüne Diamant. Das Hut-Schmuckstück mit dem einzigartigen Stein von 41 Karat und natürlicher Färbung gilt als spektakulärste Leihgabe der Ausstellung „Making Marvels: Science and Splendor at the Courts of Europe“.

Eines der wertvollsten Stücke des „Grünen Gewölbes“ wird derzeit aber im Metropolitan Museum of Art in New York ausstellt - der Grüne Diamant. Das Hut-Schmuckstück mit dem einzigartigen Stein von 41 Karat und natürlicher Färbung gilt als spektakulärste Leihgabe der Ausstellung „Making Marvels: Science and Splendor at the Courts of Europe“ des Metropolitan Museum of Art.

Dresden - Einbruch ins „Grüne Gewölbe“ des Residenzschlosses: Spektakulärer Diebstahl

Dresden - In Dresdens Schatzkammer Grünes Gewölbe ist am frühen Montagmorgen eingebrochen worden. Der Einbruch betrifft den historischen Teil der wertvollen Sammlung. Die Schadenshöhe ist noch unklar, wie die Polizei mitteilte. Details wollen die Ermittler im Laufe des Tages bekanntgeben.

Das „Goldene Kaffeezeug“ von Hofjuwelier Johann Melchior Dinglinger aus dem Jahr 1701 ist Teil der Staatlichen Kunstsammlungen im Grünen Gewölbe. 

Dresden: Spektakulärer Millionendiebstahl aus dem „Grünen Gewölbe“ - antiker Schmuck 

Das „Grüne Gewölbe“ im Residenzschloss Dresden ist die historische Museumssammlung der ehemaligen Schatzkammer der Wettiner Fürsten. Das Haus Wettin ist mit mehr als 1000 Jahren Familiengeschichte eines der ältesten urkundlich nachgewiesenen Geschlechter des deutschen Hochadels. 

„Infos gibt es später“, soll die Pressestelle der Polizeidirektion Dresden das Gespräch abgebrochen haben. Das berichtet die Bild-Zeitung. Dutzende Streifenwagen seien zum Residenzschloss gerast, als bekannt wurde: Aus dem Grünen Gewölbe soll antiker Schmuck in Millionenhöhe gestohlen worden sein. 

Einbruch in Dresden: Spektakulärer Millionendiebstahl in „Grünem Gewölbe“

Gegen 5 Uhr Früh soll ein Stromkasten unter der Augustusbrücke in Dresden angezündet worden sein. Damit wurde die Stromzufuhr zur staatlichen Kunstsammlung ausgeschaltet. Daraufhin soll sich eine Bande von Einbrechern Zugang verschafft und antike Schätze entwendet haben. 

Einbrüche in Museum finden in Europa immer wieder statt. Die spektakulärsten Fälle der vergangenen Jahre hinterlassen unbezahlbare Verluste. 

Erst im Mai hatte sich in München ein Millionenraub ereignet. Im Fall der geraubten Schließfach-Millionen in der bayerischen Landeshauptstadt stand eine Mitarbeiterin der Commerzbank unter Tatverdacht - dann kam es zu einer irren Wendung. Das berichtet Merkur.de*.

Ein regelrecht filmreifer Einbruch in Berlin hatte 2017 internationale Aufmerksamkeit erhalten. Aus dem Berliner Bode-Museum wurde eine hundert Kilogramm schwere Goldmünze gestohlen.  

dpa/afp

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Sebastian Kahnert

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